Kuba will Bitcoin für Zahlungen anerkennen und regulieren

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Berichten zufolge prüft die kubanische Regierung die Anerkennung und Regulierung von Kryptowährungen für den Zahlungsverkehr.

Die kubanische Regierung erklärte am Donnerstag, dass sie Kryptowährungen für Zahlungen auf der Insel anerkennen und regulieren wird. In einem im Amtsblatt veröffentlichten Beschluss heißt es, dass die Zentralbank Regeln für solche Währungen aufstellen und festlegen wird, wie Anbieter von entsprechenden Dienstleistungen in Kuba lizenziert werden.

Bereits im Mai dieses Jahres arbeitete Kubas Präsident Miguel Díaz Canel mit anderen Behörden des Landes zusammen und prüfte mögliche Wege zur Einführung von Kryptowährungen, um die finanziellen Turbulenzen zu überwinden, die sich nach dem COVID-19 verschärft hatten.

In der Entschließung heißt es, dass die Zentralbank die Verwendung von Kryptowährungen “aus Gründen des sozioökonomischen Interesses” genehmigen kann, wobei der Staat jedoch sicherstellt, dass ihre Geschäfte kontrolliert werden. Es wird auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Operationen keine illegalen Aktivitäten beinhalten dürfen.

Kubas Wirtschaft leidet seit Jahren, aber es hat einen weiteren Schlag erlitten, als die Regierung des ehemaligen US-Präsidenten Trump neue Sanktionen verhängte und die Verwendung des Dollars lahmlegte. Eine aktuelle Schätzung einer hochrangigen kubanischen Ministeriumsmitarbeiterin, Johana Tabalada, stellte fest, dass diese Maßnahmen das Land rund 20 Milliarden Dollar gekostet haben.

Kuba ist nicht das erste Land, das begonnen hat, Kryptowährungen zu verwenden. Das zentralamerikanische Land El Salvador kündigte kürzlich an, die Verwendung der Kryptowährung Bitcoin anzuerkennen, um Überweisungen seiner im Ausland lebenden Bürger zu fördern. Es ist erwähnenswert, dass El Salvador das erste Land war, das Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel akzeptiert hat. Das Gesetz wird in weniger als zwei Wochen in Kraft treten.

Währenddessen versuchen manche Länder alles, um Kryptowährungen abzuschaffen. Chinas Zentralbank ist nicht bereit, ihre seit langem vertretene ablehnende Haltung gegenüber Kryptowährungen zu ändern. Yin Youping, stellvertretender Direktor des Financial Consumer Rights Protection Bureau, sagte kürzlich, dass digitale Vermögenswerte wie Bitcoin keine gesetzlichen Zahlungsmittel seien und keinen “tatsächlichen Wert” hätten.

 

Bild@ Pixabay / Lizenz

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