Starker Verdacht auf Exit Scam: Exchange Liqui.io schließt, Kundenkonten leergeräumt

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Wahrscheinlich haben die Betreiber der Exchange Liqui.io einen Exit Scam vollzogen. | © Bitcointalk
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Die ukrainische Exchange Liqui.io hat seine Dienste angeblich wegen zu geringer Liquidität eingestellt. Die Hinweise auf einen Exit Scam erhärten sich derweil.

Die Krypto-Exchange Liqui.io hat am Montag angegeben, ihre Dienste einzustellen. Grund sei angeblich die niedrige Liquidität im Bärenmarkt. Auf Liqui.io heißt es dazu:

“Zu unserem großen Bedauern ist Liqui nicht mehr in der Lage, Liquidität für die verbleibenden Nutzer bereitzustellen. Wir sehen leider auch keinen wirtschaftlichen Sinn mehr darin, Ihnen unsere Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen […] Deshalb haben wir beschlossen, alle Konten zu schließen und unsere Dienstleistungen einzustellen. Wir können nicht garantieren, dass unsere Webseite in 30 Tagen noch gepflegt wird.”

Für den unbedarften Leser klingt diese Ankündigung erst einmal so, als wolle man den Kunden weiterhin die Möglichkeit bieten, Guthaben binnen 30 Tagen abzuheben. Einige Nutzer von Liqui bezweifeln diese Kulanz indes. Bereits in Q4 2018 wurde Liqui beschuldigt, den Handel einiger Tokens bewusst eingestellt zu haben, um Kunden ihrer Guthaben zu entledigen. Insbesondere traf dies auf den Basic Attention Token (BAT) und 0x (ZRX) zu. Der Handel wurde auf der ukrainischen Exchange eingestellt, kurz nachdem sie wegen einer Listung auf Coinbase massiv an Beliebtheit gewannen.

Angeblich hatten die Nutzer hier 15 Tage Zeit, um die Tokens abzuheben. Eigenmächtige entschied Liqui, die Tokens zu beschlagnahmen, welche bis zum Fristende nicht abgehoben wurden. Als wäre das nicht schon anrüchig genug, meldeten viele Kunden, dass sie ihre Tokens nicht einmal vor Ablauf der Frist auf ihre Wallets transferieren konnten.

Kurz darauf änderte Liqui.io verdächtig seine Nutzungsbedingungen. Die Exchange erteilte sich darin faktisch die Vollmacht, Kundenkonten nach Belieben zu schließen, ohne die darin enthaltenen Guthaben zurück zu zahlen.

Nun berichten zahlreiche Twitter-Nutzer von leergeräumten Accounts. Hinzu kommt, dass Liqui alle Informationen, welche auf die Identität der Betreiber hinweisen könnte, von ihrer Seite entfernt hat. Bis auf den Firmensitz (Kiev, Ukraine) und ein Foto auf Bitcointalk, ist nichts über die Betreiber der Exchange bekannt.

Glaubst Du, die Krypto-Community ist wieder einmal einem Exit Scam zum Opfer gefallen? Teile uns Deine Meinung dazu in der Kommentarspalte mit!

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