„Lightning Torch“: Aktion auf Bitcoin (BTC)-Lightning Network geht um die Welt

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Wie lange wird es wohl noch dauern, bis die Lightning-Fackel schließlich erlischt? | © Andreas Fink, creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5/deed.de, keine Änderungen vorgenommen
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Aktuell läuft auf Twitter die Aktion „LN Trust Chain“. Dabei reichen sich Nutzer über das Lightning Network (LN) einen stetig wachsenden Betrag in Bitcoin (BTC) weiter. Der bislang prominenteste Teilnehmer ist Twitter-CEO Jack Dorsey.

Am 19. Januar startete der Twitter-Nutzer „Hodlonaut“ ein Experiment: Er sendete einer Person, der er vertraute, 100.000 Satoshi (0,001 Bitcoin (BTC) im Wert von aktuell drei Euro) über Bitcoins Lightning Network (LN). Diese Person sollte 10.000 Satoshi hinzufügen und den Betrag an den nächsten Teilnehmer weiterschicken, usw.

Hodlonaut erklärte gegenüber Coindesk, er habe einfach Spaß mit dem LN und wollte das Netzwerk vielleicht etwas bekannter machen. Das Lightning Network soll Bitcoin skalierbar machen, indem es Transaktionen auf einer Ebene über der Blockchain verarbeitet (Second Layer).

LN Trust Chain ist ein voller Erfolg

Hodlonaut habe damit gerechnet, dass seine Aktion „vielleicht fünf oder sechs Sprünge machen und dann sterben würde, ohne dass es viele Leute bemerken“. Doch das Experiment wurde stattdessen ein voller Erfolg. Bislang gab es bereits über 150 Sprünge, wobei Twitter-Nutzer von überall auf der Welt teilnehmen. Es haben sich knapp drei Millionen Satoshi, umgerechnet gut 86 Euro, angesammelt.

Die Aktion ist inzwischen als „LN Trust Chain“ bekannt, da die Transaktion immer an eine Person weitergeleitet wird, welcher der vorherige Teilnehmer vertraut. Eine alternative Bezeichnung ist „Lightning Torch“, da das Konzept Ähnlichkeiten zu einem olympischen Fackellauf aufweist.

Inzwischen gibt es eine eigene Webseite, wo die neusten Fortschritte der Aktion beobachtet werden können. Der Endbetrag soll schließlich gespendet werden, wobei Hodlonaut Bitcoin Venezuela als Empfänger vorschlug.

Bereits zweimal schien die Kette abzureißen, weil Teilnehmer drohten, die BTC einfach zu behalten. In beiden Fällen suchte sich aber der jeweils vorherige Sender einen neuen Empfänger aus, und die Aktion konnte weitergehen.

Twitter-Chef Jack Dorsey springt auf den Zug auf

Nachdem bereits Krypto-Podcaster Antony Pompliano und Bitcoin-Evangelist Andreas Antonopoulos die Fackel weitergegeben hatten, erreichte sie in der Nacht zum Mittwoch schließlich Twitter-CEO Jack Dorsey.

Der Unternehmer sprach darauf der ältesten Kryptowährung seine Hochachtung aus: „Bitcoin ist widerstandsfähig. Bitcoin ist prinzipientreu. Bitcoin ist aus den Idealen des Internets geboren. Und es ist eine großartige Marke.“ Er erklärte außerdem, nur BTC und keine Altcoins zu besitzen.

Daraufhin ließ sich Dorsey von Krypto-Podcaster Stephan Livera dazu überreden, als Gast in dessen Show zu kommen. Lightning Labs-CEO Elizabeth Stark wollte ebenfalls teilnehmen und so entschied Dorsey, den Podcast mit ihr gemeinsam am Samstag aufzunehmen.

Der Twitter-Chef hatte vergangenes Jahr in Lightning Labs, die vielleicht bedeutendste Firma bei der Entwicklung des LN, investiert. Vielleicht auch deshalb entschied sich Dorsey, die Fackel an Stark weiterzugeben. Aktuell ist Blockstream-CTO Samson Mow an der Reihe, die Kette fortzuführen.

Würdest Du die „Fackel“ weiterleiten oder das Geld einfach behalten? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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