Breaking: Staatsanwaltschaft fordert 10 Jahre Haft für ehemaligen Mt. Gox-Chef

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| © YouTube: Jon Southurst
⏱ Lesezeit: 2 Minuten

Mark Karpeles, von 2011 bis 2014 CEO der Exchange Mt. Gox, soll wegen Unterschlagung ins Gefängnis wandern. Die japanische Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe von zehn Jahren. Der Angeklagte beteuerte wiederholt seine Unschuld.

Knapp fünf Jahre nach dem Bankrott der damals größten Bitcoin-Exchange Mt. Gox wird in Tokyo immer noch ein Prozess gegen den damaligen Betreiber des Handelsplatzes, Mark Karpeles, geführt. Wie japanische Medien heute berichteten, fordert die Staatsanwaltschaft eine zehnjährige Freiheitsstrafe.

Vorwurf der Unterschlagung

Der gebürtige Franzose soll zwischen September und Dezember 2013 insgesamt 341 Millionen Yen (etwa 2,65 Millionen Euro) vom Bankkonto der Exchange auf sein eigenes überwiesen haben. Weiterhin habe er Daten im Handelssystem von Mt. Gox so manipuliert, dass die Unterschlagung verschleiert wurde.

Karpeles soll das Geld für Mietkosten, Möbel und Investitionen in ein Software-Unternehmen genutzt haben. Laut Staatsanwaltschaft spielte er „eine große Rolle darin, das Vertrauen der Bitcoin-Nutzer völlig zu zerstören“.

Der 33-Jährige erklärte, dass er sich das angeblich unterschlagene Geld nur geliehen habe. Die Behörden konnten allerdings keine entsprechenden Dokumente finden und glauben deshalb nicht, dass eine Absicht zur Rückzahlung bestand.

Wie die Nachrichtenseite Nikkei Asian Review betonte, geht es bei der aktuellen Anklage nicht um die Vorgänge im Februar 2014. Damals hatte Mt. Gox schließlich Konkurs angemeldet, nachdem die Exchange laut eigenen Angaben gehackt worden war. 850.000 Bitcoin (BTC) sollen dabei gestohlen geworden sein. Ein Teil davon wurde aber später wiedergefunden.

Der Insolvenzverwalter Nobuaki Kobayashi hatte bis zum März dieses Jahres mehrfach große Mengen BTC und Bitcoin Cash (BCH) aus den Restbeständen verkauft, um Opfer des Hacks entschädigen zu können. Zwischen dem 23. August und dem 22. Oktober hatten jene Zeit, ihre Ansprüche geltend zu machen. Vergangenen Monat beantragte Kobayashi noch eine Verlängerung der Frist bis zum 26. Dezember.

Hast auch Du 2014 durch den Mt. Gox-Bankrott Bitcoins verloren? Schreib uns Deine Erinnerungen dazu in die Kommentarspalte!

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