Ripple will seinen Hauptsitz nach Japan verlegen?

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Chris Larsen, ein Mitgründer von Ripple, sagte bereits vor 2 Wochen, dass Ripple möglicherweise seinen Hauptsitz ins Ausland verlegen wird.

In seiner Rede auf der LA Blockchain Summit am 6. Oktober sagte Ripples Mitgründer Larsen, dass die Vereinigten Staaten in Bezug auf Politik und Regulierung für den bevorstehenden Übergang des globalen Finanzsystems in den digitalen Raum noch immer hinter dem Rest der Welt zurückliegen.

Die ständigen Strafmaßnahmen, die von den US-Regulierungsbehörden gegen Blockchain- und digitale Währungsprojekte ergriffen werden, führen dazu, dass das Unternehmen gründlich darüber nachdenkt, wo es seine Operationen ansiedeln sollte, aber Ripple wird die Vereinigten Staaten wahrscheinlich ganz verlassen. Larsen sagte:

“Die Botschaft lautet Blockchain und digitale Währungen sind in den USA nicht willkommen […] Wenn Sie in diesem Geschäft tätig sein wollen, sollten Sie wahrscheinlich woanders hingehen. Um ehrlich mit Ihnen zu sein, ziehen wir sogar in Betracht, unseren Hauptsitz in eine viel freundlichere Gerichtsbarkeit zu verlegen.”

Ripple hat nun Japan und Singapur als Länder in die engere Wahl gezogen, in die das Blockchain-Zahlungsdienstleistungsunternehmen umziehen könnte, wenn es die USA aufgrund mangelnder regulatorischer Klarheit verlässt. Die Schweiz, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Arabischen Emirate sind ebenfalls potenzielle Ziele, sagte CEO Brad Garlinghouse in einem Interview.

Ripple hat eine langjährige Partnerschaft mit dem japanischen Finanzriesen SBI Holdings, die bis ins Jahr 2016 zurückreicht. Sie gründeten ein gemeinsames Blockchain-Venture namens SBI Ripple Asia, dessen MoneyTap-App im Oktober 2018 live geschaltet wurde.

“Japan ist einer unserer stärksten Märkte. Wir haben dort eine sehr erfolgreiche Partnerschaft mit einer Gruppe namens SBI. Sie sind tatsächlich unser größter externer Investor, und der dortige CEO, Mr. Kitao, war ein Innovator und Pionier in vielen Dingen rund um Finanzen und Technologie in Fintech.” 

Garlinghouse sagte auch, dass die Coronavirus-Pandemie den Märkten für Krypto-Währungen “Rückenwind” gegeben habe, weil die Zentralbanken Fiat-Währungen gedruckt hätten, was “in gewissem Maße inflationär” sei. Eine Abkehr vom Bargeld sei ebenfalls hilfreich.

 

Bild@ Pixabay / Lizenz

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