Nach Visa jetzt auch Mastercard – Mastercard konkretisiert seine Krypto-Strategie

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Mastercard hat schon lange Interesse an digitalen Währungen signalisiert. Mastercard-CEO Michael Miebach sagte in einer Telefonkonferenz am Donnerstag, warum es für das Unternehmen wichtig ist, im Kryptowährungsraum zu sein. 

Da die Annahme von Kryptowährungen in ein Mainstream-Stadium eintritt, versuchen traditionelle Finanzdienstleistungsplattformen, sich an das sich verändernde finanzielle Ökosystem anzupassen. Um ihre Bedeutung in dieser Branche aufrechtzuerhalten, beabsichtigen Zahlungsabwickler wie Mastercard und Visa, ihre internationale Größe und ihre großen Bankennetzwerke nutzen, um Kunden aus dem Regierungs- und Privatsektor zu gewinnen, während die Projekte der Zentralbanken für digitale Währungen voranschreiten und Stablecoins als Zahlungsoptionen expandieren.

Während der Telefonkonferenz verriet Mastercard-CEO Miebach außerdem, dass das Unternehmen eine neue Initiative zur Unterstützung von Startups und eine virtuelle Testplattform für Zentralbanken plant.

Miebach zufolge ist die Kryptowährungsbranche noch ein relativ neuer Markt und die Menschen seien neugierig, wie genau sie funktioniert. Mastercard soll das Bindeglied werden, das ihnen hilft, die Anwendungsfälle und Auswirkungen zu verstehen.

“Wir glauben, dass wir als Anbieter von Multirail-Zahlungen eine Perspektive auf den Markt bringen”, sagte Michael Miebach, CEO von Mastercard, während der Telefonkonferenz am Donnerstag und bezog sich dabei auf Entwicklungen bei Kryptowährungen und digitalen Währungen von Zentralbanken, die oft noch technologische Entwicklungen oder Klarheit über Anwendungsfälle und Auswirkungen erfordern.

“Wir müssen in diesem Bereich tätig sein, weil die Menschen nach Antworten suchen.”

Miebach wies darauf hin, dass das Unternehmen in seinem Fachgebiet erfahren ist und in der Lage ist, den Zentralbanken alle Dienstleistungen anzubieten, die sie benötigen, insbesondere im Hinblick auf den wachsenden Trend zu CBDCs.

“Alle diese Länder müssen einen Kompromiss zwischen der bestehenden Bereitstellung von Finanzprodukten und dem, was ein CBDC leisten soll – sei es finanzielle Inklusion oder grenzüberschreitender Zahlungsverkehr – eingehen. Wir haben mit all dem Erfahrung”, fügte er hinzu.

Zum Thema Stablecoins teilte Miebach mit, dass Mastercard bald Unterstützung für solche Transaktionen anbieten wird, unter der Bedingung, dass sich die Emittenten strikt an die Finanzvorschriften halten und die Sicherheit der Nutzer gewährleisten.

Wie erst kürzlich berichtet, ist Mastercard eine Partnerschaft mit dem Stablecoin-Emittenten Circle eingegangen, um USDC-Abrechnungen auf seiner Plattform zu testen.

Da sich mehrere institutionelle und private Anleger zunehmend für Kryptowährungen interessieren, haben Zahlungsdienstleister wie Mastercard beschlossen, diese zu unterstützen, um ihre Kunden nicht an die Konkurrenz zu verlieren.

Zu Beginn dieses Jahres gab das Unternehmen bekannt, dass es mehrere ausgewählte Kryptowährungen unterstützen wird, da sie zu einem wichtigen Bestandteil des Zahlungssektors geworden sind.

Die Initiative wird es den über 900 Millionen Nutzern von Mastercard ermöglichen, ihr Kryptogeld bei allen unterstützten Mastercard-Anbietern auszugeben.

Bild via Pixabay/ Lizenz

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