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    Krypto-News: Riot, Kaspa und tokenisierte Realwerte im Fokus

    KI-generiert
    25.10.2026 58 mal gelesen 2 KommentareGoogle-News
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    Der Kryptomarkt steht vor mehreren richtungsweisenden Entwicklungen: Riot Platforms gerät unter Druck, Israel prüft Krypto als möglichen Ausweg aus Sanktionsrisiken, Kaspa verändert seine Mining-Ökonomie und tokenisierte reale Vermögenswerte wachsen stark.
    Bei Riot Platforms senkte Piper Sandler das Kursziel von 25 auf 19 US-Dollar. Die Einstufung „Overweight“ bleibt bestehen, obwohl die Aktie in einem schwachen Markt 2,7 Prozent verlor. Am 4. November 2026 stehen die Quartalszahlen an.
    Israel erwägt laut Berichten Kryptowährungen als alternatives Wirtschaftssystem, falls internationale Sanktionen den Zugang zu Banken erschweren. Kritiker warnen jedoch vor einer zunehmenden Isolation und erheblichen Risiken für den Bankensektor und den Außenhandel.
    Auch bei Kaspa steht am 4. November eine wichtige Änderung an: Die Blockbelohnung sinkt um 5,6 Prozent von rund 2,06 auf 1,94 KAS. Betroffen sind vor allem die Einnahmen der Miner, während das Proof-of-Work-BlockDAG weiterhin etwa zehn Blöcke pro Sekunde verarbeitet.
    Tokenisierte reale Vermögenswerte erreichen laut Auswertung der 50 größten RWA-Token 70,32 Milliarden US-Dollar. Darunter fallen Kreditforderungen, Geldmarkt- und Anleihefonds, Gold sowie Infrastruktur-Token. Der Trend zeigt die wachsende Verbindung zwischen Krypto und klassischen Finanzmärkten, macht aber Emittentenrisiko, Rechtsstruktur und Liquidität besonders wichtig.

    Der Kryptomarkt steht vor mehreren richtungsweisenden Entwicklungen: Während Piper Sandler das Kursziel für Riot Platforms senkt, aber an „Overweight“ festhält, prüft Israel Kryptowährungen als möglichen Ausweg aus Sanktionsrisiken. Zugleich verändert Kaspa seine Mining-Ökonomie, und tokenisierte reale Vermögenswerte erreichen eine Marktkapitalisierung von mehr als 70 Milliarden Dollar. Der Pressespiegel zeigt, wie eng Unternehmensbewertungen, Geopolitik, Blockchain-Technologie und die Tokenisierung traditioneller Anlagen inzwischen miteinander verbunden sind.

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    Riot Platforms: Piper Sandler senkt Kursziel, Overweight-Einstufung bleibt bestehen

    Die Riot Platforms-Aktie verlor laut Finanztrends am Vortag 2,7 Prozent in einem schwachen Marktumfeld. Steigende Ölpreise, der Ausverkauf bei Technologiewerten und die Belastung des Kryptomarktes drückten demnach auf die Risikobereitschaft der Anleger.

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    Piper Sandler reduzierte das Kursziel für Riot Platforms von 25 $ auf 19 $. Die Einstufung „Overweight“ blieb jedoch unverändert bestehen, sodass die niedrigere Zielmarke laut Quelle nicht mit einer Herabstufung des Anlageurteils verbunden wurde.

    AngabeWert
    Tagesveränderung der Aktie-2,7%
    Bisheriges Kursziel von Piper Sandler25 $
    Neues Kursziel von Piper Sandler19 $
    AnalysteneinstufungOverweight
    Termin der Quartalskonferenz4. November
    Beginn der Telefonkonferenz8 Uhr EST

    Riot Platforms kündigte außerdem eine Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen des dritten Quartals 2026 für den 4. November an. Zusätzlich wurde die Verwahrbeziehung für digitale Vermögenswerte neu geordnet: Eine Pflichtmitteilung dokumentiert die Änderung der Vereinbarung mit BitGo Bank & Trust am 14. Oktober und den Wechsel von NYDIG Trust zu BitGo.

    „Das niedrigere Kursziel steht für eine zurückgenommene Bewertungserwartung. Die unveränderte Einstufung spricht dagegen weiterhin für eine grundsätzlich positive Einschätzung.“

    Zusammenfassung: Riot Platforms geriet in einem schwachen Markt unter Druck. Piper Sandler senkte das Kursziel von 25 $ auf 19 $, beließ die Aktie aber bei „Overweight“; der nächste wichtige Unternehmenstermin ist die Quartalskonferenz am 4. November.

    Israel: Netanjahu erwägt Krypto zur Umgehung möglicher Sanktionen

    Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu erwägt laut BTC-ECHO den Einsatz von Kryptowährungen, um mögliche Banksanktionen und Einschränkungen internationaler Finanzbeziehungen zu umgehen. Gegenüber dem israelischen Sender Channel 10 bestätigte Netanjahu demnach Pläne für ein alternatives Wirtschaftssystem zur Sicherung der heimischen Wirtschaftsströme.

    Auf die Frage, ob er damit tatsächlich Krypto meine, soll Netanjahu mit „Sehr richtig“ geantwortet haben. Hintergrund sind koordinierte Schritte von zwölf Staaten unter britischer Führung, die Sanktionen gegen Siedlungsaktivitäten im Westjordanland vorsehen und möglicherweise auch Finanzdienstleister treffen könnten.

    Experten befürchten laut Quelle, dass ausländische Institute ihre Korrespondenzbank-Beziehungen beenden könnten. Dies würde den israelischen Außenhandel und die Verbindung zu den internationalen Finanzmärkten belasten.

    Yair Avidan, ehemaliger Leiter der Bankenaufsicht bei der Bank of Israel, warnte vor einer „existenzielle Gefahr“ für den Bankensektor. Oppositionsführer Yair Lapid erklärte demnach, ein Rückgriff auf Kryptowährungen könne Israel in die Isolation treiben.

    BTC-ECHO stellt einen Vergleich zu anderen sanktionierten Staaten her. Russland nutze westlichen Handelsrestriktionen zufolge bereits seit Jahren Krypto-Börsen und Stablecoins; Experten hätten ein an den Sanktionen vorbeigeschleustes Volumen von rund 350 Milliarden US-Dollar identifiziert.

    AspektAngabe
    An der Sanktionsinitiative beteiligte Staatenzwölf Staaten
    Identifiziertes Volumen bei russischen Krypto-Umgehungsgeschäftenrund 350 Milliarden US-Dollar
    Genannte Staaten als Haupttreiber staatlicher Krypto-UmgehungsgeschäfteRussland, Iran und Nordkorea

    Zusammenfassung: Netanjahu erwägt Krypto als alternatives Wirtschaftssystem gegen mögliche Banksanktionen. Die israelische Zentralbank, ein früherer Bankenaufseher und die Opposition warnen vor Risiken für den Bankensektor und die internationalen Finanzbeziehungen.

    Kaspa: Blockbelohnung sinkt am 4. November 2026

    CryptoTicker berichtet, dass Kaspa als Proof-of-Work-BlockDAG rund zehn Blöcke je Sekunde verarbeitet. Am 4. November 2026 sinkt die Belohnung je Block von 2,060 auf 1,945 KAS.

    Kaspa unterscheidet sich von einer klassischen Blockchain dadurch, dass mehrere Blöcke gleichzeitig entstehen können. Das Verfahren GHOSTDAG ordnet die Blöcke anschließend in eine verbindliche Reihenfolge ein, anstatt überzählige Blöcke vollständig zu verwerfen.

    AngabeWert
    Belohnung je Block vor der Anpassung2,06017223 KAS
    Belohnung je Block nach der Anpassung1,94454365 KAS
    Zeitpunkt der Anpassung4. November 2026, 13:54 UTC
    Rückgang der Belohnung5,6 Prozent
    Maximale Menge28.704.035.605 KAS
    Im Umlauf befindliche Menge27.774.126.762 KAS
    Anteil der Umlaufmenge96,76 Prozent
    Kurs am Sonntagmorgen0,0361 US-Dollar und 0,0322 Euro
    Rang unter allen Kryptowährungen75

    Die Quelle beschreibt die Anpassung als Teil einer monatlichen Emissionssenkung. Für Halter ändere sich dadurch nichts an ihren Wallets; betroffen seien vor allem die Einnahmen der Miner. Bei gleichbleibendem Stromverbrauch sinken deren Einnahmen laut CryptoTicker um 5,6 Prozent.

    Kaspa arbeitet ausschließlich mit Mining und nicht mit Staking. Die neuen KAS entstehen als Blockbelohnung, wobei das Netzwerk dafür ASICs nutzt, die auf kHeavyHash spezialisiert sind.

    Das Netzwerk erhielt mit Crescendo eine Protokolländerung, durch die sich der Takt von einem Block je Sekunde auf rund zehn Blöcke je Sekunde erhöhte. Toccata brachte anschließend Covenants auf die erste Schicht und eine Vorrichtung zum Prüfen kryptografischer Beweise.

    Beim Handel gegen Euro führen Kraken und Bitvavo laut Quelle jeweils ein KAS-Euro-Paar. Coinbase führt kein KAS-Paar, während Bitget und MEXC KAS gegen USDT handeln. CryptoTicker verweist zudem auf eine begrenzte Markttiefe und nennt Limit-Orders als Möglichkeit, um die Auswirkungen größerer Orders zu reduzieren.

    HandelsplatzAngabe
    KrakenKAS gegen Euro, Status online
    BitvavoKAS gegen Euro
    CoinbaseKein KAS-Paar
    Bitget und MEXCKAS gegen USDT
    Kraken: kleinste Order120 KAS
    Kraken: Mindestbetrag45 Cent
    Bitvavo: Mindestorder5 Euro oder 154,96 KAS

    Zusammenfassung: Kaspa senkt am 4. November 2026 die Blockbelohnung von 2,06017223 auf 1,94454365 KAS. Das Proof-of-Work-BlockDAG verarbeitet rund zehn Blöcke je Sekunde, während 96,76 Prozent der maximalen Menge bereits im Umlauf sind.

    Real World Assets: 70,3 Milliarden Dollar in fünfzig Token

    Bei den sogenannten Real World Assets, kurz RWA, handelt es sich laut CryptoTicker um reale Vermögenswerte, deren Eigentum oder Anspruch auf einer Blockchain abgebildet wird. Dazu zählen unter anderem Staatsanleihen, Geldmarktfonds, Unternehmenskredite, Gold und Immobilien.

    Eine Auszählung der fünfzig nach Marktkapitalisierung größten RWA-Token vom 23. Oktober 2026 ergab eine Summe von 70,32 Milliarden Dollar. CryptoTicker weist jedoch darauf hin, dass die Kategorie unterschiedliche Arten von Token zusammenfasst.

    AngabeWert
    Marktkapitalisierung der fünfzig größten RWA-Token70,32 Milliarden Dollar
    Figure Heloc26,03 Milliarden Dollar
    Infrastruktur-Token23,32 Milliarden Dollar
    Anteil der Infrastruktur-Token33,2 Prozent
    RWA-Protokolle187
    Hinterlegtes Kapital der RWA-Protokolle4,10 Milliarden Dollar

    Der größte einzelne Posten ist Figure Heloc mit 26,03 Milliarden Dollar. Dahinter stehen tokenisierte Kreditforderungen, vor allem HELOC-Kredite und Unternehmenskredite aus dem US-Markt, die auf der Provenance Blockchain geführt werden.

    Weitere 23,32 Milliarden Dollar beziehungsweise 33,2 Prozent der Kategorie entfallen auf Netzwerk- und Plattform-Token. Genannt werden Chainlink mit 9,20 Milliarden, Stellar mit 6,19 Milliarden, Quant mit 2,68 Milliarden und Ondo mit 2,09 Milliarden sowie Algorand, Injective und XDC Network.

    Die Quelle unterscheidet diese Infrastruktur-Token von Token, die tatsächlich einen realen Vermögenswert abbilden. Ein Geldmarktfonds-Token hängt demnach vom Zinssatz und vom Wert seiner Papiere ab, während ein Plattform-Token stärker vom Kryptomarkt beeinflusst wird.

    Tokenisierte Fonds und Gold-Token

    Tokenisierte Geldmarkt- und Anleihefonds bilden laut CryptoTicker die wirtschaftlich wichtigste Gruppe. Acht Token dieser Kategorie kommen zusammen auf 11,01 Milliarden Dollar.

    Genannt werden unter anderem Produkte von BlackRock, Invesco, Janus Henderson und Spiko. Zwei der acht Posten sind auf Euro ausgerichtet und in der Europäischen Union aufgesetzt; die beiden Spiko-Fonds kommen zusammen auf 2,29 Milliarden Dollar.

    Gold-Token erreichen in der Auszählung 5,36 Milliarden Dollar. Davon entfallen 3,23 Milliarden auf Tether Gold, 1,77 Milliarden auf PAX Gold und 0,35 Milliarden auf Kinesis Gold.

    RWA-GruppeWert
    Geldmarkt- und Anleihefonds11,01 Milliarden Dollar
    Euro-ausgerichtete Spiko-Fonds2,29 Milliarden Dollar
    Gold-Token insgesamt5,36 Milliarden Dollar
    Tether Gold3,23 Milliarden Dollar
    PAX Gold1,77 Milliarden Dollar
    Kinesis Gold0,35 Milliarden Dollar

    Bei RWA-Token besteht laut Quelle stets ein Emittentenrisiko. Der Token stellt einen Anspruch auf einen realen Vermögenswert dar, wobei die Ausgestaltung des Anspruchs, die Verwahrung und die Rücknahmebedingungen entscheidend sind.

    Für Deutschland verweist CryptoTicker auf das Gesetz über elektronische Wertpapiere. Ein Kryptowertpapier ist demnach ein elektronisches Wertpapier, das in ein Kryptowertpapierregister eingetragen ist. Die registerführende Stelle kann durch den Emittenten ohne Zustimmung des Inhabers gewechselt werden, sofern die Emissionsbedingungen nichts anderes vorsehen.

    „Ein RWA-Token ist eine Forderung, und eine Forderung ist nur so gut wie der Schuldner.“

    Zusammenfassung: Die RWA-Kategorie umfasst laut Auszählung 70,32 Milliarden Dollar, setzt sich aber aus tokenisierten Vermögenswerten und Infrastruktur-Token zusammen. Ein einzelnes US-Kreditprodukt macht 26,03 Milliarden Dollar aus, während Geldmarkt-, Anleihe- und Gold-Token zusammen einen eigenständigen Teil der Kategorie bilden.

    Einschätzung der Redaktion

    Die Entwicklungen zeigen, dass der Kryptomarkt zunehmend von klassischen Finanzierungs-, Verwahrungs- und Regulierungsfragen geprägt wird. Für Anleger steigt damit die Bedeutung von Emittentenqualität, Rechtsstruktur, Liquidität und operativer Stabilität gegenüber rein technischen Versprechen.

    Besonders relevant ist die wachsende Verzahnung mit traditionellen Finanzmärkten: Sie kann die Akzeptanz digitaler Vermögenswerte erhöhen, verstärkt zugleich aber die Abhängigkeit von Banken, politischen Entscheidungen und makroökonomischen Risiken. Bei Bitcoin-Mining-Unternehmen und Proof-of-Work-Netzwerken bleibt zudem die Kostenstruktur der entscheidende Belastungstest.

    Zusammenfassung: Der wichtigste Trend ist die Professionalisierung des Kryptosektors bei gleichzeitig steigender Abhängigkeit von Regulierung, Finanzierung, Verwahrung und realen Geschäftsmodellen.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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    Spannend finde ich vor allem die unterschiedliche Qualität der genannten Zahlen. 70 Milliarden Dollar bei RWAs klingt erstmal gigantisch, aber wenn mehr als 23 Milliarden davon Infrastruktur-Token sind, werden da offenbar ziemlich verschiedene Dinge in einen Topf geworfen. Ein Chainlink- oder Stellar-Token ist eben nicht dasselbe wie ein Anteil an einem Geldmarktfonds oder ein Anspruch auf Gold. Für Anleger ist diese Unterscheidung meiner Meinung nach entscheidend, sonst vergleicht man am Ende Äpfel mit Blockchain-Knoten.

    Bei Riot sehe ich den üblichen Spagat zwischen langfristigem Optimismus und kurzfristig sinkenden Erwartungen. Kursziel von 25 auf 19 Dollar zu senken und trotzdem Overweight zu bleiben, wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich, ist es aber nicht unbedingt. Wenn der gesamte Markt schwächelt und gleichzeitig Stromkosten, Bitcoinpreis und Finanzierung eine Rolle spielen, kann eine Firma operativ interessant bleiben, ohne dass der faire Wert kurzfristig unverändert bleibt. Die Quartalszahlen am 4. November dürften deshalb mehr sagen als das Etikett eines Analystenhauses.

    Kaspa finde ich technisch durchaus interessant, allerdings sollte man die sinkende Blockbelohnung nicht einfach als Nebensache abtun. 5,6 Prozent weniger Einnahmen bei gleichbleibenden Kosten kann für Miner schon einen Unterschied machen, vor allem wenn der Kurs nicht mitspielt. Andererseits ist eine planbare Emissionssenkung natürlich besser als irgendwelche spontanen Änderungen. Entscheidend wird sein, ob die höhere Geschwindigkeit und die technische Entwicklung tatsächlich mehr Nutzung bringen oder hauptsächlich in Krypto-Foren gefeiert werden.

    Der Israel-Abschnitt ist für mich der heikelste Punkt. Krypto als Ausweichsystem gegen Sanktionen klingt politisch markig, ersetzt aber nicht automatisch ein funktionierendes Bankensystem. Handel, Löhne, Steuern und internationale Abwicklung lassen sich nicht mal eben komplett über Wallets und Stablecoins organisieren. Außerdem verschwinden Sanktionen ja nicht dadurch, dass man die Zahlungswege digitalisiert. Im Zweifel werden Börsen, Emittenten und Gegenparteien noch genauer kontrolliert. Die Warnungen aus dem eigenen Bankensektor sollte man daher ernst nehmen und nicht als technikfeindliche Panik abtun.

    Bei tokenisierten Fonds und Gold sehe ich dagegen einen echten praktischen Nutzen, wenn Verwahrung, Rechtsanspruch und Rücknahme sauber geregelt sind. Genau da liegt aber auch der Haken: Der Token selbst ist nicht automatisch der Vermögenswert. Wenn der Emittent Probleme bekommt oder die Rücknahmebedingungen schwammig sind, hilft die modernste Blockchain wenig. Der Satz, dass eine Forderung nur so gut wie der Schuldner ist, trifft es ziemlich gut.

    Insgesamt wirkt der Markt tatsächlich erwachsener, aber dadurch auch komplizierter. Früher ging es oft nur um Kursfantasie und technische Schlagworte, heute muss man zusätzlich auf Verwahrer, Register, Liquidität, Stromkosten und politische Risiken schauen. Das ist zwar weniger glamourös, aber wahrscheinlich genau der Schritt, den der Kryptobereich machen muss, wenn daraus mehr als reine Spekulation werden soll.
    Die Verwahrungsänderung von NYDIG zu BitGo bei Riot find ich auch interresant, weil sowas schnell übersehen wird obwohl gerade bei digitalen Vermögenswerten die Verwahrung ja nicht nur papierkram ist sondern im Ernstfall richtig wichtig werden kann.

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