Krypto-Bericht der EZB: Kryptowährungen sind keine Gefahr für das Finanzsystem

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Die Europäische Zentralbank (EZB) hat kürzlich einen Bericht über Kryptowährungen und ihre Auswirkungen auf die Finanzstabilität, die Geldpolitik und den Zahlungsverkehr herausgegeben.

Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), sprach vor zwei Wochen über digitale Vermögenswerte und erklärte, dass diese keine Risiken für die Finanzstabilität darstellen würden.

Am vergangene Freitag veröffentlichte die EZB, welche für die Geldpolitik der Eurozone verantwortlich ist, dann einen ausführlichen Bericht über “Crypto-Assets”, welcher Draghis Aussagen untermauert. Der Bericht erklärt, dass Bitcoin (BTC) und andere digitale Währungen nicht “die Funktionen des Geldes erfüllen” würden. Darüber hinaus hätten Kryptowährungen keine spürbaren Auswirkungen auf die Realwirtschaft.

Die EZB urteilte, dass Kryptowährungen aktuell keine wesentlichen Auswirkungen auf die Geldpolitik haben würden. Dies könne sich jedoch ändern, wenn virtuelle Währungen eine Massenadaption erreichen oder als “glaubwürdiger” Ersatz für Bargeld und Einlagen verwendet würden.

Im Februar hatten wir über Pläne des Internationalen Währungsfonds (IWF) berichtet, stark negative Leitzinsen durchzusetzen. Sollte es dazu kommen, wären Kryptowährungen vielleicht doch eine ernstzunehmende Alternative.

Volatilität als Problem identifiziert

Von der EZB hinaus wird außerdem erwähnt, dass es bloß eine geringe Anzahl von Händlern gäbe, die Bitcoin als Zahlungsmittel verwenden und es für ihre Waren und Dienstleistungen akzeptieren würden. Coins würden keinen Einfluss auf die “Preisgestaltung” haben und nicht weltweit akzeptiert werden. Unerwähnt bleiben Zahlungsverarbeiter wie Wirex, dank denen man fast überall mit Bitcoin & Co. bezahlen kann.

Darüber hinaus führen laut EZB die Volatilität der digitalen Vermögenswerte und das Fehlen einer Zentralbanksicherung dazu, dass Kryptowährungen in naher Zukunft nicht als “monetäre Vermögenswerte” klassifiziert werden könnten:

“Die hohe Volatilität der Krypto-Assets, das Fehlen einer Unterstützung durch die Zentralbank und die begrenzte Akzeptanz bei den Händlern verhindern, dass Krypto-Assets derzeit als Ersatz für Bargeld und Einlagen verwendet werden, und machen es den Krypto-Assets sehr schwer, die Merkmale eines monetären Vermögenswertes in naher Zukunft zu erfüllen.”

Weiterhin erklärte die EZB, dass Bitcoin und digitale Vermögenswerte nicht im Wettbewerb mit Bargeld und Einlagen stünden. Sie seien nicht in der Lage, mit Fiat-Währungen wie dem Euro zu konkurrieren.

Kürzlich äußerte sich auch Russlands Premierminister Dimitri Medwedew zum Thema Kryptowährungen. Ihm zufolge habe deren Regulierung keine Priorität mehr, da das Interesse am Digitalgeld zurückgegangen sei.

Unterschätzen Zentralbanken und Regierungen das Potential von Kryptowährungen? Schreib uns deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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