Malta-PM tritt vor UN als Krypto-Botschafter auf. Krypto sei „unvermeidliche Zukunft des Geldes”

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Maltesischer Premierminister Joseph Muscat spricht vor UN-Vollversammlung über Malta als "Blockchain-Insel". | © Vereinte Nationen

Der maltesische Premierminister Joseph Muscat hielt eine Rede vor den Vereinten Nationen und erklärte der Welt die Zukunft der Blockchain. Dabei nannte er Kryptowährungen „die unvermeidliche Zukunft des Geldes“. Maltas Krypto-freundliche Gesetze haben dem Land den Spitznamen „Blockchain-Insel“ eingebracht.

Bei der diesjährigen Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York hat der maltesische Premierminister Joseph Muscat Kryptowährungen „die unvermeidliche Zukunft des Geldes“ genannt.

Technologischen Fortschritt willkommen heißen

In seiner Rede vom 27. September verknüpfte der maltesische Regierungschef die Themen Migration und Technologie. In beiden Feldern komme die Lösung „nicht von geschlossenen Türen“. Man müsse sich sowohl internationaler Zusammenarbeit als auch Innovationen gegenüber öffnen. Muscat nannte unter anderem Künstliche Intelligenz und 3D-Druck als Beispiele für Erfindungen, denen man sich nicht verschließen dürfe.

Zum Höhepunkt der Rede richtete der Premier seinen Fokus auf die Blockchain. Nach seiner Bemerkung zur „Zukunft des Geldes“ zählte er weitere Anwendungsfälle der Technologie auf: Dank ihr könne beispielsweise niemand mehr durch manipulierte Daten um seine Eigentumsrechte gebracht werden. Zudem könnten Unternehmen von ihren Aktionären besser zur Verantwortung gezogen werden.

Die „Blockchain-Insel“ profiliert sich weiter

Muscat verkündete mit Stolz, dass sein Staat der weltweit erste sei, welcher das rechtliche Vakuum bezüglich Blockchain und Kryptowährungen gefüllt habe und für klare Regulation sorgen würde. Bereits seit Mai 2017 verfolgt Malta eine nationale Blockchain-Strategie. In diesem Zusammenhang wurden am 4. Juli 2018 drei Gesetze durch das maltesische Parlament verabschiedet, die günstige Rahmenbedingungen für die Blockchain- und Kryptobranche auf der Insel schaffen sollen.

Diese einladende Politik überzeugte bereits Binance, die weltgrößte Börse für Kryptowährungen, ihren Hauptsitz auf die „Blockchain-Insel“ zu verlegen. Doch Malta ruht sich nicht auf seinem Erfolg aus: In den kommenden Wochen richtet die Insel gleich zwei hochkarätige Konferenzen zu dem Thema aus.

Auf dem DELTA Summit vom 3. bis 5. Oktober wird unter anderem Binance-CEO Changpeng Zhao sprechen. Für den Malta Blockchain Summit am 1. und 2. November haben sich unter anderem Virenschutz-Pionier John McAfee und Marco Streng, CEO des Mining-Unternehmens Genesis Group, angekündigt. Auch Premierminister Muscat wird auf beiden Konferenzen einen Vortrag halten.

Ebenfalls am 1. November treten zwei der drei im Juni beschlossenen Gesetze in Kraft, wie der maltesische Juniorminister Silvio Schembri vergangene Woche bekannt gab. Sie regeln die Gründung von Exchanges und anderen Krypto-Unternehmen, sowie die Anforderungen für die Durchführung von ICOs.

Wird sich Malta langfristig als Blockchain- und Kryptostandort in Europa und der Welt durchsetzen können? Schreib uns deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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