PewDiePie wird Krypto-Fan, wechselt zu Steems Blockchain-Streaming-Plattform DLive

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PewDiePie, der erfolgreichste YouTuber der Welt, wird seine Livestreams in Zukunft exklusiv auf der Blockchain-Plattform DLive ausstrahlen. In einem ersten Stream am Sonntag will er bis zu 50.000 US-Dollar an andere Streamer spenden.

Eine der bekanntesten Persönlichkeiten des Internets wechselt in die Krypto-Welt: Felix Kjellberg, besser bekannt als PewDiePie, wird seine Livestreams in Zukunft nicht mehr auf etablierten Plattformen wie Amazons Twitch oder Googles YouTube, sondern exklusiv auf DLive, einer ehemaligen Applikation der Steem-Blockchain, ausstrahlen. Das verkündete der Betreiber des größten YouTube-Kanals der Welt am Dienstag auf Twitter.

Bei seinem Debüt-Livestream am kommenden Sonntag will der Unterhaltungskünstler mit aktuell knapp 94 Millionen (!) Abonnenten 10.000 bis 50.000 US-Dollar an andere Streamer verschenken. Das Geld soll in Lino Points, der Kryptowährung von DLive, verschickt werden.

Umstieg von Steem zu Lino Points

Manche werden sich noch erinnern, dass DLive in der Vergangenheit die Digitalwährung Steem verwendet hatte. Der Wechsel zu den Lino Points im vergangenen September wurde damit begründet, dass das aktuelle ökonomische Modell von Steem unpassend sei. Steem-Wale hätten zu große Anreize, einfach ständig ihre eigenen Beiträge hochzuvotieren.

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DLive wirbt damit, den Livestreamern nichts von ihren Einkünften wegzunehmen. Wenn zufriedene Zuschauer Lino Points spenden, landen 90,1 Prozent davon beim Streamer. Der Rest wandert in einen Pool, aus dem all jene bezahlt werden, die Lino Points staken, also fest anlegen.

Wie die Nachrichtenseite Variety berichtete, finanziert sich DLive durch Gebühren für die Umwandlung von Lino Points in andere Währungen, ist aber vorerst nicht profitorientiert. Ein Lino Point hat aktuell den festen Wert von 0,012 US-Dollar.

Lino-Infrastruktur- und App-Entwickler werden zudem durch die Schaffung neuer Coins belohnt, wobei die jährliche Inflationsrate höchstens 6,5 Prozent betragen soll. Laut Lino Network-Mitgründer Wilson Wei sind DLive und Lino Network zwei voneinander unabhängige Firmen, die aber eng zusammenarbeiten.

DLive nicht vollkommen unzensiert

Wer aber glaubt, DLive biete als Blockchain-Plattform absolute Zensurfreiheit, der sollte noch einmal genauer hinsehen. Erst vor wenigen Tagen löschte die Plattform den Kanal von Alex Jones, dem Moderator der alternativen Nachrichtenplattform Infowars.

Jones war vergangenes Jahr in einer offenbar koordinierten Aktion innerhalb weniger Tage von zahlreichen Plattformen verbannt worden, darunter Facebook, YouTube, Twitter, Pinterest, Spotify und vielen mehr. Sogar der Zahlungsdienst PayPal löschte Infowars‘ Konto, mit der Begründung, Infowars würde „Hass und diskriminierende Intoleranz“ verbreiten. Infowars hatte den Wahlkampf von US-Präsident Donald Trump unterstützt und wird oft mit Verschwörungstheorien assoziiert.

Kann DLive den großen Plattformen mit Hilfe von PewDiePie Konkurrenz machen? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via YouTube: PewDiePie

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