Neuer US-Stimulus, Brexit und Bitcoin – Das erwartet uns diese Woche!

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Ein Berg frischer US-Schulden steht kurz vor der Tür, Europa und London hart am Verhandeln und ein BTC-Kurs, der aufgrund großer Anfrage einfach nicht fallen will.

Bitcoin startet eine weitere Woche mit dem Ziel, die 19.800 USD-Widerstandszone zu überbrücken und endlich in einen Supportbereich zu verwandeln. Zeitgleich gehen die Brexit-Verhandlungen in die entscheidende Phase und die USA stehen kurz davor, ihre Gelddruckmaschinen erneut auf ON zu stellen.

7 Milliarden US-Dollar Gefällig?

Während Joe Bidens Amtseinführung immer näher rückt, hat sein Team bereits verkünden lassen, dass es ein weiteres Hilfspaket in Höhe von 7 Milliarden US-Dollar plant, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie zu bekämpfen. Dies würde dem ohnehin schon exorbitanten Berg an Schulden, den die USA in diesem Jahr bereits angehäuft haben, eine gigantische neue Spitze verschaffen.

Federal Reserve
Quelle: Federal Reserve

Vor dem Hintergrund eines bereits schwächelnden Dollars, könnten die USA daher einem starken Cocktail gefährlicher und unvorhersehbarer wirtschaftlicher Folgen gegenüberstehen. Die Anziehungskraft eines sicheren Hafens wie Bitcoin, war daher noch nie so deutlich spürbar.

„Wir hatten 2008 eine schreckliche Zeit wegen zu hoher Schulden, und seit 2008 sind die Schulden überall in die Höhe geschossen. Wir können nicht einmal zählen, wie hoch die Schulden sind“, so Jim Rogers, Mitbegründer des Quantum Fund, in der vergangenen Woche gegenüber Reuters.

Wie zurzeit in vielen Medien berichtet, wird die Stärke des Dollars voraussichtlich 2021 weiterhin abnehmen, was für Bitcoin traditionell Auftrieb bedeutet. Analyst Preston Pysh twitterte diesbezüglich am gestrigen Sonntag:

“Überprüfen Sie die Unterschiede in diesen beiden Charts – allein im Jahr 2020. – Ein Wachstum der M2-Geldmenge von +22,5%. – Die Umlaufgeschwindigkeit fällt um -20%. Der [Geld-]Druck verschanzt sich in Anleihen und Aktien. Dies verursacht eine massive Zerstörung der Mittelklasse. Vielleicht möchten Sie Bitcoin auschecken… “

Das neue Konjunkturprogramm hat trotz der Zusage des Finanzministers Steven Mnuchin kaum Fortschritte erzielt.

Ein zweiter Stimulus-Check über 1.200 US-Dollar für antragsberechtigte Amerikaner, ist in den neuesten Vorschlägen nicht mehr enthalten. Alle Amerikaner die ihren ersten Check in Höhe von 1.200 USD Mitte April in BTC gesteckt haben, dürfen sich aber zum aktuellen Zeitpunkt über einen Gegenwert von ca. 4.000 USD freuen.

Brexit-Endphase

Für das vereinigte Königreich und die Europäische Union geht es in Sachen Brexit derzeit um Top oder Flop: Nach diversen verstrichenen Fristen und letzten Bemühungen ihre Differenzen beizulegen, akzeptieren nun beide Seiten, dass die Zeit abgelaufen ist und dass es nun nur noch eine Frage von wenigen Tagen ist, ob Großbritannien mit einem Deal oder einem Crash aus der EU aussteigt.

“Wir bleiben wie immer ruhig und ob es noch einen Weg gibt, werden wir sehen”, sagte der Chefunterhändler der EU, Michel Barnier, am Wochenende gegenüber der Presse.

Wie bei jedem größeren geopolitischen Ereignis bleibt das Potenzial für Bitcoin hoch, kurz von der Schockwelle davon zu profitieren, was voraussichtlich heute am späten Montag eintreten könnte.

Wie von Cointelegraph letzte Woche berichtet, bezeichnete Nigel Farage, ehemals Vorsitzender der Pro-Brexit UK Independence Party, Bitcoin als die „ultimative Anti-Lockdown-Investition“, in Bezug auf Londons strenge Einschränkungen der individuellen Freiheiten durch den Coronavirus.

Bitcoins institutionelle FOMO

Innerhalb von Bitcoin bleibt die Frage offen, ob nun eher die “Angst vor dem verpassten Einstieg” oder die “FOMO” institutioneller Anleger neue Massen-Buy-Ins auslösen wird.

Grayscale, der Investmentgigant mit einem verwalteten Bitcoin-Vermögen von über 10 Milliarden US-Dollar, wäre unter solchen Umständen das erste Schwergewicht der Branche, das davon massiv profitieren würde.

“Institutionelle Anleger sind durch Covid sehr an einer Portfolioüberarbeitung interessiert”, sagte Geschäftsführer Michael Sonnenshein gegenüber Bloomberg.

Es gibt bereits Anzeichen dafür, dass mehr Geld zu Bitcoin kommt. Erst letzte Woche gab Guggenheim bekannt, dass es sich das Recht vorbehalten hat, sich über seinen Macro Opportunities Fund in Höhe von 5,3 Milliarden US-Dollar am Bitcoin Trust von Grayscale zu beteiligen.

Unabhängig davon, wann und wie das institutionelle FOMO Druck auf das schwindende Bitcoin-Angebot ausübt, sind Preiserhöhungen das einzig logische Ergebnis.

Henri Arslanian, Global Crypto Leader bei PwC, fasste die Situation gegenüber Bloomberg wie folgt zusammen:

„Die Frage, die Anleger den Fondsmanagern stellen werden, wechselt schrittweise von‚ < Warum haben Sie in Krypto investiert? > zu < Warum haben Sie noch nicht in Krypto investiert? >”.

Bild@Pixabay / Lizenz

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