Kryptograph hackt Datei, findet Bitcoin (BTC)-Schatz wieder!

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Der Kryptograph Mike Stay hat einen ausführlichen Bericht darüber veröffentlicht, wie es ihm gelang, eine verschlüsselte ZIP-Datei zu knacken und dadurch Bitcoin (BTC) im Wert von 300.000 US-Dollar wiederzufinden.

Immer wieder gehen Bitcoins (BTC) verloren, weil ihre Besitzer nicht mehr an ihre Private Keys herankommen. Weil die Schaffung neuer Coins stetig abnimmt und in 120 Jahren ganz aufhören wird, ist BTC auf lange Sicht deflationär.

Kryptograph stellt Bitcoin-Schatz wieder her

Ein russischer Bitcoin-Investor hatte mit seinem Digitalgeld Glück im Unglück. Er hatte Anfang 2016 BTC gekauft, deren Wert sich inzwischen auf rund 300.000 US-Dollar vervielfacht hatte. Dummerweise steckten die Private Keys in einer verschlüsselten ZIP-Datei, deren Passwort er vergessen hatte.

Der Kryptograph Mike Stay, der sich bereits vor über 20 Jahren mit ähnlichen Problemen beschäftigt hatte, konnte weiterhelfen. Auf seinem Blog berichtete ausführlich, wie es ihm gelang, an die Coins heranzukommen:

“Zum Glück hatte er [der Auftraggeber] noch den ursprünglichen Laptop und wusste genau, wann die Verschlüsselung stattfand. Da InfoZip seine Entropie mit Hilfe des Zeitstempels sät, versprach dies eine enorme Arbeitserleichterung – “nur” 10 Trillionen[mögliche Schlüssel] – und machte es in einer mittleren GPU-Farm innerhalb weniger Monate durchaus machbar. Wir schlossen einen Vertrag ab, und ich machte mich an die Arbeit.”

Letzten Endes habe er es dann aber sogar innerhalb weniger Tage geschafft. Dabei ist es wichtig zu erwähnen, dass Stay nicht etwa Bitcoin selbst hackte, sondern eben nur die besagte ZIP-Datei. Es ist und bleibt bis heute auch mit den besten Supercomputern unmöglich, einen Private Key von einer Public Adress ausgehend zu errechnen.

Bitcoin (BTC) gibt Dir die Kontrolle, aber auch die Verantwortung

Stays Geschichte ist nicht nur für Code-Knacker interessant. Sie macht auch auf einen wichtigen Aspekt der Krypto-Welt aufmerksam: Mit den Private Keys hat man die völlige Kontrolle über die eigenen Coins, aber man ist eben auch völlig dafür verantwortlich, sie nicht zu verlieren.

Bitcoin an sich hat keinen Kundenservice. Es ist nicht wie bei einer Bank, wo man nach dem Verlust seiner EC-Karte einfach eine neue bekommen kann. Sind die Private Keys weg, hat man auch seine BTC unwiederbringlich verloren. Wer sich diese Verantwortung nicht zutraut, kann aber natürlich auch seine Coins bei einer Exchange oder einem anderen Dienst parken, der die Private Keys für einen verwaltet. Für Krypto-Puristen ist das natürlich ein Frevel, aber es ist eben nicht jeder dazu geschaffen, seine eigene Bank zu sein.

Hast Du schon einmal verloren geglaubte Bitcoins wiedergefunden? Schreib es uns in die Kommentarspalte!

© Bild via Crypto360, Flickr.comLizenz

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