Reaktion: So bewertet der Ripple-CEO Trumps Krypto-Tweets und mögliche Regulierungen

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Ripple-CEO Brad Garlinghouse hat auf die Tweets von Präsident Donald Trump und die Pressekonferenz von US-Finanzminister Mnuchin bezüglich Bitcoin (BTC) und Libra reagiert. 

Nachdem US-Präsident Donald Trump vergangene Woche auf Twitter Bitcoin (BTC) kritisiert und US-Finanzminister Steven Mnuchin am Montag auf einer Pressekonferenz seine Skepsis gegenüber Facebooks Coin Libra zum Ausdruck gebracht hatte, schaltete sich nun auch Ripple-CEO Brad Garlinghouse in die Debatte ein. Am Montagabend legte er in einer siebenteiligen Tweet-Serie seine Sicht der Dinge dar.

Der Chef des Unternehmens hinter dem XRP-Token wiederholte zunächst seine Meinung, dass Kryptowährungen keine Bedrohung für den US-Dollar oder die Währungen anderer wichtiger Länder darstellen würden. Er äußerte aber die Befürchtung, dass die Blockchain-Industrie als Werkzeug für Kriminelle stigmatisiert werden könnte, weswegen die Zusammenarbeit mit dem Gesetzgeber das Beste für die Kryptobranche sei:

“Aber wie Mnuchin andeutete, sollte die gesamte Kryptoindustrie nicht über einen Kamm geschoren werden – sie hat seit den Tagen der [Schwarzmarkt-Plattform] Silk Road einen langen Weg zurückgelegt. Damit die Branche erfolgreich sein kann, müssen wir mit den Regulierungsbehörden und im Rahmen der Politik zusammenarbeiten. Punkt.”

Bezüglich Facebooks Krypto-Projekt erklärte Garlinghouse, dass die Angelegenheit streng zu prüfen sei: Facebook müsse “an denselben Standards gemessen werden wie anderen regulierten Finanzinstituten”.

Kooperation statt Kampf mit den Regulatoren

Der Ripple-CEO wies außerdem darauf hin, dass Ripple weltweit mit Regulierungsbehörden zusammenarbeite, um schnelle und preiswerte internationale Zahlungen zu ermöglichen. Seine Tweet-Serie beendete er mit folgenden Worten.

“Ich hoffe, dass es kein “Ignorieren, Auslachen oder Kämpfen” gibt, was die Regulierung von Krypto betrifft. Wenn wir den Fortschritt maximieren wollen, geht es darum, mit dem bestehenden Finanzsystem zu arbeiten – nicht gegen es. Andernfalls riskieren wir, Innovationen hier in den USA zu zerdrücken und ausländische Interessen die Kontrolle über diesen neuen Sektor unserer Weltwirtschaft übernehmen zu lassen.”

Im ersten Satz spielte Garlinghouse auf ein bekanntes Zitat hin, das dem friedlichen Widerstandskämpfer Mahatma Gandhi zugeschrieben wird: “Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.”

Der Satz ist unter Kryto-Fans eigentlich sehr beliebt und wurde z.B. erst vergangene Woche von Coinbase-CEO Brian Armstrong aufgegriffen. Dass Garlinghouse das “Ignorieren, Auslachen oder Kämpfen” umgehen will, deutetet auf Ripples kooperative Strategie hin. Ob sich so revolutionäre Veränderungen umsetzten lassen, muss sich zeigen.

Schließt Du Dich der Meinung des Ripple-Chefs an oder sollten Kryptowährungen stärker auf Konfrontationskurs zum alten Finanzsystem gehen? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Depositphotos

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