Bundesbank-Chef verteidigt Libra: Kryptowährungen könnten “durchaus attraktiv sein”

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Im Gegensatz zu vielen anderen Regulatoren weist Bundesbank-Präsident Jens Weidmann auf die Chancen von Libra und anderen Kryptowährungen hin. Diese müssten ihre Versprechen aber auch einhalten.

Libra, die geplante Digitalwährung von Facebook, wurde diese Woche ins Kreuzverhör genommen. Sowohl der Senat als auch das Repräsentantenhaus der USA hielten Anhörungen zu dem Projekt ab, nach denen manche Beobachter Libra bereits für gescheitert halten.

Kryptowährungen können auch attraktiv sein

Von einer eher unerwarteten Stelle kam nun allerdings Zuspruch. Jens Weidmann, aktueller Präsident der Bundesbank, äußerte sich am Donnerstag im Anschluss ein G7-Treffen von Finanzministern und Zentralbankern in Frankreich in Bezug auf Libra und andere Digitalwährungen folgendermaßen:

“Wenn sie halten, was sie versprechen, könnten sie für Endverbraucher durchaus attraktiv sein.”

Man solle Innovationen nicht von vornherein unterdrücken. Dem Handelsblatt zufolge unterstrich Weidmann seine Haltung mit einem Zitat des antiken chinesischen Philosophen Konfuzius hinzu: “Wer zur Quelle will, muss gegen den Strom schwimmen”. Gleichzeitig betonte der Zentralbanker, dass man beispielsweise in Bezug auf Geldwäsche-Vermeidung wachsam bleiben müsse.

Die Ankündigung von Libra im vergangenen Monat hat sehr unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Während manche US-Politiker den sofortigen Stopp des Projekts verlangten, nutzten CDU/CSU-Politker in Deutschland die Gelegenheit, um einen E-Euro als Alternative zu Libra zu fordern.

Glaubst Du, dass Zentralbanken und andere Regulierungsbehörden Libra stoppen werden? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via BankenverbandFlickr.comLizenz

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