Nordkorea stiehlt $2 Milliarden von Bitcoin (BTC)-Exchanges und Banken

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Nordkorea finanziert anscheinend seine Massenvernichtungswaffen mit Fiat- und Krypto-Geldern, die von Banken und Exchanges gestohlen wurden. Dabei sollen schon zwei Milliarden US-Dollar erbeutet worden sein.

Nordkorea betreibt offenbar Cyberkriminalität im großen Stil. Laut einem vertraulichen Bericht der Vereinten Nationen, über den Reuters berichtete, hat das ostasiatische Land mit “weit verbreiteten und immer ausgefeilteren” Hacks rund 2 Milliarden Dollar sowohl von Banken als auch von Krypto-Exchanges erbeutet und über das Internet gewaschen.

Der Bericht sei von “unabhängigen Experten” verfasst worden und vergangene Woche dem Sanktionsausschuss des UN-Sicherheitsrates zu Nordkorea vorgelegt worden, so Reuters. Die nordkoreanische Vertretung bei den Vereinten Nationen habe die Angelegenheit nicht kommentieren wollen.

Der Report spricht von mindestens 35 gemeldeten Fällen in 17 Ländern. Die Ausrichtung auf Krypto-Börsen erlaube Nordkorea dabei “Einnahmen auf eine Weise zu generieren, die schwieriger zu verfolgen ist und weniger staatlicher Aufsicht und Regulierung unterliegt als der traditionelle Bankensektor”.

Der wohl größte Krypto-Hack, der auf das Konto von Nordkorea gehen sollte, war der Angriff auf die japanische Exchange Coincheck im Januar 2018, bei dem Kryptowährungen im Wert von über 500 Millionen US-Dollar gestohlen wurden. Kürzlich berichteten jedoch japanische Medien, dass in Wahrheit russische Hacker hinter dem Diebstahl stecken würden.

Mit Ethereum (ETH) gegen Kim Jong-un

Kryptowährungen helfen aber nicht nur, unterdrückerische Regime zu bereichern, sondern kommen auch Widerstandsgruppen zunutze. Wie wir im April berichteten, verwendet die nordkoreanische Untergrund-Bewegung Free Joseon Ethereum (ETH), um eigene Visa auszustellen, mit denen der Besuch ihres Landes nach der Befreiung von der aktuellen Regierung ermöglicht werden soll.

Glaubst Du, dass Kryptowährungen Diktaturen eher nützen oder sie untergraben werden? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via (Stephan), Flickr.comLizenz

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