Neue Reichensteuer in Argentinien – Bitcoin geht durchs Dach!

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Der argentinische Senat genehmigt neue Steuern, während Bitcoin gegen den argentinischen Peso in die Höhe schnellt!

Laut der Landeszeitung El Pais könnte diese Maßnahme die Investitionen im eigenen Land „verlangsamen“. Das Gesetz zielt darauf ab, das Vermögen reicher Steuerzahler zu besteuern.

Argentinien wird eine außerordentliche Steuer auf große Vermögen erheben, um den Kampf gegen die Pandemie zu finanzieren. Nach einer erbitterten Debatte stimmten die Senatoren mit 42 gegen 26 Stimmen einem Gesetz zu, das Vermögenswerte über 200 Millionen Pesos (ca. 2,5 Millionen USD), mit einer Einmal-Steuer belangt. Der Beitragsprozentsatz wird zwischen 2% und 3,5% variieren.

Zum Zeitpunkt des Schreibens handelt BTC/ARS um das Niveau von 1.450.148, gegenüber dem Anfang Dezember 2020 erreichten Preis von 1.594.196 (Allzeithoch). Hierbei ist erwähnenswert, dass dieser Preis nicht auf dem parallelen Dollar (auch bekannt als „blauer Dollar“) basiert, welcher in Argentinien zirkuliert, sondern sich am offiziellen Dollarpreis orientiert.

Bereits im Juli 2019 notierte BTC bei 491.000 ARS, was einer Rendite von über 185% in einem einzigen Jahr entspricht.

Der parallele Dollar ist der einzige freie Wechselkurs, der von den Angebots- und Nachfragekräften im Land bestimmt wird und das, obwohl sein Kauf und Verkauf illegal ist.

Die drastische Abwertung des ARS hat viele Hintergründe:

Wirtschaftlichen Schwierigkeiten, Inflations-Turbulenzen, überdimensionale Emissionen und hoffnungslose Prognosen der heimischen Finanzexperten, geben Bitcoin genug Platz, um im Land auf ganzer Linie aufzusteigen!

Ist dies das Ende des argentinischen Pesos?

Carlos Hourbeigt, Direktor der argentinischen Zentralbank (BCRA), erklärte vor Kurzem vor der argentinischen Fintech-Kammer, dass „der gemeinsame Feind das Geld ist“.

Er hat damit für Transferencias 3.0 geworben, ein bevorstehendes nationales Zahlungsnetzwerk, das den argentinischen Peso als Barmittel ersetzen soll und das von der landeseigenen Zentralbank und einigen Privatunternehmen aus dem Finanzsektor überwacht werden soll, darunter Prisma, Red Link, Interbanking und Coelsa.

Trotz oder vielleicht auch genau aus diesem Grund, hat das wachsende Interesse der BCRA, Bargeld im Land zeitnah zu ersetzen, die lokale Kryptogemeinschaft sehr skeptisch gestimmt. Camilo Jorajuría, ein argentinischer Rechtsberater und Experte in Bitcoin- und Blockchain-Fragen, machte den folgenden Kommentar über seinen Twitter-Account:

„Die argentinische Zentralbank erkennt offiziell an und erklärt, dass sie bereits begonnen hat, Bargeld zu eliminieren. Der Wunsch der lokalen und globalen Regulierungsbehörden ist das chinesische Modell. Maximale Bevölkerungskontrolle ohne Privatsphäre.

Nur Bitcoin kann das beheben.“

Bitcoin und Krypto in Argentinien auf dem Vormarsch!

Eine von Chainalysis am 3. September 2020 veröffentlichte Studie, analysiert den aktuellen Status von Kryptowährungen in Lateinamerika und hob Argentinien als ein Beispiel dafür hervor, wie die Abwertung der nationalen Fiatwährung, die Akzeptanz von Krypto in diesem Jahr erheblich gesteigert hat.

Der Bericht fügt hinzu, dass die Beschränkungen der Menge an US-Dollar, die Argentinier pro Monat kaufen können, die Notwendigkeit des Kaufs von Kryptowährungen im ganzen Land befeuern, da dieses Hindernis die Möglichkeiten zur Sicherung von Ersparnissen stark beschränkt.

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