Liquid Network pausiert nach Millionen-Hack – Bitcoin-Markt unter Druck
Autor: Coinkurier Redaktion
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Kategorie: Nachrichten
Zusammenfassung: Das Liquid Network bleibt nach einem Hack mit 4.000 gestohlenen Bitcoin pausiert, während weltweit 135.694 Kryptomillionäre gezählt werden. Bitcoin gerät unter Druck, während alte Wallets Coins im Wert von über 40 Millionen US-Dollar bewegen.
Ein Millionen-Hack legt das Liquid Network weiter lahm, während weltweit immer mehr Kryptomillionäre gezählt werden. Zugleich geraten Bitcoin und andere digitale Vermögenswerte unter Marktdruck – und längst vergessene Wallets bewegen plötzlich Coins im Wert von mehr als 40 Millionen US-Dollar. Der Pressespiegel zeigt die wichtigsten Entwicklungen.
Liquid Network nach Millionen-Hack weiter pausiert
Unbekannte Angreifer haben die Bitcoin-Sidechain Liquid Network gehackt und rund 4.000 Bitcoin entwendet. Der Wert der gestohlenen Bitcoin belief sich zum Zeitpunkt des Vorfalls auf rund 320 Millionen US-Dollar, berichtet t3n.
Liquid Network wurde 2018 von Blockstream gestartet und ist an das Bitcoin-Netzwerk angebunden. Nutzer bringen Bitcoin im Verhältnis eins zu eins in das Netzwerk ein und erhalten dafür L-BTC, die nach einer Transaktion wieder in Bitcoin zurückgetauscht werden können.
Den Angriff soll ein Softwarefehler ermöglicht haben. Dadurch konnten die Angreifer ungedeckte L-BTC in Bitcoin umtauschen. Ein Patch zur Schließung der Sicherheitslücke lag laut dem Bericht bereits vor, war jedoch noch nicht in der aktuellen Softwareversion enthalten.
Nach Angaben von t3n gaben die Hacker rund 3.400 der 4.000 Bitcoin an die geplünderte Wallet von Liquid Network zurück. Die Angreifer bezeichneten sich selbst als White-Hat-Hacker und hatten die Rückgabe eines großen Teils der Beute für den Fall angeboten, dass Blockstream die Lücke schließt.
Auf der Wallet der Hacker befinden sich dem Bericht zufolge noch 598,5 Bitcoin im Wert von rund 47 Millionen Dollar. Blockstream stehe weiterhin in Gesprächen mit den Angreifern; die Kommunikation erfolge über die Blockchain.
Das Netzwerk ist weiterhin pausiert. Blockstream und weitere Partnerfirmen arbeiten an zusätzlichen Korrekturen und Sicherheitsverbesserungen, bevor ein sicherer Neustart der Sidechain geplant ist. Ob die verbliebenen Bitcoin ebenfalls zurückgegeben werden, ist laut t3n offen.
Zusammenfassung: Beim Liquid Network wurden 4.000 Bitcoin gestohlen, von denen 3.400 Bitcoin zurücküberwiesen wurden. 598,5 Bitcoin im Wert von rund 47 Millionen Dollar befinden sich dem Bericht zufolge weiterhin bei den Angreifern.
Weltweit 135.694 Kryptomillionäre
Weltweit gibt es 135.694 Personen, die digitale Vermögenswerte im Wert von mindestens einer Million US-Dollar halten. Das berichtet manager-magazin.de unter Berufung auf den „Crypto Wealth Report 2026“ des Beratungsunternehmens Henley & Partners.
Dem Bericht zufolge verfügen 290 Personen über Kryptovermögen im dreistelligen Millionenbereich. 23 Personen sollen Krypto-Assets im Wert von einer Milliarde Dollar oder mehr halten.
Die Zahlen sind Schätzungen, weil sich öffentlich sichtbare Wallets in den meisten Fällen keiner bestimmten Person zuordnen lassen. Außerdem können einzelne Personen mehrere Wallets besitzen, während andere Adressen Unternehmen zuzuordnen sind. Auch über Fonds gehaltene Kryptovermögen erschweren die persönliche Zuordnung.
Henley & Partners ermittelte die Daten zum Stichtag 31. August auf Basis weltweit sichtbarer Wallets. Für die Zahl der Kryptomilliardäre ergibt sich dabei eine mögliche Range von 17 bis 34, bei den einfachen Millionären liegt der statistische Korridor bei 132.000 bis 154.000.
Der gesamte Wert der verfügbaren Kryptoassets wird im Bericht mit 2,6 Milliarden Dollar angegeben. 60 Prozent davon entfallen allein auf Bitcoin. Unter den einfachen Kryptomillionären sind 68 Prozent Bitcoin-Halter; bei den Kryptomilliardären sinkt der Bitcoin-Anteil auf 40 Prozent.
Insgesamt halten laut Report rund 742 Millionen Menschen digitale Vermögenswerte. Als bekannte Kryptomilliardäre nennt der Bericht unter anderem Tyler und Cameron Winklevoss, Michael Saylor und Tim Draper.
Auch die internationale Standortkonkurrenz wird thematisiert. Das Ranking der kryptofreundlichsten Länder führt Singapur an, gefolgt von den Vereinigten Arabischen Emiraten, Hongkong, den USA, der Schweiz, Malta und Thailand. Deutschland taucht unter den Top 36 Ländern des Reports nicht auf.
„Krypto-Vermögen benötigt weder einen Tresor noch eine Bankfiliale. Deshalb konkurrieren Länder heute darum, den Eigentümer und nicht das Geld selbst zu beherbergen“, erklärt Henley-Manager Dominic Volek laut manager-magazin.de.
Zusammenfassung: Der Report schätzt die Zahl der Kryptomillionäre weltweit auf 135.694. 23 Personen sollen Krypto-Assets im Wert von einer Milliarde Dollar oder mehr besitzen; Bitcoin stellt 60 Prozent des gesamten Werts der verfügbaren Kryptoassets.
Bitcoin unter Druck – Risikobereitschaft schwindet
Die Risikobereitschaft an den Märkten steht laut ntv.de unter Druck. Angriffe der Huthi in Saudi-Arabien treiben dem Bericht zufolge die Rohölpreise in die Höhe und schwächen die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Konflikts.
Zusätzlichen Druck erzeugt die Einführung neuer Zölle auf US-Waren durch Kanada. Anleger reduzieren deshalb ihr Engagement in risikoreichen und volatilen Vermögenswerten wie Bitcoin.
Wie lange der Handel mit geringerem Risiko anhält, hängt laut ntv.de unter anderem von den Erwartungen hinsichtlich einer möglichen Zinserhöhung der US-Notenbank in der nächsten Woche ab.
| Vermögenswert | Kursbewegung | Kurs |
|---|---|---|
| Bitcoin | -1,1 Prozent | 78.337 US-Dollar |
| Ethereum | -1,0 Prozent | 2.472 Dollar |
| XRP | +0,1 Prozent | 1,40 Dollar |
Zusammenfassung: Bitcoin fiel laut ntv.de um 1,1 Prozent auf 78.337 US-Dollar. Ethereum gab um 1,0 Prozent auf 2.472 Dollar nach, während XRP um 0,1 Prozent auf 1,40 Dollar zulegte.
Alte Bitcoin-Wallets bewegen mehr als 40 Millionen US-Dollar
Mehrere seit Jahren inaktive Bitcoin-Wallets sind wieder aktiv geworden. Laut finanzen.net zeigen Auswertungen des Krypto-Analysehauses Galaxy Research, dass Bestände, die seit zehn Jahren oder länger gehalten werden, im laufenden Jahr so schnell verschoben werden wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen.
Besonders auffällig war der Zeitraum vom 16. bis 26. August. In diesen zehn Tagen wurden sechs historische Wallets aus den Jahren 2011, 2012 und 2014 aktiviert. Zusammen verschoben sie 553 Bitcoin im Gegenwert von mehr als 40 Millionen US-Dollar.
Den größten Einzelfall bildete eine Adresse, die seit August 2012 vollständig inaktiv gewesen war. Von dort wurden 212 Bitcoin im Wert von rund 13,66 Millionen US-Dollar bewegt. Der damalige Einstandspreis des frühen Investors lag bei 12 US-Dollar je Bitcoin; daraus ergab sich laut Bericht eine Rendite von etwa 550.000 Prozent.
Ein weiterer Transfer betraf 40 Bitcoin aus dem Mai 2012. Diese gingen bei der Handelsplattform Boerse Stuttgart Digital ein und brachten gegenüber dem ursprünglichen Einstand einen Gewinn von über 1,5 Millionen Prozent. Der Zufluss auf eine deutsche Handelsplattform deutet laut finanzen.net möglicherweise auf einen deutschen Bitcoin-Pionier hin.
Die verschobenen Coins flossen überwiegend zu professionellen Infrastruktur-Anbietern und kaum auf den freien Spot-Markt. Das spricht laut Bericht eher für Verwahrung oder eine Umstrukturierung als für einen Verkauf.
Als mögliche Auslöser nennt finanzen.net ein US-Gerichtsverfahren rund um sogenannte herrenlose Adressen sowie eine Sicherheitslücke bei Hardware-Wallets des Anbieters Coldcard. Zahlreiche Halter sollen ihre alten Bitcoin-Bestände daraufhin von der betroffenen Hardware auf sicherere, stärker regulierte Verwahrsysteme übertragen haben.
Für Anleger bedeuten die Bewegungen dem Bericht zufolge nicht automatisch zusätzlichen Verkaufsdruck. Entscheidend sei, ob die aktivierten Bitcoin in den kommenden Wochen tatsächlich an Börsen gelangen oder lediglich technisch und regulatorisch neu verwahrt werden.
- Sechs historische Wallets wurden vom 16. bis 26. August aktiviert.
- Die Wallets verschoben zusammen 553 Bitcoin.
- Die Bestände hatten einen Gegenwert von mehr als 40 Millionen US-Dollar.
- Die Coins flossen überwiegend zu professionellen Infrastruktur-Anbietern.
Zusammenfassung: Alte Bitcoin-Bestände werden derzeit in ungewöhnlichem Tempo bewegt. Die bisher beschriebenen Transfers deuten laut finanzen.net eher auf Verwahrung und Umstrukturierung als auf einen unmittelbaren Verkauf hin.
Einschätzung der Redaktion
Die Ereignisse zeigen, dass der Kryptomarkt gleichzeitig wächst, institutioneller wird und erhebliche strukturelle Risiken behält. Der Liquid-Hack unterstreicht, dass technische Sicherheitslücken und unzureichend umgesetzte Aktualisierungen das Vertrauen in zentrale Infrastruktur unmittelbar gefährden können.
Die wachsende Zahl vermögender Kryptoanleger bestätigt zwar die zunehmende Bedeutung digitaler Vermögenswerte, macht robuste Verwahrung, klare Regulierung und belastbare Governance jedoch umso wichtiger. Deutschland droht bei diesem Standortwettbewerb an Einfluss zu verlieren, wenn verlässliche Rahmenbedingungen und attraktive Bedingungen für Krypto-Unternehmen ausbleiben.
Der kurzfristige Druck auf Bitcoin dürfte vor allem die hohe Abhängigkeit von globaler Risiko- und Zinserwartung verdeutlichen. Bewegungen alter Wallets sollten dagegen nicht vorschnell als Verkaufssignal interpretiert werden; erst tatsächliche Zuflüsse auf Handelsplätze würden daraus einen relevanten Marktfaktor machen.
Infobox: Die zentrale Konsequenz ist ein wachsender Professionalisierungsdruck: Sicherheit, Regulierung und Verwahrung werden für die weitere Akzeptanz von Kryptowährungen entscheidender als reine Kursdynamik.
Quellen:
- Hacker stehlen Millionen und geben Großteil wieder zurück
- Reichtum: Weltweit gibt es mehr als 135.000 Kryptomillionäre
- Der Börsen-Tag: Bitcoin unter Druck - Risikobereitschaft schwindet
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