Malta, die Krypto-Festung im Mittelmeer verabschiedet Pro-Krypto-Gesetze

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Wie die Malteserritter das Christentum, so verteidigt das heutige Malta die Blockchain | © Stock-Graphics

Das maltesische Parlament verabschiedete drei neue Gesetze, mit denen positive Rahmenbedingungen für die Blockchain- und Kryptowährungsindustrie auf der Mittelmeerinsel ausgebaut werden sollen. Es handele sich um die weltweit ersten Gesetzte dieser Art. Premierminister Joseph Muscat verfolgt bereits seit Mai 2017 eine nationale Pro-Blockchain-Strategie.

Der Inselstaat Malta hat drei Gesetzte beschlossen, womit sie als weltweit erster Staat ein ausgefeiltes Regelwerk für die Blockchain- und Kryptowirschaft festlegen. Die Beschlüsse gingen durch die finale dritte Lesung im Parlament und sind nun rechtskräftig. Die Gesetze werden in der Branche sehr positiv aufgenommen. Denn es handelt sich nicht um erdrückende Regulierungen, wie sorgenvoll befürchtet wurde, sondern um die Schaffung von Rechtssicherheit für ICOs und Krypto-Börsen. Auch wurde eine Behörde für digitale Innovation eingerichtet.

Der sozialdemokratische Regierungschef Joseph Muscat war bereits in der Vergangenheit Blockchain-freundlich aufgetreten. Er verfolgt bereits seit Mai 2017 eine nationale Blockchain-Agenda. Malta müsse der Vorreiter sein, und in der Hinsicht anderen Staaten zum Vorbild dienen, so Muscat. Die maltesische Börse (MSE) war der Regierung noch voraus und gründete bereits im November 2016 ein Blockchain-Kommitee.

Historische Parallelen

Im 16. Jahrhundert waren die Ritter des Malteserordens überall im östlichen Mittelmeerraum bekämpft und vertrieben worden. Nur die kleine Insel südlich von Italien, die dem Orden seinen Namen gibt, war ihnen als Zuflucht verblieben. Im Jahre 1565 kam es schließlich zur entscheidenden Schlacht gegen das Osmanische Reich. Malta siegte gegen die feindliche Übermacht, bewahrte seine Souveränität und leistete einen großen Beitrag, Europa von osmanischer Herrschaft frei zu halten.

Was soll diese kleine Geschichtsstunde ausdrücken? Ganz ähnlich wie vor knapp 500 Jahren ist Malta heute eine sichere Zufluchtsstätte, nicht mehr für Ritter, sondern für Krypto-Börsen und andere Blockchain-Unternehmen. Nachdem Binance, die aktuell größte Exchange von Regulatoren aus China und Japan vertrieben wurde, fand sie auf der Mittelmeerinsel einen sicheren Hafen.

Malta könnte erneut ein entscheidender Kampf bevorstehen. Wenn in Zukunft EU-Richtlinien bezüglich Blockchain in Kraft treten und maltesisches Recht zu überschreiben drohen sollten. Bis dahin wird die Blockchain-Insel von der Krypto-Wirtschaft profitieren und sich gegen drohende Einflussnahmen von außen wappnen müssen.

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