SEC ebnet den Weg für Blockchain-Register im Wertpapierverkehr

Autor: Coinkurier Redaktion

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Kategorie: Nachrichten

Zusammenfassung: Der Pressespiegel beleuchtet Blockchain und digitale Finanzmärkte von Aktien- und Umsatzchancen über Bildung bis hin zu Risiken, Regulierung und Tokenisierung.

Der aktuelle Pressespiegel zeigt, wie breit Blockchain und digitale Finanzmärkte inzwischen aufgestellt sind: von charttechnischen Signalen und neuen Umsatzchancen bei Robinhood über wissenschaftliche Einordnung und Bildungsangebote bis hin zu weitreichenden Plänen der US-Börsenaufsicht. Die Beiträge beleuchten damit sowohl Marktpotenziale als auch Risiken, Regulierung und die wachsende Bedeutung tokenisierter Vermögenswerte.

Blockchain und digitale Finanzmärkte im Pressespiegel

Advanced-Blockchain-Aktie kreuzt 20-Tage-Linie

Die Advanced-Blockchain-Aktie ist am 10.09.2026 auf 1,12 EUR gestiegen und hat damit die 20-Tage-Linie nach oben gekreuzt. Das berichtet boerse.de.

Über einen längeren Zeitraum bleibt das charttechnische Bild jedoch belastet. Seit dem 16.04.2026 befindet sich die Aktie laut boerse.de in einem langfristigen Abwärtstrend und hat in diesem Zeitraum -54,66% an Wert verloren.

Der Abstand zur 200-Tage-Linie beträgt aktuell -35,11%. Damit stellt die Meldung den kurzfristigen Anstieg über die 20-Tage-Linie dem weiterhin bestehenden langfristigen Abwärtstrend gegenüber.

Zusammenfassung: Die Aktie hat kurzfristig ein technisches Signal geliefert, bleibt laut boerse.de langfristig jedoch im Abwärtstrend.

Citizens hebt Robinhood-Kursziel wegen Blockchain-Umsätzen an

Citizens hat das Kursziel für Robinhood Markets von 155 $ auf 165 $ angehoben und die Einstufung „Market Outperform“ beibehalten. Das berichtet Investing.com Deutsch.

Die Aktie notiert laut der Quelle derzeit bei 113,33 $. Daraus ergibt sich laut Investing.com ein potenzielles Aufwärtspotenzial von rund 46 % zum neuen Kursziel, während Daten von InvestingPro darauf schließen lassen, dass die Aktie im Vergleich zu ihrer Fair-Value-Schätzung überbewertet erscheint.

Citizens hat seine Schätzungen für 2027 angepasst, um einen ersten Beitrag der Robinhood Chain zu berücksichtigen. Für 2027 erwartet das Analysehaus tägliche Nettoeinnahmen von etwa 1 Million $ durch die Robinhood Chain, was rund 365 Millionen $ für das Gesamtjahr entspricht.

Unter der Annahme, dass Robinhood bis 2027 die Umsatzbeteiligungsstufe von 85 % erreicht, ergeben sich laut Citizens zugrunde liegende Sequencer-Umsätze von etwa 1,2 Millionen $ pro Tag. Dieser Wert liegt rund 65 % unter dem durchschnittlichen täglichen Wert von 3,3 Millionen $, der in den sieben Tagen bis zum 8. September verzeichnet wurde.

Citizens rechnet zugleich mit einer erheblichen Volatilität. Aktivitäten rund um den Labor Day sollen nach Einschätzung des Analysehauses nicht für die Zukunft fortgeschrieben werden. Außerdem verwies Citizens darauf, dass die jüngsten Einnahmen auf einer noch kleinen Basis aktiver Real-World-Assets erzielt wurden.

Das Kursziel von 165 $ entspricht einem Multiple von etwa dem 30-fachen des für 2027 geschätzten bereinigten EBITDA. Zusätzlich wird das Ziel durch eine langfristige DCF-Analyse gestützt. Das Unternehmen wird derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 50,62 bewertet; InvestingPro hebt einen hohen Gewinnmultiplikator hervor.

Früheres Kursziel155 $
Neues Kursziel165 $
Aktueller Aktienkurs113,33 $
Erwartete tägliche Nettoeinnahmen der Robinhood Chain 2027etwa 1 Million $
Erwartete Nettoeinnahmen für 2027rund 365 Millionen $
Angenommene Umsatzbeteiligungsstufe85 %
Geschätzte Sequencer-Umsätze pro Tagetwa 1,2 Millionen $
Durchschnittlicher täglicher Wert bis zum 8. September3,3 Millionen $
Bewertungetwa 30-faches des für 2027 geschätzten bereinigten EBITDA
KGV50,62

Investing.com Deutsch berichtet außerdem über weitere Entwicklungen bei Robinhood. Das Unternehmen kündigte an, einige Verträge für Football-Events über die staatlich regulierte Börse von OG.com abzuwickeln und sich dabei an der Plattform sowie deren ehemaliger Muttergesellschaft Crypto.com zu beteiligen.

Dieser Schritt steht laut Quelle im Zusammenhang mit Robinhoods Expansion in Prognosemärkte. Die Beteiligungen wurden im Einklang mit der jüngsten Investition von Citadel Securities zu einer Bewertung von 20 Milliarden $ bepreist.

Auch andere Analysten haben ihre Kursziele angepasst. Mizuho erhöhte das Kursziel auf 140 $ und verwies auf Optimismus hinsichtlich potenzieller KI-bezogener Börsengänge in den kommenden Jahren. Jefferies hob das Ziel ebenfalls auf 140 $ an und behielt die Einstufung „Buy“ nach Gesprächen mit dem CFO von Robinhood bei.

Goldman Sachs erhöhte das Kursziel auf 142 $ und verwies auf das Wachstum von Rothera, dem Joint Venture von Robinhood für Prognosemärkte. Bernstein bestätigte die Einstufung „Outperform“ mit einem Kursziel von 160 $ und verwies auf die starke Leistung der Blockchain-Plattform von Robinhood, die sich bei mehreren wichtigen Kennzahlen zu einer der Top-5-Blockchains entwickelt habe.

Zusammenfassung: Citizens begründet das höhere Kursziel von 165 $ mit erwarteten Blockchain-Umsätzen ab 2027. Gleichzeitig weist die Quelle auf hohe Bewertung, mögliche Volatilität und die noch kleine Basis der Einnahmen aus aktiven Real-World-Assets hin.

OST-Forscher ordnen Blockchain, Krypto-Assets und Tokenisierung ein

Drei Autoren der OST – Ostschweizer Fachhochschule beleuchten in einem Fachbuch die Grundlagen und Anwendungen digitaler Finanzmärkte. Darüber berichtet leaderdigital.ch.

Pascal Egloff, Ernesto Turnes und Stefan Neumann widmen sich in „Navigating Decentralized Finance: From Blockchain to Crypto Assets and Tokenization“ technologischen Grundlagen sowie wirtschaftlichen und regulatorischen Fragen. Das englischsprachige Werk ist bei Academic Press (Elsevier) erschienen und richtet sich an Studenten, Fachpersonen und Entscheidungsträger.

Blockchain-Technologien betreffen laut leaderdigital.ch inzwischen Banken, Börsen, Vermögensverwalter und Regulierungsbehörden. Sie ermöglichen neue Formen des Zahlungsverkehrs, der Vermögensverwaltung und der Abwicklung von Finanzgeschäften.

Das Buch behandelt auch die damit verbundenen Fragen zu Sicherheit, rechtlichen Rahmenbedingungen und wirtschaftlichen Auswirkungen. Ein Schwerpunkt liegt auf dezentralen Finanzsystemen, kurz DeFi, die Finanzdienstleistungen ohne klassische Banken als Vermittler ermöglichen.

Blockchain-Netzwerke bilden dabei die Grundlage für den direkten Austausch digitaler Vermögenswerte. Durch Tokenisierung lassen sich laut Quelle Wertschriften, Immobilien oder Kunstwerke digital abbilden und handelbar machen.

Auf 398 Seiten behandeln die Autoren Distributed-Ledger-Technologien und die Infrastruktur digitaler Finanzmärkte. Weitere Themen sind die Ökonomie von Krypto-Assets, Stablecoins, digitale Zentralbankwährungen, Smart Contracts und NFTs.

Auch Finanzkriminalität und Compliance werden aufgegriffen. Mehr als 120 Abbildungen, Fallstudien und Beispiele aus der internationalen Finanzwirtschaft ergänzen die Ausführungen.

Das Buch ist für das Selbststudium und die Hochschullehre konzipiert. Dozenten erhalten über eine ergänzende Website Zugang zu Vorlesungsfolien für Bachelor-, Master- und Weiterbildungsprogramme.

Die drei Autoren lehren und forschen an der OST in St.Gallen. Pascal Egloff leitet das Kompetenzzentrum Banking und Finance und beschäftigt sich mit Blockchain, digitalen Assets und Innovationen im Bankensektor.

Ernesto Turnes führt seit 2023 das Institut für Finance und Law. Zu seinen Fachgebieten gehören Asset Management, Unternehmensbewertung und digitale Finanzanlagen. Stefan Neumann bringt mehr als zwanzig Jahre Erfahrung aus leitenden Funktionen im Bankensektor mit und arbeitet zu digitalen Assets, Compliance und regulatorischen Fragen.

TitelNavigating Decentralized Finance: From Blockchain to Crypto Assets and Tokenization
VerlagAcademic Press (Elsevier)
Auflageerste Auflage
ErscheinungNovember 2025
Umfang398 Seiten
SpracheEnglisch
Paperback-ISBN978-0-443-27408-4
E-Book-ISBN978-0-443-27409-1

Zusammenfassung: Das Fachbuch der OST verbindet technologische Grundlagen von Blockchain und DeFi mit Fragen zu Krypto-Ökonomie, Tokenisierung, Regulierung, Finanzkriminalität und Compliance.

VHS-Vortrag in Bottrop behandelt Bitcoin, Blockchain und Kryptowährungen

Die Bottroper Zeitung berichtet über einen kostenlosen Vortrag zur Welt der Kryptowährungen. Unter dem Titel „Bitcoin & Co – Spielgeld für Hacker, Spekulanten und illegale Geschäfte? Die wundersame Welt der Kryptowährungen“ findet die Veranstaltung am Dienstag, 29. September, von 18.30 bis 20 Uhr im Filmforum der Volkshochschule Bottrop statt.

IT-Journalist und Autor Stefan Mey soll Chancen, Risiken und Hintergründe von Bitcoin, Stablecoins, NFTs und Smart Contracts erklären. Im Mittelpunkt stehen Bitcoin, Ether, Dogecoin und Tether USDT sowie die Funktionsweise einer Blockchain.

Seit Anfang 2009 die ersten Bitcoins entstanden, hat sich laut Bottroper Zeitung eine Vielzahl unterschiedlicher Coins entwickelt. Einige werden vor allem als Spekulationsobjekte wahrgenommen, während andere neue Möglichkeiten für digitale Zahlungen und Anwendungen versprechen.

Gleichzeitig stehen Kryptowährungen wegen starker Kursschwankungen, ihres Einsatzes bei illegalen Geschäften und grundsätzlicher Fragen zu ihrem tatsächlichen Nutzen in der Kritik. Der Vortrag soll diese unterschiedlichen Perspektiven aufgreifen.

Stefan Mey will außerdem erläutern, wie Kryptowährungen heute tatsächlich genutzt werden und welche Interessen hinter verschiedenen Krypto-Projekten stehen. Eine weitere Frage lautet, ob die Blockchain-Technologie das Potenzial besitzt, Wirtschaft und Gesellschaft grundlegend zu verändern.

Die Anmeldung erfolgt laut Bottroper Zeitung über die Internetseite der VHS Bottrop. Der Vortrag ist dort unter der Kursnummer 2626A003B zu finden.

Zusammenfassung: Die VHS Bottrop widmet sich in einem kostenlosen Vortrag den Grundlagen, Anwendungen und Risiken von Kryptowährungen und Blockchain-Technologie.

SEC schlägt Blockchain als primäres Wertpapierregister vor

Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hat Anfang September 2026 einen Vorschlag zur umfassenden Überarbeitung der Regeln für Transferagenten vorgelegt. Nach Angaben von ad-hoc-news.de soll das Dokument Release 34-106246 die Nutzung von Distributed-Ledger-Technologien rechtlich absichern.

Im Mittelpunkt steht die Möglichkeit, die Blockchain ganz oder teilweise als primäres Wertpapierregister, das sogenannte Master Securityholder File, zu verwenden. Eine zusätzliche separate Off-Chain-Datenbank wäre für Marktteilnehmer damit nicht mehr zwingend erforderlich.

Die Initiative wäre laut Quelle die erste substanzielle Aktualisierung des Regelwerks für Transferagenten seit den frühen 1980er-Jahren. Ziel der SEC sei es, die Effizienz im Wertpapierverkehr zu steigern und die Rechtsunsicherheit bei tokenisierten Vermögenswerten zu verringern.

Bisher mussten Register häufig sowohl auf der Blockchain als auch in einer traditionellen Datenbank geführt werden. Diese doppelte Registerführung führte laut ad-hoc-news.de zu administrativen Redundanzen und ließ insbesondere im Insolvenzfall Fragen zur Abwicklung offen.

Der Vorschlag könnte die bisherige Zwei-Ledger-Struktur in einen Ein-Schritt-Prozess überführen. Damit soll auch die Rechtsunsicherheit bei tokenisierten Wertpapieren insgesamt reduziert werden.

Die geplante Rule 17ad-30 sieht vor, dass Transferagenten ein vom Board genehmigtes Compliance-Programm etablieren müssen. Dieses Programm soll jährlich geprüft werden.

Mit der Rule 17ad-31 soll außerdem ein Safe-Harbor-Mechanismus für sogenannte Restrictive Legends geschaffen werden, der sich auf Rechtsgutachten, sogenannte Counsel-Opinions, stützt.

Auch administrative Abläufe und Meldepflichten sollen angepasst werden. Die Wirksamkeit des Formulars TA-1 soll sich nach dem Einreichen von 30 auf 45 Tage verlängern. Für Korrekturen am Formular TA-2 ist eine Frist von 60 Tagen vorgesehen, während die bisherige Rule 17ad-4 aufgehoben werden soll.

In der neuen Fassung des Formulars TA-2 müssten Transferagenten detaillierte Angaben zur DLT-Nutzung machen. Dazu gehören die eingesetzten Tokenisierungsanbieter sowie die Anzahl der tokenisierten Emissionen, wobei zwischen Emittenten- und Drittanbieter-Modellen unterschieden werden muss.

SEC-DokumentRelease 34-106246
Geplante Compliance-RegelRule 17ad-30
Geplante Safe-Harbor-RegelRule 17ad-31
Wirksamkeit des Formulars TA-145 Tage statt 30 Tage
Frist für Korrekturen am Formular TA-260 Tage
Vorgesehene Kommentierungsfrist3. November 2026

Trotz der technologischen Öffnung will die SEC wesentliche Kontrollmechanismen beibehalten. Ein Transfer Agent muss weiterhin die exklusive Kontrolle über die Register behalten.

Auch die Transparenzanforderungen bleiben bestehen. Der vollständige Name und die Postadresse der Anteilsinhaber sollen weiterhin Pflichtangaben sein. Identitätsprüfungen und Transferbeschränkungen behalten ebenfalls ihre Gültigkeit, da tokenisierte Assets weiterhin regulierten Regeln für Besitz und Übertragung unterliegen.

Die Branche erwartet laut ad-hoc-news.de eine Beschleunigung der Abwicklung. Delanoue, CEO von Fairmint, erwartet, dass sich die Bearbeitungszeit im Postverkehr durch die neuen Regelungen von aktuell drei bis fünf Tagen auf lediglich einen Tag reduzieren könnte.

Während die SEC den Vorschlag zur Diskussion stellt, bereiten sich Marktteilnehmer bereits auf eine mögliche Umsetzung vor. Wells Fargo plant im Rahmen eines Partnernetzwerks von 17 Firmen für den Herbst 2026 ein Projekt für tokenisierte grenzüberschreitende Einlagen.

Interessierte Kreise können den Vorschlag kommentieren. Die Frist endet 60 Tage nach der Veröffentlichung im Federal Register und markiert nach dem Stand der Quelle den 3. November 2026.

Zusammenfassung: Der SEC-Vorschlag würde Blockchain-Register für Wertpapiere rechtlich stärker verankern und eine separate Off-Chain-Datenbank entbehrlich machen. Gleichzeitig sieht der Entwurf neue Compliance- und Meldepflichten vor, während bestehende Kontroll- und Identitätsanforderungen erhalten bleiben.

Einschätzung der Redaktion

Die entscheidende Entwicklung ist die zunehmende institutionelle Einbindung der Blockchain. Sobald ein Blockchain-Register rechtssicher als primäres Wertpapierregister genutzt werden kann, würde dies die Grundlage für effizientere Abwicklung, geringere administrative Reibung und breitere Tokenisierung schaffen. Der Nutzen entsteht jedoch nicht durch die Technologie allein, sondern durch belastbare Compliance-, Identitäts- und Kontrollstrukturen.

Bei Robinhood zeigt sich zugleich das zentrale Bewertungsrisiko des Sektors: Hohe Erwartungen an künftige Blockchain-Umsätze treffen auf volatile Geschäftsmodelle und ambitionierte Multiplikatoren. Kurzfristige Kurssignale bei kleineren Blockchain-Aktien sind demgegenüber nur begrenzt aussagekräftig, solange der übergeordnete Abwärtstrend intakt bleibt.

Zusammenfassung: Blockchain gewinnt institutionell an Relevanz, doch nachhaltiger wirtschaftlicher Wert hängt von regulatorischer Verlässlichkeit, realen Erträgen und einer tragfähigen Bewertung ab.

Quellen: