Krypto-Crash: Bitcoin und Ethereum unter Druck nach US-Rettungsabsage

Krypto-Crash: Bitcoin und Ethereum unter Druck nach US-Rettungsabsage

Autor: Coinkurier Redaktion

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Kategorie: Nachrichten

Zusammenfassung: Der Kryptomarkt leidet unter starkem Verkaufsdruck, nachdem US-Finanzminister Bessent staatliche Rettungsmaßnahmen ausgeschlossen hat; Ethereum könnte in einen neuen Bärenmarkt eintreten. Trotz der Unsicherheit gibt es Hinweise auf eine mögliche Einstiegschance für Anleger aufgrund einer Unterbewertung im Vergleich zu Silber.

Der Kryptomarkt erlebt derzeit einen dramatischen Rückgang, der durch die jüngsten Äußerungen des US-Finanzministers Scott Bessent und die Warnungen prominenter Investoren wie Michael Burry verstärkt wird. Während Bitcoin und Ethereum stark an Wert verlieren, wächst die Unsicherheit unter den Anlegern. In diesem Pressespiegel werfen wir einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen und analysieren, ob Ethereum möglicherweise in einen neuen Bärenmarkt eintreten könnte oder ob sich hier eine Einstiegschance bietet. Lesen Sie weiter, um mehr über die Hintergründe und die möglichen Auswirkungen auf den Markt zu erfahren.

Krypto-Crash bei Bitcoin, Ethereum & Co. beschleunigt sich

Die Stimmung am Kryptomarkt hat sich seit Mittwochabend drastisch verschlechtert, nachdem der US-Finanzminister Scott Bessent vor dem House Financial Services Committee eine klare Absage an staatliche Rettungsmaßnahmen für den Kryptosektor erteilt hat. Bessent stellte unmissverständlich klar, dass er nicht die Befugnis habe, Bitcoin oder andere digitale Währungen zu erwerben, was die Hoffnungen vieler Marktteilnehmer auf eine institutionelle Absicherung durch die US-Regierung dämpfte. Diese Äußerungen haben zu einem massiven Verkaufsdruck auf dem Markt geführt.

„Ich habe nicht die Befugnis dazu, und als Vorsitzender des FSOC besitze ich diese Autorität ebenfalls nicht“, sagte Scott Bessent.

Zusätzlich warnte der prominente Investor Michael Burry vor einer "Todesspirale", die durch einen anhaltenden Preisverfall bei Bitcoin ausgelöst werden könnte. Er kritisierte das Narrativ, dass Bitcoin als Inflationsschutz fungiere, und bezeichnete es als spekulatives Asset, das weit von der Stabilität von Gold und anderen Edelmetallen entfernt sei. Diese Aussagen haben die Unsicherheit am Markt weiter verstärkt.

Die Nominierung von Kevin Warsh als Nachfolger von Jerome Powell an der Spitze der US-Notenbank sorgt ebenfalls für zusätzlichen Verkaufsdruck, da Warsh als geldpolitischer Falke gilt, was die Aussicht auf höhere Realzinsen und eine striktere Geldpolitik impliziert.

Aktuell notiert Bitcoin bei 70,910 US-Dollar, was einem Rückgang von fast 8 Prozent entspricht. Ethereum fällt auf 2,077 US-Dollar (-8,2 Prozent), während Ripple (XRP) mit einem Rückgang von 9,72 Prozent auf 1,43 US-Dollar gehandelt wird. Der Fear & Greed-Index liegt bei 11 und signalisiert extreme Angst unter den Anlegern.

Zusammenfassung: Der Kryptomarkt steht unter Druck, nachdem US-Finanzminister Bessent staatliche Rettungsmaßnahmen ausgeschlossen hat. Michael Burry warnt vor einer möglichen "Todesspirale" für Bitcoin, während die Nominierung von Kevin Warsh als Fed-Vorsitzenden die Unsicherheit verstärkt.

Ethereum: Droht ein neuer Bärenmarkt?

Der Ethereum-Kurs ist seit seinem Allzeithoch von rund 4,955 US-Dollar um über 58 Prozent gefallen und steht nun bei etwa 2,112 US-Dollar. Analysten warnen, dass der Kurs möglicherweise weiter fallen könnte, wenn die Unterstützung bei 2,112 US-Dollar nicht hält. Ein Bruch dieser Unterstützung könnte zu einem Rückgang auf etwa 1,890 US-Dollar führen, was ein Abwärtspotenzial von rund 19 Prozent impliziert.

Die technische Analyse zeigt, dass Ethereum am 50-Wochen-EMA bei rund 3,172 US-Dollar bärisch abgewiesen wurde. Der RSI bewegt sich in neutralem Gebiet, während die MACD-Linien bärisch überkreuzt sind, was auf einen kurzfristigen Abwärtstrend hindeutet. Die nächsten Tage sind entscheidend für die Kursrichtung von Ethereum.

Zusammenfassung: Ethereum steht unter Druck und könnte in einen neuen Bärenmarkt eintreten, wenn die Unterstützung bei 2,112 US-Dollar bricht. Technische Indikatoren deuten auf einen Abwärtstrend hin.

Ethereum: Unterbewertet gegen Silber – Einstiegschance?

Aktuelle Marktanalysen zeigen, dass Ethereum im Vergleich zu Silber stark unter Druck geraten ist. Der RSI-Indikator für das Verhältnis von Ethereum zu Silber hat den niedrigsten Stand seit Bestehen erreicht, was historisch gesehen kein Verkaufssignal darstellt, sondern auf eine Überdehnung hinweist. Analyst Michaël van de Poppe betont, dass solche Extremwerte oft Phasen vorausgehen, in denen sich die Underperformance zurückbildet.

Die Stärke von Silber könnte jedoch an Dynamik verlieren, was zu einer möglichen Rotation von Kapital zurück in risikoreichere Assets wie Ethereum führen könnte. Diese Entwicklung könnte eine interessante Ausgangslage für Anleger darstellen, die auf eine Trendwende hoffen.

Zusammenfassung: Ethereum könnte im Vergleich zu Silber unterbewertet sein, was eine potenzielle Einstiegschance darstellt. Historische Daten deuten darauf hin, dass sich die Underperformance von Ethereum zurückbilden könnte, wenn Silber schwächer wird.

Einschätzung der Redaktion

Die aktuelle Situation am Kryptomarkt ist alarmierend und könnte weitreichende Konsequenzen für die gesamte Branche haben. Die klare Absage an staatliche Rettungsmaßnahmen durch den US-Finanzminister hat das Vertrauen der Anleger stark erschüttert. Dies könnte nicht nur zu einem weiteren Preisverfall führen, sondern auch die Marktliquidität gefährden, da viele Investoren in einem Umfeld extremer Angst dazu neigen, ihre Positionen hastig zu verkaufen.

Die Warnung von Michael Burry vor einer "Todesspirale" unterstreicht die potenziellen Risiken, die mit einem anhaltenden Preisverfall verbunden sind. Wenn Bitcoin und andere Kryptowährungen weiterhin fallen, könnte dies nicht nur die Marktpsychologie negativ beeinflussen, sondern auch institutionelle Investoren abschrecken, die möglicherweise an einer Stabilisierung des Marktes interessiert waren.

Zusätzlich verstärkt die Nominierung von Kevin Warsh als Fed-Vorsitzenden die Unsicherheit, da eine striktere Geldpolitik und höhere Realzinsen die Attraktivität von risikobehafteten Anlagen wie Kryptowährungen weiter mindern könnten. Dies könnte zu einem anhaltenden Verkaufsdruck führen, der die Marktbedingungen weiter verschärft.

In Bezug auf Ethereum zeigt die technische Analyse, dass der Kurs unter Druck steht und möglicherweise in einen neuen Bärenmarkt eintreten könnte. Ein Bruch der Unterstützung bei 2,112 US-Dollar könnte zu einem signifikanten Rückgang führen, was die Unsicherheit unter den Anlegern weiter verstärken würde.

Auf der anderen Seite könnte die Unterbewertung von Ethereum im Vergleich zu Silber eine potenzielle Einstiegschance darstellen, insbesondere wenn sich die Marktbedingungen stabilisieren. Historische Daten deuten darauf hin, dass solche Extremwerte oft von einer Trendwende gefolgt werden, was für langfristige Anleger von Interesse sein könnte.

Insgesamt ist die Lage am Kryptomarkt angespannt, und Anleger sollten sich der Risiken bewusst sein, während sie gleichzeitig die Möglichkeit einer Erholung im Auge behalten.

Quellen: