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US-Inflationsdaten setzen Bitcoin, Ethereum und den gesamten Kryptomarkt unter Druck, während Milliarden an gehebelten Positionen liquidiert werden. Gleichzeitig sorgt eine geplante deutsche Steueränderung ab 2027 für Handlungsbedarf bei Anlegern – und Ethereum-Gründer Vitalik Buterin erklärt, warum das Rennen um schnellere ZK-Technologie bereits entschieden sein könnte.
Krypto unter Druck: Inflation schürt neue Zinssorgen
Die US-Inflationsdaten haben am Donnerstag den Kryptomarkt belastet. Bitcoin fiel laut Wallstreet Online um 2,95 Prozent auf 80.993 US-Dollar und damit unter die Marke von 81.000 US-Dollar. Ethereum gab mit einem Minus von 5,8 Prozent auf 2.360 US-Dollar nahezu doppelt so stark nach.
Auch andere Kryptowährungen gerieten unter Verkaufsdruck. XRP verlor 4,91 Prozent auf 1,30 US-Dollar, während Zcash um 12,22 Prozent auf 1.100 US-Dollar sank. Unter den 100 größten Kryptowährungen notierten laut Wallstreet Online bis auf den Pyth-Token alle im Minus.
Die Marktbewegung führte innerhalb von 24 Stunden zu umfangreichen Zwangsliquidationen gehebelter Positionen. Nach Daten von CoinGlass wurden Positionen im Wert von 942 Millionen US-Dollar geschlossen, davon entfielen 863 Millionen US-Dollar auf Long-Positionen.
Bei Bitcoin und Ethereum summierten sich die Liquidationen auf 483 Millionen US-Dollar. Ethereum-Positionen im Wert von 286 Millionen US-Dollar wurden aufgelöst, bei Bitcoin waren es 197 Millionen US-Dollar.
Als Auslöser nennt Wallstreet Online die am Mittwoch veröffentlichten US-Inflationsdaten. Die Verbraucherpreise stiegen im September gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent, nachdem der Anstieg im August 0,4 Prozent betragen hatte. Die jährliche Inflationsrate erhöhte sich von 3,4 auf 3,7 Prozent und lag damit über den Erwartungen von 3,6 Prozent.
Besonders stark stiegen die Benzinpreise. Sie legten im September um 9,1 Prozent zu und waren für mehr als die Hälfte des monatlichen Anstiegs der Verbraucherpreise verantwortlich.
Die Daten verstärkten die Erwartungen an eine weitere Zinserhöhung der US-Notenbank. Der Leitzins lag laut Wallstreet Online nach der Anhebung im September in einer Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent. Die am Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der nächsten Fed-Sitzung am 27. und 28. Oktober stieg demnach von 22 auf zeitweise 49 Prozent.
„Solange die Teuerung hartnäckig bleibt und die Zinssorgen nicht abklingen, dürften Bitcoin und andere Kryptowährungen als zinslose und schwankungsanfällige Anlagen tendenziell unter Druck stehen.“
Zusammenfassung: Quelle: Wallstreet Online. Bitcoin fiel auf 80.993 US-Dollar, Ethereum auf 2.360 US-Dollar. Die Inflationsrate stieg auf 3,7 Prozent, während gehebelte Krypto-Positionen im Wert von 942 Millionen US-Dollar liquidiert wurden.
Finanzen.net: Bitcoin testet zentrale Unterstützungsmarken
Auch Finanzen.net berichtet von kräftigen Verlusten bei Bitcoin und Altcoins nach den US-Inflationsdaten. Bitcoin gab demnach um über drei Prozent auf 80.740 US-Dollar nach und unterschritt damit die Marke von 81.000 US-Dollar, die zuletzt als Unterstützung gegolten habe.
Ethereum verlor knapp sechs Prozent auf 2.354 US-Dollar. XRP sank um 4,64 Prozent auf 1,30 US-Dollar, während Solana um 4,83 Prozent auf 101,92 US-Dollar nachgab.
Finanzen.net führt die Kursverluste auf die Erwartung einer möglicherweise restriktiveren Geldpolitik zurück. Unverzinste Anlageklassen wie Bitcoin und andere Kryptowährungen würden dadurch an Attraktivität verlieren, wenn der Markt mit steigenden Zinsen rechnet.
Neben den Kryptowährungen standen laut Finanzen.net auch kapitalintensive Tech- und KI-Unternehmen unter Druck. Höhere Zinsen erhöhen den Abzinsungsfaktor für künftige Gewinne und können dadurch die Bewertung solcher Unternehmen belasten. Besonders Techwerte in Asien gaben kräftig nach.
Die Einschätzungen zum weiteren Bitcoin-Kurs gehen auseinander. Paul Howard von Wincent erwartet kurzfristig eine Handelsspanne von 80.000 bis 88.000 US-Dollar. Sollte Bitcoin unter 80.000 US-Dollar fallen, sei nach seiner Einschätzung der Weg in Richtung 75.000 US-Dollar offen.
Matt Mena von 21Shares sieht dagegen einen großen Teil des Abwärtsrisikos bereits eingepreist. Nachdem Bitcoin die Marke von 85.000 US-Dollar verloren und die Unterstützungszone zwischen 81.000 und 82.000 US-Dollar getestet habe, hält er einen Anstieg in Richtung 85.000 bis 90.000 US-Dollar für wahrscheinlicher.
Für die kommenden Wochen richtet sich der Blick laut Finanzen.net auf die nächste Sitzung der US-Notenbank Ende Oktober. Zusätzlich sollen der PCE-Preisindex und die Arbeitsmarktdaten Hinweise auf den weiteren Zinspfad liefern. Eine nachhaltige Trendwende am Kryptomarkt sei demnach erst zu erwarten, wenn neue Daten eine Entspannung bei der Inflation und sinkende Zinserwartungen signalisieren.
Zusammenfassung: Quelle: Finanzen.net. Bitcoin fiel auf 80.740 US-Dollar, Ethereum auf 2.354 US-Dollar und Solana auf 101,92 US-Dollar. Experten nannten für Bitcoin mögliche Spannen von 80.000 bis 88.000 US-Dollar sowie Kursziele zwischen 75.000 und 90.000 US-Dollar.
Deutschland: Geplante Steueränderung für Kryptogewinne ab 2027
Nach einem Bericht von n-tv.de soll die bisherige Steuerfreiheit für Kryptogewinne nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr ab 2027 entfallen. Einem Gesetzentwurf des Bundesfinanzministeriums zufolge sollen Gewinne aus Kryptogeschäften künftig unabhängig von der Haltedauer grundsätzlich versteuert werden.
Vorgesehen seien 25 Prozent Abgeltungsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Für Token, die bis zum 31. Dezember 2026 angeschafft wurden, soll jedoch ein Bestandsschutz gelten.
Werden diese alten Token nach Ablauf der einjährigen Spekulationsfrist mit Gewinn verkauft, soll der Verkauf auch künftig steuerfrei bleiben. n-tv.de berichtet, dass Anleger deshalb zwischen Alt- und Neubeständen unterscheiden sollten.
Der Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine empfiehlt laut n-tv.de, gesonderte Wallets für vor dem Jahreswechsel angeschaffte Kryptowerte und für danach gekaufte Kryptowerte zu führen. Außerdem sollten Anschaffungszeitpunkt, Anschaffungskosten, Wallet-Transfers und Transaktionsketten lückenlos dokumentiert werden.
Fehlen die erforderlichen Informationen, soll das Finanzamt die Hälfte der Einnahmen aus der Veräußerung als Bemessungsgrundlage zur Besteuerung heranziehen dürfen. Die Dokumentation soll daher nachvollziehbar festhalten, welche steuerliche Behandlung für die jeweiligen Bestände gilt.
Bislang gelten Kauf und Verkauf von Kryptowährungen in Deutschland als private Veräußerungsgeschäfte. Sie bleiben steuerfrei, wenn zwischen Anschaffung und Veräußerung mehr als ein Jahr liegt. Bei einem Verkauf innerhalb dieser Frist gilt eine Freigrenze von 1000 Euro pro Jahr für Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften.
Zu den privaten Veräußerungsgeschäften zählen laut n-tv.de beispielsweise auch Gewinne aus dem Verkauf von Edelmetallen, Schmuck oder nicht selbst genutzten Immobilien. Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften desselben Jahres können mit entsprechenden Gewinnen verrechnet werden. Wird die Freigrenze auch nur um einen Euro überschritten, muss der Gewinn vollständig versteuert werden.
Zusammenfassung: Quelle: n-tv.de. Ab 2027 sollen Kryptogewinne unabhängig von der Haltedauer grundsätzlich besteuert werden. Für bis 31. Dezember 2026 angeschaffte Token ist ein Bestandsschutz vorgesehen; die geplante Steuer beträgt 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.
Ethereum: Vitalik Buterin sieht Rennen um ZK-Geschwindigkeit entschieden
Yahoo Finanzen Deutschland führt eine Meldung mit dem Titel „Vitalik sagt: Das Rennen um die ZK-Geschwindigkeit ist entschieden, was das für Ethereum bedeutet“. Der vorliegende Quelltext enthält jedoch keine verwertbaren weiteren Angaben zum Inhalt dieser Meldung.
Zusammenfassung: Quelle: Yahoo Finanzen Deutschland. Aus dem vorliegenden Inhalt lässt sich lediglich der Meldungstitel übernehmen.
Einschätzung der Redaktion
Die Entwicklung unterstreicht, dass Kryptowährungen weiterhin stark von der globalen Zins- und Liquiditätslage abhängig sind. Besonders die hohen Liquidationen zeigen, wie schnell gehebelte Positionen Kursbewegungen verstärken können. Kurzfristig bleibt daher das Rückschlagrisiko erheblich; eine nachhaltige Erholung dürfte vor allem von glaubwürdigen Signalen für nachlassenden Inflations- und Zinsdruck abhängen.
Zusammenfassung: Der entscheidende Belastungsfaktor ist weniger die einzelne Kursbewegung als das Zusammenspiel aus restriktiver Geldpolitik, hoher Bewertungssensibilität und übermäßiger Hebelwirkung.
Einschätzung der Redaktion
Die geplante steuerliche Neuregelung wäre ein grundlegender Einschnitt für langfristige Kryptoanleger in Deutschland. Der Bestandsschutz begrenzt zwar die rückwirkende Belastung, erhöht aber zugleich die Bedeutung einer lückenlosen Trennung und Dokumentation alter und neuer Bestände. Für Anleger würde Steuerplanung damit zu einem festen Bestandteil des Risikomanagements.
Zusammenfassung: Die praktische Relevanz liegt vor allem in der Nachweisführung und der künftig geringeren Attraktivität langfristiger steuerfreier Kryptoanlagen.
Einschätzung der Redaktion
Die Aussage zum technologischen Wettbewerb bei Zero-Knowledge-Systemen deutet auf eine mögliche Verschiebung des Ethereum-Wettbewerbs hin: Entscheidend wäre künftig weniger ein offenes Rennen um reine Geschwindigkeit als die Fähigkeit, Skalierung, Sicherheit, Kosten und Entwicklerökosystem dauerhaft zu verbinden. Ohne belastbare Zusatzinformationen lässt sich die Tragweite dieser Einschätzung jedoch nicht abschließend bewerten.
Zusammenfassung: Die mögliche strategische Bedeutung ist hoch, die konkrete Bewertung bleibt mangels überprüfbarer Details offen.
Quellen:
- Zinssorgen lassen Ethereum doppelt so stark abstürzen wie Bitcoin
- Zinsschock für Krypto: Warum die US-Inflation Bitcoin, Ethereum & Co. jetzt so hart trifft
- Bitcoin, Ethereum und Co: Kryptogewinne: Steuerfreiheit soll ab 2027 enden
- Vitalik sagt: Das Rennen um die ZK-Geschwindigkeit ist entschieden, was das für Ethereum bedeutet
- Ethereum-Kursanalyse: Drohen Inflationsdaten die Bullenrallye zu beenden?
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