Mastercard sichert sich Patent für schnellere Krypto-Transaktionen

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Mastercard erwägt Krypto-Konto | © Depositphotos

Mastercard hat eine Methode für schnellere Bitcoin-Transaktionen patentiert. Die Firma möchte ihre Technologie für Fiatwährungen auf Krypto-Geld übertragen. Dabei soll neben der Geschwindigkeit die Sicherheit verbessert werden.                 

Viele etablierte Großkonzerne nehmen die Haltung ein, dass Blockchain zwar eine zukunftsweisende Technologie sei, man von Kryptowährungen allerdings lieber die Finger lassen sollte. Landläufig spricht man auch von der “Blockchain, not Bitcoin”-Mär.

In einem neuen Patent, das sich Mastercard gestern gesichert hat, geht es allerdings nicht um sekundäre Blockchain-Anwendungsfälle, wie etwas Verbesserung von Lieferketten oder ähnliches, sondern explizit um “Blockchain-Währungen”. Das Problem seien allerdings die langen Wartezeiten für Geldtransfers. Diese würden rund zehn Minuten brauchen, während Mastercard Zahlungen in Fiat-Geld innerhalb von Nanosekunden ausführen könne.

Als Lösung wird eine neue Art von Kontensystem vorgeschlagen, in dem Krypto- und Fiat-Geld miteinander verbunden werden. Jedes dieser neuen Konten enthalte einen Krypto-Betrag, einen Fiat-Betrag, sowie eine Adresse.

Auch Sicherheit soll sich verbessern

Mastercard verspricht zudem eine Verbesserung der Sicherheit, wenn das Unternehmen seine Betrugs-, Erkennungs- und Risikobewertungs-Algorithmen auf Blockchain-Transaktionen anwenden würde. Diese würden durch Informationen über vergangene Transaktionen, die Kreditwürdigkeit der Nutzer, demographische Daten und vieles mehr gespeist.

Fraglich bleibt, ob Mastercard das Patent in naher Zukunft in ein konkretes Produkt implementieren wird. Der Finanzstratege Tom Lee sieht die Meldung aber eindeutig positiv. Dadurch würde die Denkweise bestärkt, dass Blockchain-Geld eine legitime Form von Zahlungsmittel sei.

Letztendlich hat Mastercard mit den „zehn Minuten Transaktionsdauer“ einen ziemlichen Strohmann aufgebaut. Das mag für Bitcoin gelten, viele andere relevante Kryptowährungen sind aber deutlich schneller. Sobald das Lightning-Network einmal implementiert ist, trifft diese Darstellung auch auf Bitcoin nicht mehr zu.

Während Mastercard die Möglichkeiten im Krypto-Markt auslotet, drängen mehrere Unternehmen mit einem eigenem Coin in den Markt für Kreditkarten. Zu erwähnen währen Monaco (MCO) und TenX (PAY). Letzteres ist gerade im deutschsprachige Raum durch den Mitgründer und Krypto-Evangelisten Julian Hosp bekannt.

Was hältst du von dem neuen Patent von Mastercard? Haben solche alteingesessenen Finanzunternehmen noch etwas beizutragen oder werden sie schon bald obsolet sein? Schreibe uns deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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