Krypto-News: Quantenrisiko, Tokenisierung und neue Blockchain-Rekorde
Autor: Coinkurier Redaktion
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Kategorie: Nachrichten
Zusammenfassung: Die Blockchain-Branche entwickelt Lösungen für Quantenrisiken und tokenisierte Finanzinstrumente, während Solana, Sui und weitere Projekte die Nutzung digitaler Vermögenswerte beschleunigen.
Quantencomputer, tokenisierte Wertpapiere und programmierbares Sparen: Der Pressespiegel zeigt, wie rasant sich die Blockchain-Branche weiterentwickelt. Während Bitcoin auf die Bedrohung durch Quantenangriffe reagieren muss, treiben Solana, Sui, Clearpool und Brick Towers die Nutzung digitaler Vermögenswerte in Finanzwesen und Alltag voran.
Quantencomputer rücken näher an die Bitcoin-Kryptografie
Die Forschung zu Quantencomputern senkt laut finanzen.ch die geschätzten technischen Hürden für Angriffe auf die Kryptografie von Bitcoin. Gleichzeitig arbeiten Entwickler an Verfahren, mit denen das Netzwerk gegen künftige Quantencomputer geschützt werden soll.
Google Quantum AI berechnete zwei Quantenschaltkreise für das 256 Bit grosse Problem des diskreten Logarithmus auf elliptischen Kurven. Der erste benötigt weniger als 1'200 logische Qubits und 90 Millionen Toffoli-Gatter, der zweite weniger als 1'450 logische Qubits und 70 Millionen Toffoli-Gatter. Ausgeführt werden könnten sie laut Google auf einem supraleitenden Quantencomputer mit weniger als 500'000 physischen Qubits innerhalb weniger Minuten.
Die Schaltkreise wurden nicht veröffentlicht. Google ermöglicht jedoch eine Überprüfung der Schätzungen über einen Zero-Knowledge-Beweis, ohne Angriffsdetails preiszugeben. Die eigene Umstellung auf quantensichere Verfahren plant Google bis 2029.
Das Fachportal The Quantum Insider ordnet die Ergebnisse in eine Reihe von drei Studien ein. Im Mai 2025 senkte Google-Forscher Craig Gidney die Schätzung für einen Angriff auf RSA-2048 von rund 20 Millionen auf unter eine Million physische Qubits. Im Februar 2026 kam Iceberg Quantum mit einer neuen Architektur auf weniger als 100'000 Qubits für dieselbe Aufgabe.
Für Bitcoin ist besonders relevant, dass die verbleibende Rechenarbeit nach Bekanntwerden eines öffentlichen Schlüssels etwa neun Minuten dauern soll. Bei einer durchschnittlichen Bitcoin-Blockzeit von zehn Minuten bezifferte Google unter idealisierten Bedingungen die Wahrscheinlichkeit, dass ein vorbereiteter Quantencomputer einen privaten Schlüssel vor der Bestätigung einer Transaktion ableitet, auf rund 41 Prozent.
Das Bitcoin Policy Institute verweist zugleich auf eine Studie von Forschern von Caltech, Oratomic und der University of California in Berkeley. Demnach sei ein Angriff mit 10'000 bis 26'000 spezialisierten Qubits theoretisch möglich. Beide Studien stünden nicht im Widerspruch, da die eine die Software und die andere die Hardwareeffizienz verbessere.
Eine akute Gefahr sieht das Bitcoin Policy Institute dennoch nicht. Die leistungsfähigsten heutigen Quantencomputer besitzen nur wenige tausend Qubits, während Googles Chip Willow 105 Qubits aufweist.
Als wichtiger Vorsorgeansatz gilt Bitcoin Improvement Proposal 360. BIP-360 sieht einen neuen Adresstyp vor, bei dem der kryptografische Schlüssel auch beim Ausgeben von Guthaben nicht sichtbar wird. Ein Testnetz startete im März mit mehr als 50 Minern, über 100'000 verarbeiteten Blöcken und Beiträgen von mehr als 100 Kryptografen.
Die US-Standardisierungsbehörde National Institute of Standards and Technology veröffentlichte im August 2024 drei Standards für quantensichere Verfahren: FIPS 203 zur Schlüsseleinrichtung sowie FIPS 204 und FIPS 205 für digitale Signaturen. Nach dem Übergangsplan NIST IR 8547 sollen quantenanfällige Algorithmen bis 2035 aus den Standards der Behörde entfernt werden, bei Systemen mit hohem Risiko früher.
Nach Angaben von StarkWare wurde im August die erste quantensichere Bitcoin-Transaktion im Hauptnetz bestätigt. Ihre Erstellung erforderte rund 3'100 GPU-Stunden und kostete etwa 320 US-Dollar. Nach einer Woche lag die Schätzung in einem offenen Wettbewerb bei rund 67 US-Dollar, einem Rückgang um fast 80 Prozent.
Die 67 US-Dollar sind laut StarkWare eine Schätzung unter festgelegten Hardwareannahmen und kein Preis. Das Verfahren ist nicht standardkonform, muss direkt an einen Miner gesendet werden und schützt nur Coins, deren öffentlicher Schlüssel noch nicht offengelegt wurde.
In einer von BeInCrypto dokumentierten Expertenrunde warnte der Quantencomputing-Dozent Stefano Gogioso vor einer Fixierung auf ein bestimmtes Datum. Daniela Herrmann berichtete, die Prognosen für nutzbare Quantencomputer seien von 30 Jahren im Jahr 2024 auf drei bis zehn Jahre im Jahr 2026 gesunken.
„Die grösste Schwachstelle ist das Vertrauen“, erklärte Stefano Gogioso laut BeInCrypto.
Gogioso verwies darauf, dass bereits die Bewegung eines Coins aus der Frühzeit von Bitcoin Panik auslösen könne, selbst wenn 75 Prozent der Coins geschützt seien. Bitcoin verfüge über keine Steuerungsstruktur, die eine Umstellung koordinieren könne.
Zusammenfassung: Google beziffert den Bedarf für einen Angriff auf unter 500'000 physische Qubits, während andere Studien theoretische Angriffe mit 10'000 bis 26'000 spezialisierten Qubits beschreiben. Schutzmaßnahmen wie BIP-360 und die quantensicheren NIST-Standards existieren, die technische und organisatorische Umstellung des dezentralen Netzwerks bleibt jedoch offen.
Unicredit testet tokenisierten Schuldschein für den Mittelstand
Die Unicredit hat erstmals einen tokenisierten Schuldschein arrangiert. Das berichtet DerTreasurer und nennt ein Münchner Immobilienunternehmen als Testfall.
Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Blockchain-Technologie über das Proof-of-Concept-Stadium hinaus für die Mittelstandsfinanzierung eingesetzt werden kann. Der Artikel beschreibt den Versuch als Verbindung von Blockchain und einem klassischen Finanzierungsinstrument.
Zusammenfassung: Unicredit erprobt einen tokenisierten Schuldschein mit einem Münchner Immobilienunternehmen. Der Test soll zeigen, ob sich die Technologie für die Mittelstandsfinanzierung etablieren kann.
Solana führt Standard für die Abwicklung tokenisierter Wertpapiere ein
Die Solana Foundation hat mit Solana DvP ein Open-Source-System für die Abwicklung tokenisierter Wertpapiere vorgestellt. Laut BTC-ECHO soll der Standard Finanzinstituten eine einheitliche Infrastruktur bieten; bei der Entwicklung floss auch die Erfahrung von J.P. Morgan mit institutionellen Settlement-Prozessen ein.
DvP steht für „Delivery versus Payment“. Das Verfahren stellt sicher, dass ein Vermögenswert nur übertragen wird, wenn gleichzeitig die dazugehörige Zahlung erfolgt. Dadurch soll verhindert werden, dass eine Partei Geld überweist, ohne die Wertpapiere zu erhalten.
Auf Solana sollen Wertpapier und Zahlung innerhalb derselben Transaktion den Besitzer wechseln. Solana DvP nutzt dafür isolierte Escrow-Strukturen und feste Fristen. Die finale Abwicklung soll innerhalb von Sekunden erfolgen, während traditionelle Verfahren häufig ein bis zwei Tage dauern.
J.P. Morgan arrangierte bereits im Dezember 2025 eine 50 Millionen US-Dollar schwere Commercial-Paper-Emission von Galaxy Digital auf Solana. Auch dabei kam das Delivery-versus-Payment-Verfahren zum Einsatz. Solana DvP soll aus solchen individuell entwickelten Lösungen nun einen wiederverwendbaren Standard machen.
Der neue Standard fällt in eine Phase starken Wachstums des Marktes für tokenisierte Vermögenswerte auf Solana. Noch Ende Februar lag deren Wert bei 1,7 Milliarden US-Dollar. Zwei Monate später waren es bereits mehr als 2,5 Milliarden US-Dollar, im August stieg der Wert erstmals auf über 4 Milliarden US-Dollar.
Zusammenfassung: Solana DvP soll die gleichzeitige Übertragung von Zahlung und tokenisiertem Wertpapier standardisieren. Die Abwicklung soll innerhalb von Sekunden erfolgen; der Wert tokenisierter Vermögenswerte auf Solana stieg laut BTC-ECHO von 1,7 Milliarden US-Dollar auf über 4 Milliarden US-Dollar.
Sui meldet 40.614.180 Transaktionen pro Sekunde
Sui Tunnels haben in einem Live-Hochlasttest 40.614.180 Transaktionen pro Sekunde verarbeitet, die auf dem Sui-Mainnet final abgerechnet wurden. Die Angaben stammen aus einer Mitteilung von Yellow.com beziehungsweise Chainwire vom 7. Oktober 2026.
Damit übertraf Sui das eigene Ziel von 20 Millionen TPS deutlich. Der bisherige Rekord von über 6 Millionen TPS vom 4. Juli wurde ebenfalls übertroffen. Der Test fand auf der Summit Stage der jährlichen Sui-Basecamp-Konferenz statt, die parallel zur Token2049 in Singapur abgehalten wurde.
Sui Tunnels wurden erstmals während des rekordträchtigen Livestreams am 4. Juli 2026 vorgestellt. Sie ähneln laut Quelle Offchain-Zahlungskanälen des Lightning Network und werden beim Schließen auf dem Sui-Mainnet final abgerechnet.
Jeder geschlossene Tunnel ist gegenseitig mitunterzeichnet und on-chain unabhängig verifizierbar. Anders als Lightning-Kanäle sind Sui Tunnels programmierbar und können daher auch für andere Anwendungsfälle als Zahlungen eingesetzt werden.
Während des Tests eröffneten Nutzer und KI-Agenten mehr als 10.000 Tunnels in unterschiedlichen Kategorien. Genannt werden Chat, Games und Payments. Die Vorgänge liefen gasfrei und Offchain ab.
Der Test wurde von Adeniyi Abiodun, Chief Product Officer und Mitgründer von Mysten Labs, durchgeführt. CertiK fungierte als unabhängiger Auditor und soll die Beweise, Ausführungs-Logs, Journale und weitere Nachweise prüfen. Ein Bericht soll in den kommenden Tagen veröffentlicht werden.
„In einer Agentenökonomie muss Sui nicht jede Interaktion selbst ausführen. Sui muss die Vertrauensschicht für alle Interaktionen sein“, sagte Adeniyi Abiodun laut Yellow.com.
Bei 40 Millionen TPS würden Onchain-Gebühren den Handel zwischen Agenten laut Quelle untragbar machen. Tunnels benötigen lediglich zwei Transaktionen: eine zum Öffnen und eine zum Schließen. Dadurch sollen die laufenden Kosten nahezu auf Null sinken, während Privatsphäre und Offline-Fähigkeit erhalten bleiben.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Gemessene Leistung | 40.614.180 TPS |
| Eigenes Ziel | 20 Millionen TPS |
| Bisheriger Rekord | 6.086.766 TPS |
| Geöffnete Tunnels während des Tests | mehr als 10.000 |
Zusammenfassung: Sui meldet 40.614.180 TPS über Sui Tunnels und übertrifft damit das eigene Ziel von 20 Millionen TPS sowie den bisherigen Rekord von 6.086.766 TPS. Die Technologie soll besonders für KI-Agenten und Machine-Commerce hohe Leistung mit nachträglicher Verifizierbarkeit verbinden.
Clearpool migriert auf den XRP Ledger
Das Kreditprotokoll Clearpool bereitet seine Expansion auf den XRP Ledger vor. Nach Angaben der Börse Express stimmten 97,16 Prozent der Governance-Teilnehmer für den Schritt.
Im Zuge der Migration soll das bisher auf Ethereum basierende Token CPOOL im Verhältnis von 1:1 in ein neues CLEAR-Token überführt werden. Das neue Token soll auf dem XRP Ledger beheimatet sein. Die Migration ist für das vierte Quartal 2026 vorgesehen und derzeit noch nicht aktiv.
Die Entscheidung steht im Zusammenhang mit weiteren Entwicklungen rund um institutionelle Token-Infrastruktur. Ripple erweiterte seine Verwahrsoftware Ripple Custody in der Version 1.43 um Funktionen für Multi-Purpose Tokens direkt in der Benutzeroberfläche.
Administratoren können dort Token erstellen, vernichten und übertragen. Außerdem lassen sich Halter autorisieren sowie Kontrollen zum Einfrieren von Vermögenswerten verwalten.
In Brasilien nutzt die Marktinfrastruktur CSD BR den XRP Ledger in einer ersten Phase als zusätzliche Abwicklungs- und Prüfebene für Finanzanlagen. Den Auftakt bilden Anteile an Investmentfonds der Bank BTG Pactual, die als Multi-Purpose Tokens auf der Blockchain abgebildet werden. Die offiziellen Systeme für Registrierung, Verwahrung und Abrechnung verbleiben weiterhin vollständig bei CSD BR.
Der XRP-Token notiert laut Börse Express bei 1,50 USD und liegt damit 5,1 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 1,43 USD. Seit Jahresanfang verzeichnet XRP ein Minus von 18 Prozent.
Die Aktivierung des Regelwerks PermissionDelegationV1_1, das die Übertragung bestimmter Befugnisse ohne Weitergabe privater Signaturschlüssel ermöglichen soll, hatte sich zuletzt verzögert. Als neuer Termin wurde der 8. Oktober genannt.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Zustimmung zur Migration | 97,16 Prozent |
| Umtauschverhältnis CPOOL zu CLEAR | 1:1 |
| Geplanter Zeitraum | viertes Quartal 2026 |
| XRP-Kurs | 1,50 USD |
| 50-Tage-Durchschnitt | 1,43 USD |
| Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt | 5,1 Prozent |
| Entwicklung seit Jahresanfang | Minus von 18 Prozent |
| Anvisierter Termin für PermissionDelegationV1_1 | 8. Oktober |
Zusammenfassung: Clearpool plant für das vierte Quartal 2026 den Wechsel vom Ethereum-Token CPOOL zum XRP-Ledger-Token CLEAR im Verhältnis 1:1. Das Governance-Votum erhielt 97,16 Prozent Zustimmung, während XRP laut Börse Express bei 1,50 USD notiert.
Brick Towers will langfristiges Sparen programmierbar machen
Das Schweizer Fintech Brick Towers will mit der App urble das langfristige Sparen neu organisieren. Die Informationen stammen aus einer Pressemitteilung der Brick Towers AG, veröffentlicht über Presseportal am 7. Oktober 2026.
Bitcoin, Stablecoins und Blockchain bilden die technologische Grundlage. Im Mittelpunkt steht laut Unternehmen jedoch nicht die Krypto-Spekulation, sondern eine Sparplattform, bei der die Kontrolle über das Vermögen beim Sparer bleibt.
Vier Finanz- und Technologieexperten gründeten Brick Towers: Christian Dick, Ralph Hofacker, Sergey Kisel und Imants Firsts. Die Blockchain soll im Hintergrund bleiben und im Kern Aufgaben digitaler, transparenter und kontrollierter organisieren, die Banken seit Jahrzehnten übernehmen.
Bei urble legt der Nutzer zunächst ein persönliches Sparziel fest. Genannt werden der Kauf eines Eigenheims, eine Weltreise, die Ausbildung der Kinder oder ein früherer Ruhestand. Ein Assistent entwickelt daraus einen Sparplan, der anschließend weitgehend automatisch läuft.
„Der Bausparvertrag war der Smart Contract der Wirtschaftswundergeneration“, sagt Ralph Hofacker laut Presseportal.
Die aktuelle Version von urble ist seit wenigen Monaten verfügbar. Mehrere hundert Menschen haben die App heruntergeladen, und das Sparvolumen liegt nach wenigen Wochen im sechsstelligen Frankenbereich.
Mehr als die Hälfte der Sparpläne ist für eine andere Person angelegt. Familie und Freunde können per Einladung direkt auf ein gemeinsames Ziel einzahlen und live verfolgen, wie es näher rückt.
Brick Towers spricht von „programmierbarem Sparen“. Die Regeln eines Sparplans sollen nicht nur in Vertragsunterlagen stehen, sondern technisch ausführbar sein. Dazu gehören die Fragen, wer einzahlt, für wen gespart wird, bis wann das Ziel erreicht werden soll, in welche Anlage investiert wird und unter welchen Bedingungen der Sparplan läuft.
Ein Sparziel für ein Kind kann beispielsweise auf einen bestimmten Zeitpunkt ausgerichtet werden. Andere Sparpläne können an ein Datum, einen Zielbetrag oder eine bestimmte Anlage gekoppelt werden.
Das Gründerteam kommt aus dem Schweizer Finanzsektor und war zuvor bei Leonteq tätig. Dort arbeiteten die Beteiligten an einer Plattform für Spar- und Vorsorgelösungen mit mehr als 60.000 Policen und über einer Milliarde Franken verwaltetem Vermögen.
Christian Dick forschte an der Universität St. Gallen zur Tokenisierung. Ralph Hofacker beriet sieben Jahre lang bei d-fine Banken und Versicherer. Sergey Kisel leitete bei Leonteq das IT-Team des Geschäftsbereichs und entwickelt Blockchain-Infrastruktur beim US-Unternehmen Digital Asset. Imants Firsts bringt mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Architektur und Absicherung komplexer Softwaresysteme mit.
Brick Towers arbeitete nach eigenen Angaben unter anderem an Staking-Infrastruktur, kooperierte beim Aufbau eines Staking-Dienstes mit Google und gewann mehrere Hackathons im Ökosystem der Midnight Foundation. 2024 bestand das Unternehmen für einen Teil des Staking-Geschäfts ein SOC-2-Audit Typ II.
Das Unternehmen erzielt Einnahmen aus Gebühren für den Zugang zu digitalen Vermögenswerten, beteiligt sich an daraus erzielten Erträgen und bietet Staking- sowie Beratungsleistungen an. Den Wachstumstreiber sieht Brick Towers in der Skalierbarkeit des Geschäftsmodells.
„Eine klassische Bank skaliert mit Personal, wir skalieren mit Code“, sagt Ralph Hofacker laut Presseportal.
Bei urble liegen die digitalen Vermögenswerte in einer vom Nutzer kontrollierten Wallet. Brick Towers kann laut Mitteilung nicht eigenmächtig darüber verfügen. Wiederherstellungsoptionen, Mehrfachsignaturen und weitere Sicherheitsmechanismen sollen das Risiko eines Zugangsverlusts reduzieren.
Mit einer größeren Finanzierungsrunde im Rücken richtet Brick Towers den Blick auf die regulatorische Erschließung des europäischen Marktes und die Beantragung einer MiCA-Lizenz. Für alternative Verwahrmodelle bereitet das Unternehmen zudem den Anschluss an eine Schweizer Selbstregulierungsorganisation vor.
Das aktuelle Angebot konzentriert sich auf Bitcoin und den Schweizer Franken-Stablecoin ZCHF. Brick Towers bezeichnet Bitcoin als „modernes Gold“ und will die Kryptowährung in eine klassische Sparlogik aus Einzahlen, Halten und langfristigem Vermögensaufbau einbetten. ZCHF wird als digitale Variante einer stabilitätsorientierten Sparanlage beschrieben.
Zusammenfassung: Brick Towers entwickelt mit urble eine App für automatisiertes, zielgebundenes Sparen. Mehrere hundert Menschen haben die App heruntergeladen, mehr als die Hälfte der Sparpläne ist für eine andere Person angelegt, und das Angebot konzentriert sich derzeit auf Bitcoin und ZCHF.
Einschätzung der Redaktion
Die Quantencomputer-Debatte ist vor allem ein strategischer Weckruf: Noch besteht keine akute Bedrohung, doch die Sicherheitsmarge schrumpft schneller als die langwierigen Entscheidungsprozesse eines dezentralen Netzwerks. Entscheidend wird daher nicht der genaue Zeitpunkt eines möglichen Angriffs sein, sondern ob Bitcoin rechtzeitig einen glaubwürdigen und breiten Übergang zu quantensicheren Verfahren organisiert. Jede Verzögerung erhöht das Risiko eines Vertrauensschocks.
Kernaussage: Die technische Gefahr ist heute begrenzt, die organisatorische Herausforderung beginnt jedoch jetzt.
Einschätzung der Redaktion
Der tokenisierte Schuldschein ist weniger wegen des einzelnen Testfalls bedeutsam als wegen seiner Nähe zum etablierten Finanzgeschäft. Der entscheidende Prüfstein wird sein, ob Tokenisierung dauerhaft Kosten, Abwicklungszeiten oder Zugangsbarrieren senkt. Ohne klaren wirtschaftlichen Vorteil bleibt sie ein technologisch interessantes Pilotprojekt statt einer tragfähigen Alternative für den Mittelstand.
Kernaussage: Der Praxistest muss nun zeigen, ob Blockchain im Finanzierungsgeschäft einen messbaren Mehrwert liefert.
Einschätzung der Redaktion
Ein standardisiertes DvP-Verfahren kann für institutionelle Märkte wichtiger sein als reine Transaktionsgeschwindigkeit. Wenn Zahlung und Wertpapierübertragung tatsächlich zuverlässig, rechtssicher und interoperabel zusammengeführt werden, entsteht eine belastbare Grundlage für skalierbare tokenisierte Finanzprodukte. Die größte Hürde bleibt jedoch die Einbindung bestehender Marktinfrastrukturen und regulatorischer Prozesse.
Kernaussage: Der Standardisierungsansatz ist relevanter als der Geschwindigkeitsvorteil allein.
Einschätzung der Redaktion
Die gemeldete Leistung ist beeindruckend, beweist aber noch keine breite Alltagstauglichkeit. Für die Bewertung zählen vor allem unabhängige Prüfungen, Stabilität unter realen Bedingungen und der konkrete Nutzen programmierbarer Tunnels. Gelingt dieser Nachweis, könnte Sui insbesondere bei häufigen Interaktionen zwischen Software- und KI-Agenten eine überzeugende Infrastruktur anbieten.
Kernaussage: Der Test ist ein starkes Signal für Skalierbarkeit, aber noch kein Beleg für massentaugliche Nutzung.
Einschätzung der Redaktion
Die Migration zeigt, dass institutionelle Kreditprotokolle ihre technologische Basis zunehmend nach Infrastruktur- und Anwendungsanforderungen auswählen. Für Clearpool kann der Schritt neue institutionelle Anbindungen ermöglichen, zugleich entstehen Übergangs-, Liquiditäts- und Governance-Risiken. Der Erfolg wird davon abhängen, ob der XRP Ledger dauerhaft mehr Effizienz und regulatorische Anschlussfähigkeit bietet als die bisherige Umgebung.
Kernaussage: Der Wechsel ist strategisch nachvollziehbar, muss sich aber erst durch reale Nutzung und Marktliquidität bewähren.
Einschätzung der Redaktion
Programmierbares Sparen könnte einen echten Fortschritt darstellen, wenn die technische Komplexität für Nutzer unsichtbar bleibt und Risiken transparent erklärt werden. Besonders überzeugend ist die Verbindung gemeinsamer Sparziele mit automatisierten Regeln. Gleichzeitig darf die Selbstverwahrung nicht als reine Komfortfunktion erscheinen: Für langfristiges Sparen sind Verlustschutz, Regulierung und verständliche Risikohinweise entscheidend.
Kernaussage: Das Konzept besitzt gesellschaftliches Potenzial, sofern Benutzerfreundlichkeit und Verbraucherschutz mit der Technologie Schritt halten.
Quellen:
- Bitcoin: Wie gefährlich werden Quantencomputer für die Blockchain?
- Blockchain trifft Schuldschein: Unicredit testet neue Mittelstandsfinanzierung
- Solana und J.P. Morgen: Wie dieser Standard das Zahlungsrisiko beseitigt
- Sui stellt Rekord für höchste verifizierte Blockchain-Durchsatzleistung auf: 40 Millionen Transaktionen pro Sekunde
- XRP: Clearpool migriert auf XRP Ledger
- Brick Towers - Das Sparen wird programmierbar