Sensation in Frankreich! Gericht erkennt Bitcoin (BTC) als Geld an:

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Das kürzlich gefällte Urteil eines französischen Gerichts könne weitreichende Folgen für den Rechtsstatus von Bitcoin (BTC) haben, weil die Kryptowährung darin wie Geld behandelt wurde. Derweil boykottiert eine französische Bank eine führende Exchange:

Vor Kurzem wurde in Frankreich ein Rechtsstreit entschieden, der viel zum Erfolg von Bitcoin in dem größten Nachbarland Deutschlands beitragen könnte: Wie örtliche Medien berichteten, urteilte das Handelsgericht des Pariser Vororts Nanterre in einem Prozess zwischen der einheimischen Exchange Paymium und der britischen Investmentfirma BitSpread.

Französiches Gericht behandelt Bitcoin (BTC) als Geld

Es ging dabei um den Verleih von 1.000 Bitcoin (BTC) von Paymium an BitSpread. Während das Digitalgeld verliehen war, kam es nämlich zur Hard Fork und Bitcoin Cash (BCH) spaltete sich ab. Paymium wollte nun die zusätzlich entstandenen 1.000 BCH für sich beanspruchen, doch das Gericht entschied stattdessen zugunsten von BitSpread.

Entscheidend dabei ist, dass zum Fällen des Urteils erst einmal der rechtliche Status von BTC definiert werden musste. Laut dem Gericht ist Bitcoin demnach ein fungiblen Vermögenswert, also quasi Geld. Dementsprechend sei der Verleih dasselbe wie ein Kundenkredit gewesen.

Hubert de Vauplane, ein spezialisierter Anwalt der Kanzlei Kramer & Levin, äußerte die Einschätzung, dass die Gerichtsentscheidung weitreichende Folgen haben könnte:

“Die Tragweite dieser Entscheidung ist beträchtlich, weil sie es erlaubt, Bitcoin wie Geld oder andere Finanzinstrumente zu behandeln. Sie wird daher Bitcoin-Transaktionen, wie z.B. Kredit- oder Repo-Transaktionen, die im Wachstum begriffen sind, erleichtern und damit die Liquidität des Marktes für Kryptowährung begünstigen.”

Französische Bank boykottiert Kryptobörse Coinbase

Doch nicht jeder in Frankreich scheint eine positive Haltung gegenüber der Krypto-Branche einzunehmen: Wie Cointelegraph am Dienstag berichtete, hat die französische Bankengruppe BNP Paribas diese Woche ohne große Ankündigung begonnen, Transaktionen an die führende Exchange Coinbase zu boykottieren. Die Bank habe einem betroffenen Kunden erklärt, dass Überweisungen an die Kryptobörse “als illegale Operation angesehen” würden, so Cointelegraph.

Ein derartiges Vorgehen kennt man sonst vor allem von indischen Banken, welchen 2018 durch eine Anweisung der Zentralbank verboten worden war, Kunden mit Verbindungen zu Kryptowährungen zu bedienen. Dies traf nicht nur Exchanges, sondern auch Privatpersonen. Zum Glück scheint sich das Schicksal von Indiens Krypto-Branche jüngst gedreht zu haben: Der Oberste Gerichtshof urteilte diesen Monat, dass die Anweisung der Zentralbank nicht verfassungsgemäß gewesen sei.

Wäre es in Deinen Augen gut für Bitcoin, wenn alle Staaten der Welt das Digitalgeld als Währung anerkennen würden oder wäre dies wegen zusätzlicher Regulationen eher negativ? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Yann CaradecFlickr.comLizenz, editiert

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