Kryptowährungen – das kleine 1×1 für Erstanleger

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Pixabay.com © mohamed_hassan CCO Public Domain

Kryptowährungen haben die Aussicht, sich in Zukunft langfristig als global anerkannte Zahlungsmittel zu etablieren. Aber auch ohne die Etablierung sind sie relevant. Wer jetzt in Kryptowährungen investiert, kann groß profitieren.

Der Höhenflug der Kryptowährungen und speziell des Bitcoin im Jahre 2017 hat die digitalen Zahlungsmittel einem großen Publikum schmackhaft gemacht. Zwar sind die Kursschwankungen enorm, wer aber langfristig investiert, hat die Aussicht, als großer Profiteur aus der Geldanlage hervorzugehen. Denn sollten sich die Kryptowährungen als Zahlungsmittel global etablieren, dann wird das, was heute einige Hunderte Euro wert ist, später wohl Zehntausende, Hunderttausende oder noch mehr wert sein. Wir geben Erstanlegern in den folgenden Absätzen alles Wichtige zur Geldanlage in Kryptowährungen mit auf den Weg.

Sicherheit geht vor!

In puncto Sicherheit lassen sich viele Maßnahmen ergreifen. Beginnen wir bei den grundlegendsten Aspekten, indem wir uns vor Augen führen, dass man als Anleger im Internet aktiv ist. Internet bedeutet: Netzwerk mit anderen Teilnehmern. In einem solchen Netzwerk sind Virenangriffe und Datendiebstahl möglich. In Anbetracht dessen, dass Du Dein Geld transferierst, solltest Du bei der Sicherheit nicht sparen. Tatsache ist schließlich, dass Malware im Laufe der Zeit nicht schlechter oder weniger werden. Genauso, wie sich das Internet entwickelt, entwickeln sich die Schadprogramme und Maschen der Betrüger.

Antivirus als Basis

Es existieren verschiedene Arten von Viren. Besonders schwerwiegend sind die Trojaner, die auf dem Rechner landen und daraufhin unbemerkt bleiben. Sie spionieren den Nutzer aus und lesen Daten. Diese Daten können Passwörter, Bankverbindungen, Gesundheitsdaten und weitere sensible personenbezogene Angaben sein. Weitere Informationen zu verschiedenen Typen von Viren sowie wichtigen Schutzmaßnahmen bietet die Polizeiliche Kriminalprävention.

Der einzig richtige Weg führt in solchen Fällen über ein Antivirusprogramm. Es lohnt sich, für eine Jahreslizenz einen Beitrag zu zahlen. In Relation zu dem Nutzen sind die kostenpflichtigen Antivirenprogramme als preiswert und besser als die Freeware einzustufen. Antivirenprogramme, die in Tests gut abschneiden, sind u.a.:

  • Norton
  • Bitdefender
  • Avira
  • Avast
  • Kaspersky

VPN für die Anonymität

Bei der VPN-Verbindung besteht vermutlich der größte Nachholbedarf, weil sie der breiten Masse der Bevölkerung nicht so bekannt ist wie eine Antivirus-Software. Die VPN-Verbindung wird über einen Anbieter gegen monatliche Gebühren gekauft. Wer über VPN surft, surft über ein Virtuelles Privates Netzwerk; also anonym im Netz. Diese Anonymität verschafft Vorteile an vielerlei Stellen. Aufgrund des Wechsels der IP-Adresse durch den Anbieter ist es nämlich nicht mehr möglich, Dir die Aktivitäten im Internet zuzuordnen. Somit bist Du nicht nur sicher vor Datendiebstahl, sondern auch vor den neugierigen Augen und Ohren des Staates.

Speziell in Bezug auf den Handel oder das Geldanlegen in Kryptowährungen bedeutet es, dass sich deine Geldtransfers für den Kauf von Währungseinheiten nicht nachverfolgen lassen. Außerdem kann niemand bei Überweisungen Deine Bankdaten abgreifen. Solltest Du ohne VPN ein öffentliches oder Dein eigenes WLAN nutzen, könnte sich ein in der Nähe befindlicher Profi in Dein Endgerät hacken und bei Überweisungen die Bankdaten auslesen. Durch VPN profitierst du also bei den Überweisungen zum Erwerb von Kryptowährungen und bei deinen sonstigen Aktivitäten im Internet.

Kleiner Tipp am Rande: Wenn Du eine VPN-Verbindung eines Anbieters aus den USA nutzt, dann hast Du sogar die Möglichkeit, über diese Verbindung Inhalte bei Netflix und auf anderen Websites zu sehen, die in Deutschland gesperrt sind.

Verschlüsselte Dateien als Abrundung des Sicherheitspakets

Wenn Du es besonders genau nimmst – was natürlich gerade bei größeren Investments begrüßenswert ist – dann speicherst Du Deine Passwörter nur noch in verschlüsselten Dateien. Dazu verhelfen Dir Tools wie 7-Zip und KeePass. Du kannst all Deine Passwörter von den Krypto-Investments sowie andere private Passwörter in eine Datei eintragen und diese mit einem Master-Passwort absichern. Dieses Master-Passwort musst Du Dir merken, sonst ist alles dahin. Verschlüsselte Dateien bilden das i-Tüpfelchen Deines Sicherheitspakets.

Für eine Anlagestrategie entscheiden

Langfristig oder kurzfristig – das ist hier die Frage.

Sobald die Sicherheit gewährleistet ist, geht es an die Wahl der Anlagestrategie. Es gibt einerseits die Option, Kryptowährungen zu kaufen und in der eigenen Wallet zu lagern. Andererseits besteht im Handel mit Derivaten eine Strategie, die riskanter ist.

Geldanlage in der Wallet: Langfristiger Horizont

Bei der Wallet handelt es sich um eine digitale Geldbörse. Diese ist notwendig, um die Coins zu halten. Im Gegensatz zu üblichen Währungen lassen sich Kryptowährungen nämlich nicht auf dem eigenen Bankkonto lagern. Einige renommierte Anbieter für Wallets sind:

  • Ledger
  • Exodus
  • Trezor
  • Wasabi
  • MyEtherWallet

Solltest du eine Wallet kaufen, dann achte darauf, ob sie sich für die jeweilige Kryptowährung eignet. MyEtherWallet beispielsweise ist auf die Kryptowährung Ethereum ausgelegt. Zudem musst du beim Kauf der Wallets Rücksicht darauf nehmen, ob es Hardware-, Browser- oder Desktop-Wallets sind.

Hast du eine Wallet, dann meldest Du Dich auf einem Handelsplatz für Kryptowährungen an und verbindest Deinen Account mit einem Bankkonto und der Wallet. Beim Kauf und Verkauf werden die Geld- und Kryptoeinheiten transferiert.

Wenn Du Kryptowährungen kaufst, dann ist es sinnvoll, langfristig zu investieren. Es ist empfohlen, dass Du die einzelnen Kryptowährungen und die Philosophien dahinter genau recherchierst. Achte zudem auf die Nachrichten und die Zielsetzungen hinter jeder Kryptowährung. Investiere schließlich in bis zu drei Kryptowährungen – mehrere verschiedene, um das Risiko zu streuen – denen Du für die Zukunft guten Gewissens ein großes Potential zusprechen kannst.

Investition in Derivate: Riskanteres Trading

Auf das Trading mit Derivaten gehen wir in unserer Kategorie über das Trading ein. Bei Derivaten kannst Du sowohl auf einen Kursverfall als auch auf einen Anstieg der Kurse setzen. Die investierten Geldbeträge lassen sich zudem hebeln. Es geht beim Trading darum, durch Chartanalysen in kurzen Zeiträumen Handel zu vollziehen. Dies birgt die Chance auf hohe Gewinne, aber auch hohe Verluste – beides je nach Vorgehen in einem Zeitraum von sogar wenigen Stunden. Solltest Du das Trading zur Geldanlage erwägen, empfehlen wir Dir, Dich zuerst umfassend in Sachen Chartanalyse – wichtiges Stichwort: Trendsurfing – zu informieren. Erstanlegern wird eher zu einer langfristigen Geldanlage geraten, wie im vorigen Abschnitt beschrieben.

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