Spektakulärer Kriminalfall um $10 Millionen in Monero (XMR) nimmt überraschende Wendung:

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Vor 18 Monaten wurde die Ehefrau des Millionärs Tom Hagen angeblich entführt und die Täter verlangten ein Lösegeld von zehn Millionen US-Dollar in Monero (XMR). Doch die Ermittler glauben nun, dass es in Wahrheit ganz anders war:

Einer der aufsehenerregendsten Kriminalfälle Norwegens hat eine unerwartete Wendung genommen, wie Reuters am Dienstag berichtete. Im Oktober 2018 war Anne-Elisabeth Hagen, die Ehefrau des Unternehmers und Millionärs Tom Hagen, augenscheinlich entführt worden.

War Monero (XMR)-Erpressung nur ein Ablenkungsmanöver?

Damals verlangten die Täter angeblich ein Lösegeld von rund zehn Millionen US-Dollar in Form der Kryptowährung Monero (XMR). Diese wird zu den Privacy Coins gerechnet, schützt also besonders gut die Anonymität ihrer Nutzer, vor allem im Vergleich mit Bitcoin (BTC).

Die Polizei geht jedoch inzwischen davon aus, dass die Geschichte von der Lösegeldforderung nichts als ein Täuschungsmanöver des Ehemanns war. Tom Hagen selbst wurde verhaftet und steht nun unter Mordverdacht. Laut Reuters erklärte die Polizei auf einer Pressekonferenz:

“Nach nunmehr 18-monatigen Ermittlungen ist die Polizei an einem Punkt angelangt, an dem sie Grund hat, Tom Hagen des Mordes oder einer Verschwörung zum Mord zu verdächtigen.”

“Es gab keine Entführung, keinen wirklichen Verhandlungspartner und keine wirklichen Verhandlungen. Es gibt Anzeichen für einen Willen zur Ablenkung (der Ermittler).”

Der Verdächtige bestreitet die Vorwürfe. Heute soll er vor Gericht erscheinen.

Monero (XMR): Die verschriene Darknet-Kryptowährung

Monero steht vor allem aus Sicht staatlicher Behörden in dem Ruf, die Währung des Darknets zu sein, mit der vor allem illegale Geschäfte abgewickelt würden. So warnte beispielsweise schon das deutsche Finanzministerium vor XMR. In Japan ist der Handel mit Monero sogar verboten.

Gleichzeitig wird XMR natürlich auch von anderer Stelle für seine hohe Privatsphäre beworben, beispielsweise durch den Virenschutz-Pionier John McAfee. Dieser nimmt zwar seit seiner 180 Grad-Wende Anfang des Jahres gegenüber Bitcoin eine ablehnende Haltung ein, empfiehlt jedoch weiterhin XMR und andere Privacy Coins.

Ein anderer Monero-Fan ist der bekannte Kryptograph Nick Szabo. Dieser erfand nicht nur im Jahr 1998 mit “Bit Gold” eine Art Vorgänger von BTC, sondern gilt auch als wahrscheinlicher Kandidat für die Urheberschaft von Bitcoin selbst, könnte also hinter dem Pseudonym “Satoshi Nakamoto” stecken.

Monero (Esperanto für “Münze”) hat wie BTC einen pseudonymen Urheber, der sich in diesem Fall “Nicolas van Saberhagen” nannte. Auf der Rangliste der größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung belegt XMR aktuell den vierzehnten Platz hinter Cardano (ADA).

Hältst Du es für ein großes Problem, dass Kryptowährungen oft mit Kriminalität in Verbindung gebracht werden? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via QuoteInspektor.comLizenz

1 Kommentar

  1. Natürlich ist das problematisch. Nur, wenn es um Vermögenswerte geht, ist die Kriminalität immer dabei. Aber auch das muss gesagt werden: Wenn die Freiheitsrechte durch Gesetze und Verordnungen immer mehr eingeschränkt werden, suchen sich viele einen Ausweg.

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