Neue Spaltung bei Bitcoin Cash (BCH)?! Bitcoin.com wechselt die Seiten:

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Fünf mächtige Bitcoin Cash (BCH)-Miningpools hatten sich zusammengeschlossen, um allen Minern eine Gebühr zugunsten der Entwickler aufzubürden. Nun ist Bitcoin.com jedoch aus der dem Vorhaben ausgestiegen. Droht BCH eine neue Spaltung?

Die Bitcoin Cash (BCH)-Gemeinde befindet sich (mal wieder) im Streit. Diesmal geht es um eine Art Miner-Steuer, deren Einführung Jiang Zhuoer, CEO des Miningpools BTC.TOP, vergangene Woche angekündigt hatte. Bitcoin Cash-Schürfer sollen demnach 12,5 Prozent ihres Einkommens abgeben, um damit Entwickler zu finanzieren.

Laut Jiang Zhuoer standen fünf führende Miningpools, namentlich BTC.TOP, Antpool, ViaBTC, BTC.com und Bitcoin.com, hinter dem Vorhaben. Sollte jemand nicht mitmachen, würden dessen Blöcke in Orphan Blocks umgewandelt. Das bedeutet, die Blockchain würde durch die teilnehmenden Pools so umgeschrieben, dass die betreffenden Blöcke nicht mehr in ihr enthalten sind und die “egoistischen” Miner entsprechend keine Belohnung erhalten.

Bitcoin.com kehrt Mining-Steuer den Rücken

Nun hat das von Anfang an heftige kritisierte Projekt einen schweren Rückschlag erhalten: Bitcoin.com, der Pool der bekannten BCH-Galionsfigur Roger Ver, erklärte am Dienstag, dass man das Projekt nicht mehr unterstützen werde. Die Begründung: Der Plan hätte nicht genug Unterstützung und man wolle eine Spaltung nicht riskieren.

Außerdem wolle man Entwickler nicht einem festgesetzten Grundeinkommen versorgen, welches an keine konkreten Projekte gebunden ist:

“Ein dauerhafter Plan wäre in Wirklichkeit ein Freibrief für die Entwicklung und würde einen Anreiz für “Entwicklung um der Entwicklung willen” bieten, was dem Zweck der Spendensammlung zuwiderlaufen würde und dem Ziel des gesamten Bitcoin-Cash-Ökosystems völlig zuwiderläuft: die Schaffung von schnellem, zuverlässigem, digitalem Bargeld auf der Grundlage eines stabilen, weitgehend unveränderlichen, wirtschaftlich vernünftigen Bitcoin-Protokolls.”

Bitcoin SV (BSV)-Hard Fork traf Bitcoin Cash (BCH) schwer

Sollten die übrigen Miningpools an ihrem Plan festhalten, könnte Bitcoin Cash eine weitere Hard Fork drohen. Zuletzt hatte sich die BCH-Blockchain am 15. November 2018 gespalten, als sich Bitcoin SV (BSV) unabhängig machte.

An die damalige Hard Fork dürften sich Bitcoin-Cash-Anleger mit Schrecken zurückerinnern, da sie mit einem schweren preislichen Zusammenbruch einherging. Einen Monat nach der Fork, am 15. Dezember 2018, erreichte BCH nach CoinMarketCap sein bisheriges Allzeittief von nur noch 75 US-Dollar. Seitdem hat sich der Preis zwar wieder erholt, aber Bitcoin Cash wird immer noch rund 90 Prozent unter seinem Allzeithoch gehandelt.

Peter Rizun, Chefwissenschaftler der Bitcoin Cash-Entwicklerfirma Bitcoin Unlimited, glaubt, dass das Vorhaben der Miningpools immer noch wie geplant in Kraft treten könnte: “Die Entwickler-Steuer ist verwundet, aber nicht tot”, erklärte der Gegner des Plans gegenüber Bloomberg.

Glaubst Du, dass sich Bitcoin Cash erneut aufspalten könnte oder werden sich die Parteien einig werden können? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte! 

© Bild via Depositphotos

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