Riot finanziert KI-Rechenzentren, XRP steigt, MANTRA stoppt Blockchainregeln
Autor: Coinkurier Redaktion
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Kategorie: Nachrichten
Zusammenfassung: Riot Platforms finanziert mit 573 Millionen US-Dollar den Ausbau von KI-Rechenzentren, während XRP politisch und institutionell befeuert stark steigt.
Während Riot Platforms mit Milliardenverträgen auf KI-Rechenzentren setzt, erlebt XRP dank politischer Signale und institutioneller Zuflüsse eine starke Rally. Gleichzeitig stürzt MANTRA nach einer Sicherheitslücke ab und legt seine Blockchain lahm. Der Pressespiegel zeigt, wie eng Chancen, Kapitalzuflüsse und erhebliche Risiken im Kryptomarkt beieinanderliegen.
Riot Platforms erhält Kreditlinie über 573 Millionen US-Dollar für KI-Rechenzentren
Riot Platforms richtet seine Strategie zunehmend auf den Betrieb großskaliger Rechenzentren für Künstliche Intelligenz aus. Nach Angaben von Börse Express sicherte sich das Unternehmen in dieser Woche bei Morgan Stanley eine neue Kreditlinie über 573 Millionen US-Dollar, die vor allem den Ausbau des Standorts Rockdale in Texas unterstützen soll.
Im Mittelpunkt steht ein Mietvertrag mit dem KI-Labor Anthropic. Über eine Laufzeit von 20 Jahren will Riot Platforms eine Kapazität von 191 Megawatt bereitstellen. Der Vertrag umfasst vertraglich zugesicherte Einnahmen von rund 9,1 Milliarden US-Dollar und könnte durch Verlängerungsoptionen auf bis zu 16,1 Milliarden US-Dollar steigen. Analysten erwarten aus dem Geschäft einen jährlichen Nettoertrag von 365 bis 411 Millionen US-Dollar.
Die ersten 96 Megawatt sollen bis Dezember 2027 betriebsbereit sein, die vollständige Inbetriebnahme der 191 Megawatt ist für Juni 2028 vorgesehen. Parallel arbeitet Riot an einer Vereinbarung mit AMD: 25 Megawatt seien bereits fertiggestellt, weitere 50 Megawatt seien kontrahiert.
Die Aktie reagierte am Freitag dennoch volatil und beendete den Handel bei 17,04 Euro. Das entsprach einem Rückgang von 5,3 Prozent zum Vortag. Gegenüber dem im Juni erreichten 52-Wochen-Hoch von 26,52 Euro lag der Kurs damit rund 36 Prozent niedriger.
Die Neuausrichtung zum sogenannten „AI Landlord“ stößt laut Börse Express bei institutionellen Investoren auf Interesse. Das Duquesne Family Office von Stanley Druckenmiller baute demnach im zweiten Quartal 2026 eine neue Position von 754.800 Aktien auf. Der Hedgefonds Citadel erhöhte sein Engagement im zweiten Quartal um 229 Prozent.
Riot Platforms verfügt über liquide Mittel von mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar. Diese bestehen aus rund 548,9 Millionen US-Dollar in bar sowie 11.380 Bitcoin, die zum angegebenen Bewertungszeitpunkt etwa 666 Millionen US-Dollar wert waren.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Neue Kreditlinie | 573 Millionen US-Dollar |
| Anthropic-Vertragslaufzeit | 20 Jahre |
| Vereinbarte Kapazität | 191 Megawatt |
| Vertraglich zugesicherte Einnahmen | rund 9,1 Milliarden US-Dollar |
| Mögliche Einnahmen inklusive Verlängerungsoptionen | bis zu 16,1 Milliarden US-Dollar |
| Aktienkurs | 17,04 Euro |
| Rückgang zum Vortag | 5,3 Prozent |
| 52-Wochen-Hoch | 26,52 Euro |
Die Quartalszahlen zeigen zugleich die Belastungen der Übergangsphase. Der Gesamtumsatz stieg im zweiten Quartal um 14 Prozent auf 174,2 Millionen US-Dollar, während das Unternehmen einen Nettoverlust von 237,2 Millionen US-Dollar meldete.
Der Umsatz aus dem Bitcoin-Mining sank auf 113,7 Millionen US-Dollar. Die Einnahmen im Bereich Engineering verdreifachten sich dagegen auf 37,3 Millionen US-Dollar.
Für die Energieversorgung der künftigen Rechenzentren prüft Riot Platforms außerdem kleine modulare Reaktoren. Eine Absichtserklärung mit Terrestrial Energy sieht eine potenzielle Gesamtkapazität von bis zu 4 Gigawatt an Standorten in Texas und Kentucky vor.
Morgan Stanley bewertet die Aktie mit „Overweight“ und einem Kursziel von 43 US-Dollar. JPMorgan vergibt ebenfalls ein „Overweight“-Rating und nennt ein Ziel von 22 US-Dollar. Das durchschnittliche Kursziel des Analystenkonsenses liegt bei 32,17 US-Dollar.
„AI Landlord“ – Riot Platforms setzt auf die Vermietung von Rechenkapazität an KI-Unternehmen.
Infobox: Riot Platforms finanziert mit 573 Millionen US-Dollar den Ausbau seiner KI-Rechenzentrumsinfrastruktur. Der Vertrag mit Anthropic umfasst 191 Megawatt über 20 Jahre, während Umsatzwachstum und Nettoverlust gleichzeitig die laufende Transformation verdeutlichen.
XRP steigt am Samstag um 18 Prozent nach Trump-Treffen
XRP legte am 22.08.2026 um 18 Prozent zu und notierte bei 1,50 US-Dollar. Wie Börse Express berichtet, setzte die Kryptowährung damit eine Rally fort, die innerhalb von sieben Tagen einen Anstieg von rund 40 Prozent brachte.
Auf Monatssicht lag XRP 31 Prozent im Plus, seit Jahresbeginn jedoch 18 Prozent im Minus. Der Kurs lag 38 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt von 1,09 US-Dollar.
Als Auslöser nennt der Bericht zwei zeitgleiche Ereignisse. US-Finanzminister Scott Bessent kündigte an, die langlaufenden Anleiherückkäufe des Finanzministeriums von 2 auf 4 Milliarden Dollar je Operation zu verdoppeln. Die Maßnahme soll vom 9. September bis 4. November laufen.
Nach der Ankündigung fiel die Rendite 30-jähriger Staatsanleihen von 5,34 auf 5,196 Prozent. Gleichzeitig schwächte sich der Dollar auf ein Drei-Monats-Tief ab, wodurch Kapital in Richtung Risikoanlagen und Kryptowährungen floss.
Zusätzlich empfing Präsident Trump Ripple-CEO Brad Garlinghouse im Weißen Haus und forderte den Kongress öffentlich zur Verabschiedung des CLARITY Act auf. Das politische Signal traf auf einen Markt, der bereits von Zuflüssen geprägt war.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Aktueller XRP-Kurs | 1,50 US-Dollar |
| Anstieg in sieben Tagen | rund 40 Prozent |
| Monatsentwicklung | 31 Prozent Plus |
| Entwicklung seit Jahresbeginn | 18 Prozent Minus |
| Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt | 38 Prozent |
| 50-Tage-Durchschnitt | 1,09 US-Dollar |
Auch die institutionelle Nachfrage nahm zu. Spot-XRP-ETFs verzeichneten am Donnerstag Nettozuflüsse von 13,24 Millionen Dollar und damit den dritten positiven Tag in Folge.
Bitwise-Kunden kauften laut den im Bericht genannten Marktbeobachtungen an einem Tag rund 16,89 Millionen Dollar XRP. In der ersten Wochenhälfte sammelten die Fonds insgesamt 8,16 Millionen Dollar ein; der Dienstag war mit 5,81 Millionen Dollar der stärkste Tag seit dem 6. August.
Das verwaltete Vermögen der Fonds stieg auf über eine Milliarde Dollar, verglichen mit 933 Millionen Dollar am 14. August. On-Chain-Daten zufolge kauften Großanleger innerhalb von 96 Stunden mehr als 300 Millionen XRP.
In Südkorea wurde XRP zum meistgehandelten Asset. Das Handelsvolumen auf Upbit stieg laut Marktbeobachtungen um 273 Prozent auf 1,84 Milliarden Dollar. Zudem wurde XRP in die Self-Custody-Wallet von BitPay integriert und steht damit für Zahlungen und Swaps zur Verfügung.
Ripple arbeitet derweil mit Clearpool und Cicada Partners an einem institutionellen Kreditmarkt auf dem XRP Ledger. RLUSD soll dabei als Kreditasset eingesetzt werden. Clearpool stellt die Infrastruktur bereit, Cicada übernimmt Kreditvergabe und Kreditmanagement, während Ripple sich als Limited Partner zu gleichen Konditionen beteiligt.
Clearpool hat seit 2021 institutionelle Kredite über mehr als 930 Millionen Dollar vermittelt. Cicada zeichnete Kredite über mehr als 860 Millionen Dollar. Für das Produkt ist die Zustimmung der Validatoren zu den Amendments XLS-66 und XLS-65 erforderlich; dafür sind 80 Prozent Zustimmung nötig, aktuell liegt die Quote bei rund 40 Prozent.
Am 6. August veröffentlichte die XRP Ledger Foundation die Version 3.3.0. Sie umfasst unter anderem vertrauliche Transfers für institutionelle Zwecke und gebündelte Transaktionen, wobei diese Funktionen noch nicht live sind und ebenfalls die Zustimmung der Validatoren benötigen.
Als nächsten wichtigen Termin nennt Börse Express den 15. September. Dann soll im Senat die Cloture-Abstimmung zum CLARITY Act stattfinden. Der Anleihenrückkauf des Finanzministeriums beginnt bereits am 9. September.
Im Mai hatte die SEC ihre Berufung zurückgezogen und mit Ripple einen Vergleich über rund 50 Millionen Dollar geschlossen. Dieser Betrag lag unter der von Richterin Torres im August 2024 verhängten Zivilstrafe von 125 Millionen Dollar.
Infobox: XRP stieg am 22.08.2026 auf 1,50 US-Dollar und gewann 18 Prozent. Kursimpulse kamen laut Börse Express aus Anleiherückkäufen, dem Treffen zwischen Trump und Brad Garlinghouse sowie ETF-Zuflüssen und steigender Nachfrage in Südkorea.
MANTRA-Kurs fällt um 18,5 Prozent nach Sicherheitslücke und Blockchain-Stillstand
Der MANTRA-Kurs fiel am 21. August 2026 um 18,5 Prozent, bevor die MANTRA Chain ihre Netzwerkaktivitäten im Zuge einer Untersuchung einstellte. Nach Angaben von The Coin Republic erreichte der Token ein Rekordtief und erholte sich anschließend teilweise.
Die Entwickler führten den Sicherheitsverstoß auf eine Schwachstelle in einer vorgelagerten Softwareabhängigkeit zurück. Gestohlene Vermögenswerte, die ausgenutzte Software und die endgültigen finanziellen Auswirkungen des Angriffs waren zunächst nicht offengelegt.
Der normale Transfer über die MANTRA Chain war durch die Unterbrechung blockiert. Validatoren, öffentliche Endpunkte, Einzahlungen, Auszahlungen und weitere betroffene Netzwerkdienste blieben ausgesetzt.
Nach Daten von CoinGecko fiel der Kurs am späten Donnerstag von 0,005060 USD auf 0,004126 USD. Später erholte sich der Token in Richtung 0,0044 USD, blieb über einen Zeitraum von 24 Stunden jedoch auf einem niedrigeren Niveau.
Das Handelsvolumen stieg um fast 600 Prozent auf etwa 24 Millionen US-Dollar. Laut The Coin Republic deutete der starke Anstieg darauf hin, dass Händler schnell auf die Bekanntgabe des Netzwerkvorfalls reagierten. Der Kursrückgang hatte jedoch bereits Minuten vor dem letzten erfassten Block eingesetzt.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Kursrückgang | 18,5 Prozent |
| Früheres Kursniveau | 0,005060 USD |
| Tiefststand | 0,004126 USD |
| Spätere Erholung | Richtung 0,0044 USD |
| Anstieg des Handelsvolumens | fast 600 Prozent |
| Handelsvolumen | etwa 24 Millionen US-Dollar |
CoinMarketCap wies für MANTRA eine Marktkapitalisierung von rund 27 Millionen US-Dollar und einen Umlaufbestand von 5,59 Milliarden Token aus. Der Token notierte damit nahe seinem bisher niedrigsten Wert.
Die Kursschwäche hatte bereits vor dem jüngsten Krypto-Hack eingesetzt. Aus der MANTRA-Dokumentation geht hervor, dass im März 2026 ein Token-Split im Verhältnis 1:4 durchgeführt wurde. Danach lag die maximale Gesamtmenge bei 10 Milliarden MANTRA.
Der ursprüngliche OM-Token verlor während eines Ausverkaufs im April 2025 mehr als 90 Prozent seines Wertes. Nach Darstellung von The Coin Republic führte diese Entwicklung dazu, dass vor der Umfirmierung im Jahr 2026 Marktwert in Milliardenhöhe verloren ging.
Der Netzwerkausfall ereignete sich während einer laufenden Unternehmensumstrukturierung. Inveniam Capital Partners hatte am 16. Juni angekündigt, die Übernahme von MANTRA und verbundenen Unternehmen zu planen. Die Transaktion unterlag weiterhin den üblichen Abschlussbedingungen und war für das dritte Quartal 2026 vorgesehen. Inveniam hatte im August 2025 20 Millionen US-Dollar in MANTRA investiert.
Die Verbindung ist nach Angaben der Quelle relevant, weil die MANTRA Chain die mit Inveniam verknüpfte Infrastruktur für tokenisierte Vermögenswerte unterstützt. Hinweise auf Manipulation, Insiderverkäufe oder Krypto-Betrug lagen bis zum 21. August nicht vor; eine verifizierte Quelle hatte den Ausfall nicht mit betrügerischem Verhalten in Verbindung gebracht.
Auch der Derivatemarkt blieb aktiv. CoinGlass meldete am 21. August ein MANTRA-Terminhandelsvolumen von rund 10,07 Millionen US-Dollar, offene Positionen von etwa 7,84 Millionen US-Dollar und ein Spot-Handelsvolumen von rund 3,34 Millionen US-Dollar.
Während der beobachteten Handelssitzung lag der MANTRA-Kurs laut den Derivatedaten bei etwa 0,004799 US-Dollar. The Coin Republic verwies auf unterschiedliche Datenerfassungszeitpunkte und Aggregationsmethoden als möglichen Grund für die Abweichung zum von CoinGecko gemeldeten Intraday-Tief.
Der MANTRA-Explorer war während des Ausfallzeitraums nicht verfügbar. Das öffentliche Dashboard zeigte weder die „Connected Height“ noch Validatoren-Statistiken an. Die Validatoren sollten laut MANTRA offline bleiben, während die Entwickler eine gepatchte Version vorbereiteten und testeten.
Das Team erklärte, die anfällige Abhängigkeit identifiziert und mit der Vorbereitung eines Patches begonnen zu haben. Außerdem würden Geldbewegungen verfolgt und Börsen koordiniert. Das vollständige Ausmaß der Auswirkungen sowie ein Zeitpunkt für den Neustart waren zunächst nicht bestätigt.
Infobox: MANTRA verlor 18,5 Prozent, während die Blockchain wegen einer Sicherheitslücke vollständig stillstand. Ein Patch wurde vorbereitet, der Neustartzeitpunkt und die finanziellen Auswirkungen des Vorfalls blieben jedoch offen.
Einschätzung der Redaktion
Die strategische Neuausrichtung erhöht Riots langfristiges Ertragspotenzial deutlich, verschärft aber zugleich die Abhängigkeit von pünktlicher Fertigstellung, stabiler Finanzierung und wenigen Großkunden. Entscheidend wird sein, ob aus den ambitionierten Verträgen tatsächlich planbare operative Gewinne entstehen, während das verlustreiche Kerngeschäft weiter belastet.
Zusammenfassung: Hohes Wachstumspotenzial durch KI-Infrastruktur, aber erhebliche Umsetzungs- und Finanzierungsrisiken.
Einschätzung der Redaktion
Der XRP-Anstieg wirkt vor allem wie eine Verbindung aus politischer Hoffnung, günstigerem makroökonomischem Umfeld und starkem spekulativem Kapitalzufluss. Die deutlich über dem 50-Tage-Durchschnitt liegende Notierung erhöht das Risiko einer kurzfristigen Korrektur. Nachhaltig wäre die Bewegung erst, wenn regulatorische Fortschritte und institutionelle Nutzung tatsächlich umgesetzt werden.
Zusammenfassung: Starke Dynamik, aber die Rally bleibt bis zu konkreten politischen und infrastrukturellen Fortschritten anfällig.
Einschätzung der Redaktion
Der Vorfall beschädigt vor allem das Vertrauen in die technische Zuverlässigkeit und die operative Krisenfestigkeit des Projekts. Solange Schadenshöhe, Patch und Neustart nicht bestätigt sind, bleibt jede Erholung spekulativ. Die laufende Umstrukturierung erhöht zusätzlich die Unsicherheit, weil technische Probleme und strategische Neuordnung gleichzeitig bewältigt werden müssen.
Zusammenfassung: Der Kursverlust ist weniger das zentrale Problem als der offene Umfang des Sicherheitsvorfalls und der Vertrauensschaden.
Quellen: