Kupfer als Alternative zu Bitcoin!

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In Sachen Inflationsabsicherung sieht Jeff Currie, globaler Leiter der Rohstoffforschung bei Goldman Sachs, Bitcoin eher als eine Alternative zu Kupfer, als zu Gold.

Die Inflation steigt fast weltweit, da sich die Weltwirtschaft noch lange nicht von den Auswirkungen der Covid-19-Krise erholt hat. Die Geldpolitik der Zentralbanken ist auf dem historisch gesehen lockersten Niveau aller Zeiten, da die Nachfrage das Angebot an vielen Fronten übersteigt.

Der beliebteste Inflationsindikator der US-Notenbank, der am Freitag veröffentlichte Kernindex für persönliche Konsumausgaben, stieg im April gegenüber dem Vorjahr um 3,1% und übertraf damit sogar noch die schlimmsten Erwartungen.

Inflationsabsicherungen sollen den Anleger vor einem Kaufkraftverlust seines Geldes, aufgrund steigender Preise schützen. – Gold und seit einigen Zeit nun auch Bitcoin, gelten als Absicherung gegen steigende Preise, wobei die Krypto-Bullen Bitcoin oft bereits als modernen Ersatz für Goldbarren hochhalten.

Der Goldpreis ist seit Anfang April um fast 200 US-Dollar gestiegen und hat ein Viermonatshoch erreicht, angetrieben durch einen schwächer werdenden US-Dollar und eine steigende Nachfrage, aufgrund steigender Inflationserwartungen.

Kryptowährungen sind währenddessen auf einer wilden Fahrt!

Allen voran Bitcoin, welches im Jahr 2021 bereits um über 135% gestiegen ist, aber in den vergangenen Wochen in der Spitze um etwas über 50% einbüßen musste.

Jeff Currie verkündete in einem aktuellen Interview mit CNBC, dass Anleger digitale Währungen nicht als Ersatz für Gold sehen sollten, wenn sie Inflationsabsicherungen betrachten. Er wies darauf hin, dass Bitcoin und Kupfer als Inflationsabsicherung in den Bewertungsbereich „Risikobereit“ fallen, wohingegen Gold als sicherer Hafen, als „risikofrei“ angesehen wird.

Ähnlich wie Bitcoin, befindet sich Kupfer seit März 2020 in einem Höhenflug, der seither über 140% Zuwachs verzeichnen konnte, bis auch hier im letzten Monat das Allzeithoch markiert wurde und der Preis erstmal drastisch korrigierte.

„Es gibt eine gute Inflation und es gibt eine schlechte Inflation. Eine gute Inflation ist, wenn die Nachfrage sie zieht, und das ist es was Bitcoin und Kupfer tun, was Öl tut“, sagte Currie.

„Gold sichert eine schlechte Inflation ab, bei der das Angebot eingeschränkt wird, das sich auf die Knappheit bei Chips, Wirtschaftsgütern und anderen Arten von Rohstoffen konzentriert. Und Sie möchten Gold als Absicherung hierfür verwenden“, fügte er hinzu.

In einer Mitteilung vom Montag schlug Goldman Sachs vor, dass Rohstoffe im Großen und Ganzen der beste Inflationsschutz für Anleger bleiben, die Schutz vor einem potenziellen Downtrend suchen.

In der Notiz stellte das Rohstoffforschungsteam von Currie fest, dass Aktien, da sie die zukünftigen Erwartungen für Gewinn und Wachstum einpreisen, eine gute Absicherung gegen die zu „erwartete Inflation“ darstellen. Sobald jedoch die Inflationserwartungen so unmittelbar bevorstehen, dass die Zentralbanken gezwungen sein könnten die Zinssätze zu erhöhen, seien Aktien nicht mehr so ​​nützlich, argumentierte sein Team.

„Rohstoffe sind Spot-Assets, die nicht von den zukünftigen Wachstumsraten, sondern von der Nachfrage im Verhältnis zum heutigen Angebot abhängen“, heißt es in der Mitteilung weiter. „Dadurch sichern sie eine kurzfristige unerwartete Inflation ab, die entsteht, wenn die gesamtwirtschaftliche Nachfrage in den späten Phasen des Konjunkturzyklus, das Angebot übersteigt.“

Gut, das Bitcoin ein digitales Gut ist

….und keine Währung und somit auch in Deutschland nicht zu den Zahlungsmitteln gezählt wird, sondern zu den sogenannten Wirtschaftsgütern.

Bild@Pxhere / Lizenz

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