Steuerpläne, Ledger-Skandal und neue Chancen am Krypto- und Aktienmarkt
Autor: Coinkurier Redaktion
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Kategorie: Nachrichten
Zusammenfassung: Der Pressespiegel beleuchtet Steuerpläne für Wohneigentum, manipulierte Ledger-Wallets und wachsende Krypto-Risiken sowie Chancen bei KI- und Chipaktien.
Von möglichen Steuerplänen für Wohneigentum über manipulierte Hardware-Wallets und Milliardenrisiken im Krypto-Handel bis hin zu neuen Chancen bei KI-Aktien: Dieser Pressespiegel zeigt, welche Themen Anleger, Märkte und die Blockchain-Branche derzeit bewegen.
Steuerpläne rücken Wohneigentum neben Bitcoin und Gold in den Fokus
Die WELT berichtet über neue Überlegungen zur Besteuerung von Wohneigentum. Demnach könnte die Zehn-Jahres-Frist für einen steuerfreien Verkauf von Immobilien entfallen, während Selbstnutzer davon ausgenommen bleiben sollen.
Der Beitrag stellt diese mögliche Änderung in einen größeren Zusammenhang: Nach Bitcoin und Gold könnten nun auch Immobilien stärker in den Fokus staatlicher Steuerpläne geraten. Die WELT argumentiert, eine Gleichbehandlung könne auch auf anderem Weg hergestellt werden und wäre ein wichtiges Signal.
„Angriff aufs Wohneigentum – vor diesem Staat ist niemand mehr sicher“
Infobox: Im Mittelpunkt stehen die mögliche Abschaffung der Zehn-Jahres-Frist und eine Ausnahme für Selbstnutzer. Quelle: WELT.
Ledger-Wallets mit Spionageimplantaten: Mehr als 100 Millionen Dollar gestohlen
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet über den Diebstahl von mehr als 100 Millionen Dollar aus mehr als 300 Bitcoin-Geldbörsen. Betroffen waren Hardware-Wallets des französischen Herstellers Ledger, die als sichere Aufbewahrungsgeräte gelten.
Nach den Ermittlungen wurden Geräte gekauft, manipuliert und anschließend wieder in den Handel gebracht. Die Angreifer bauten zusätzliche Elektronik ein, um geheime Informationen abzugreifen. Der Hersteller bestätigte das Vorhandensein eines solchen Spionageimplantats, während die genaue Stelle der Manipulation im Vertriebsweg und die Zahl der betroffenen Geräte bislang ungeklärt sind.
Das Implantat soll die Daten ausgelesen haben, die auf dem Bildschirm des Geräts angezeigt wurden. Während der Einrichtung angezeigte 24 Wörter der Wiederherstellungsphrase wurden demnach erfasst und über LTE mithilfe einer eingebauten E-SIM an die Täter gesendet.
Der Sicherheitschip und das Betriebssystem seien laut Ledger unverändert geblieben. Dadurch habe die Prüfroutine des Geräts keine Manipulation erkannt, weil die Zusatzhardware für den Ledger nicht sichtbar gewesen sei.
Ein Käufer eines Ledger Nano X hatte im August vergangenen Jahres in Thailand zusätzliche Elektronik entdeckt. Der Hacker Joe Grand untersuchte das Gerät und stellte seine Ergebnisse im Mai auf der Hardwear.io im amerikanischen Santa Clara vor. Bei acht weiteren Geräten, die Grand bei mehreren Verkäufern auf Lazada kaufte, enthielten vier ähnliche Implantate.
Am 9. Oktober machte Ledger die Untersuchung von Verlustmeldungen öffentlich und forderte den südostasiatischen Wiederverkäufer Cryptobilis zum Verkaufsstopp auf. Am folgenden Tag bestätigte Ledger ein Implantat in einem Kundengerät. In einer Erklärung vom 13. Oktober ordnete Ledger sämtliche damals bestätigten Verluste dem Cryptobilis-Vertrieb zu.
Auch in Deutschland wurde ein möglicher Fall bekannt. Ein Nutzer berichtete dem Magazin „Spiegel“, er habe jeweils einen Nano X bei Media Markt und Saturn erworben und in beiden Geräten Implantate gefunden. Eine unabhängige Überprüfung lag laut F.A.Z. nicht vor. Ledger erklärte am 14. Oktober, bei geprüften Geräten aus dem deutschen Einzel- und Großhandel keine Anzeichen für Manipulation festgestellt zu haben. Media Markt und Saturn entfernten die Produkte aus ihren Onlineshops und Märkten.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Gestohlene Summe | mehr als 100 Millionen Dollar |
| Betroffene Bitcoin-Geldbörsen | mehr als 300 |
| Wiederherstellungsphrase | 24 Wörter |
| Zusätzlich geprüfte Geräte | acht |
| Geräte mit ähnlichen Implantaten | vier |
Infobox: Die Angreifer sollen Wiederherstellungsphrasen über manipulierte Ledger-Geräte abgegriffen haben. Quelle: F.A.Z.
Krypto-Markt wächst, während Spot-Handel zurückgeht
Yahoo Finanzen Deutschland berichtet auf Grundlage des Q3-2026-Berichts von CoinGecko über ein erhöhtes Liquidationsrisiko an den Krypto-Märkten. Die Marktkapitalisierung stieg in drei Monaten um 39,6 % auf fast 3 Billionen USD.
Gleichzeitig sank der Spot-Handel auf den zehn größten zentralisierten Börsen im Vergleich zum Vorquartal um 14,2 % auf 1,65 Billionen USD. Nach Einschätzung des Berichts kann eine schwächere Handelsaktivität eine Rallye anfälliger machen, wenn Verkäufer plötzlich ihre Positionen auflösen.
Deutlich stärker nahm das Open Interest an den zehn größten Perpetual-Futures-Börsen zu. Es stieg um 40,6 % auf 102,2 Milliarden USD. Viele dieser Derivate werden mit Hebel gehandelt, wodurch sowohl Gewinne als auch Verluste verstärkt werden können.
Der Bericht verweist auf den 10. Oktober, als eine Zolldrohung von US-Präsident Trump gegen China einen Abverkauf auslöste. Dabei kam es zu über 19 Milliarden USD an erzwingbaren Liquidationen. Bitcoin verlor 14,5 %, Ethereum 12,2 %.
Ethereum legte im dritten Quartal um 71 % zu und erreichte 2.684 USD. Unterstützt wurde die Entwicklung durch 3,1 Milliarden USD an Zuflüssen in US-Spot-ETFs. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen sank jedoch um 23,2 % auf 11,5 Milliarden USD.
| Kennzahl | Entwicklung |
|---|---|
| Marktkapitalisierung von Krypto | +39,6 % auf fast 3 Billionen USD |
| Spot-Handel an zehn zentralisierten Börsen | -14,2 % auf 1,65 Billionen USD |
| Open Interest an zehn Perpetual-Futures-Börsen | +40,6 % auf 102,2 Milliarden USD |
| Ethereum im dritten Quartal | +71 % auf 2.684 USD |
| Ethereum-Handelsvolumen | -23,2 % auf 11,5 Milliarden USD |
Infobox: Einer steigenden Marktkapitalisierung und höheren Derivatepositionen steht ein rückläufiger Spot-Handel gegenüber. Quelle: Yahoo Finanzen Deutschland.
Der Aktionär sieht neue Chancen bei KI- und Chipaktien
Der Aktionär berichtet über die nächste Phase der KI-Revolution und stellt dabei einen antizyklischen Investmentansatz von Florian Söllner vor. Trotz wiederkehrender Zweifel an den hohen Investitionen in künstliche Intelligenz hält der Beitrag die technologische Entwicklung für real und gewaltig.
Bei KI-Chipaktien hätten sich die Charts zuletzt eingetrübt. Als Belastungsfaktoren nennt Der Aktionär hohe Investitionen, Zinsrisiken, ambitionierte Bewertungen und die US-Inflation von 3,7 % im September. Eine Marktkorrektur müsse jedoch nicht das Ende des KI-Booms bedeuten.
Für Anleger komme es laut Beitrag vor allem darauf an, welche Unternehmen mit KI nachhaltig Geld verdienen. Die Auswahl einzelner Aktien sei anspruchsvoll, biete aber auch Chancen über etablierte Chipkonzerne hinaus.
Als Beispiele für früh erkannte Trends nennt Der Aktionär Bloom Energy, AT&S und Nvidia. Bloom Energy liegt demnach seit Juli 2025 769 Prozent im Plus, AT&S steht bei plus 871 Prozent und Nvidia verzeichnet seit Dezember 2022 einen Kursgewinn von 1.201 Prozent. Seit Auflage 2015 liegt das Depot bei plus 501 Prozent.
Für das Depot 2030 sei die Cashquote durch Gewinnmitnahmen und Teilverkäufe auf knapp 20 Prozent erhöht worden. Dadurch solle Liquidität für mögliche neue Einstiege und Trading-Chancen verfügbar bleiben.
Der Aktionär weist außerdem auf ein Angebot für den Hot Stock Report hin. Bis zum 21.10.2026 soll es 10 Prozent Rabatt auf das Monats- und Jahresabo mit dem Code HSR10 geben.
| Wert beziehungsweise Depot | Genannte Entwicklung |
|---|---|
| Bloom Energy | 769 Prozent seit Juli 2025 |
| AT&S | plus 871 Prozent |
| Nvidia | 1.201 Prozent seit Dezember 2022 |
| Depot seit Auflage 2015 | plus 501 Prozent |
| Cashquote | knapp 20 Prozent |
Infobox: Der Beitrag setzt auf antizyklisches Vorgehen, Gewinnmitnahmen und Liquidität für mögliche neue KI- und Chipchancen. Quelle: Der Aktionär.
DAX vor Wochenplus, Bitcoin und Technologie im Blick
Börse Online berichtet von einer erneuten Aufwärtsbewegung beim DAX. Rund eine Stunde vor dem Handelsauftakt signalisierte der X-Dax ein Plus von gut 0,5 Prozent auf 25.520 Punkte.
Die Erholung im globalen Technologiesektor sollte dem deutschen Aktienmarkt Rückenwind geben. Der DAX ist stärker von Unternehmen aus klassischen Branchen geprägt, weshalb die Schwäche von KI-Aktien laut dem Bericht nur bedingt belastete.
Für die Woche zeichnete sich ein Gewinn von 1,7 Prozent ab. An den US-Börsen hellte sich die Stimmung im Handelsverlauf auf, während Anleger in Asien die jüngste Tech-Schwäche vor dem Wochenende zum Kauf nutzten. Ein leichter Rückgang der Ölpreise und Anleiherenditen unterstützte den positiven Ausblick.
Im Fokus stand auch die US-Geldpolitik. Die überraschend hohe US-Inflation hatte die Wahrscheinlichkeit einer zeitnahen weiteren US-Leitzinserhöhung steigen lassen. Nachdem sich Fed-Chef Kevin Warsh jedoch nicht spezifisch zur Geldpolitik äußerte, fiel die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung noch im Oktober aus Marktsicht wieder deutlich.
Warsh bezeichnete Investitionen in künstliche Intelligenz als Unterstützung für die US-Wirtschaft. Zugleich erwartete er, dass KI Produktivität und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit steigern könne, warnte aber vor einem holprigen Übergang und unsicheren kurzfristigen Beschäftigungseffekten.
Unternehmensmeldungen von Netflix bis Aixtron
Netflix berief Peter Rice zum Content-Chef. Der frühere Disney-Manager soll am 26. Oktober als Chief Content Officer von Bela Bajaria übernehmen und die globale Content-Organisation mit Serien, Filmen und Live-Events verantworten. Gleichzeitig plant der Streamingdienst laut Bericht den Abbau von rund 1.000 Stellen, etwa sechs Prozent der Belegschaft.
Nordex-Aktien legten vorbörslich auf Tradegate um 8,6 Prozent auf 37,87 Euro zu. Das Unternehmen hob seine Prognose an und übertraf im dritten Quartal laut Analysten beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen die Erwartungen.
Die EZB genehmigte Unicredit nach Unternehmensangaben, die Beteiligungsschwelle von 30 Prozent an der Commerzbank zu überschreiten. Nach Abschluss der noch ausstehenden Verfahren könnte Unicredit gegen Jahresende rund 50 Prozent der Stimmrechte erreichen und die Kontrolle übernehmen.
Aixtron meldete im dritten Quartal einen vorläufigen Auftragseingang von rund 275 Millionen Euro. Damit lag das Unternehmen über der Analystenerwartung von 214,6 Millionen Euro. Der Umsatz stieg auf etwa 184 Millionen Euro, das operative Ergebnis auf rund 57 Millionen Euro und die EBIT-Marge auf 31 Prozent. Die Jahresprognose für 2026 blieb unverändert.
Nvidia und Apple spendeten laut einem Medienbericht jeweils 25 Millionen Dollar für das geplante Ballsaalprojekt am Weißen Haus. Insgesamt sollen Unternehmen und Privatpersonen über einen gemeinnützigen Trust rund 330 Millionen Dollar beigetragen haben. Für das Vorhaben werden etwa 600 Millionen Dollar veranschlagt; Trump will 400 Millionen Dollar einwerben.
| Unternehmen beziehungsweise Markt | Angabe |
|---|---|
| DAX | gut 0,5 Prozent auf 25.520 Punkte |
| Wochenentwicklung DAX | 1,7 Prozent |
| Nordex | 8,6 Prozent auf 37,87 Euro |
| Unicredit-Commerzbank | 30 Prozent; gegen Jahresende rund 50 Prozent der Stimmrechte möglich |
| Aixtron-Auftragseingang | rund 275 Millionen Euro |
| Aixtron-Analystenerwartung | 214,6 Millionen Euro |
| Aixtron-Umsatz | etwa 184 Millionen Euro |
| Aixtron-operatives Ergebnis | rund 57 Millionen Euro |
| Aixtron-EBIT-Marge | 31 Prozent |
Infobox: DAX, Technologieaktien, Geldpolitik und mehrere Unternehmensmeldungen prägten den Börsenüberblick. Quelle: Börse Online.
Bitcoin erholt sich, Onchain-Daten weisen auf Gewinnmitnahmen hin
Börse Online berichtet, dass der Bitcoin-Kurs binnen 24 Stunden um 1,6 Prozent auf rund 82.300 US-Dollar gestiegen ist. Auch Ethereum und weitere große Kryptowährungen legten zu.
Eine Onchain-Analyse führt den jüngsten Verkaufsdruck vor allem auf Gewinnmitnahmen zurück. Sinkende Bitcoin-Bestände der Miner seien teilweise durch Wallet-Transfers erklärbar.
Als wichtige Einflussfaktoren für den weiteren Kursverlauf nennt der Beitrag einen starken US-Dollar, hohe Renditen und die anhaltende Inflation.
Infobox: Bitcoin erholte sich auf rund 82.300 US-Dollar, während Gewinnmitnahmen und makroökonomische Faktoren den Markt weiter beeinflussen. Quelle: Börse Online.
BTC-ECHO: 0,21 BTC könnten laut Modell finanzielle Freiheit ermöglichen
BTC-ECHO berichtet über ein Modell von Brad Long, wonach bereits 0,21 Bitcoin ausreichen könnten, um innerhalb von fünf bis zehn Jahren finanzielle Freiheit zu erreichen. Grundlage der Überlegung ist die Obergrenze von 21 Millionen BTC bei acht Milliarden Menschen.
Die Rechnung hängt laut BTC-ECHO stark von der künftigen Bitcoin-Kursentwicklung ab. Der Beitrag stellt deshalb die Belastbarkeit des Modells infrage und fragt, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssten, damit 0,21 BTC tatsächlich ausreichen.
Die klassische Vorstellung vom notwendigen Kapital für eine Frührente würde durch diesen Ansatz grundlegend verändert. Eine Zusicherung für eine bestimmte Kursentwicklung enthält der Bericht nicht.
Infobox: Das Modell setzt auf 0,21 BTC und einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren, bleibt aber von der künftigen Bitcoin-Kursentwicklung abhängig. Quelle: BTC-ECHO.
Einschätzung der Redaktion
Die Meldungen verdeutlichen ein zunehmend widersprüchliches Marktbild: Krypto- und Technologiewerte besitzen weiterhin erhebliches Wachstumspotenzial, zugleich steigen Verwundbarkeit, Bewertungsrisiken und politische Abhängigkeiten. Besonders gravierend ist der Angriff auf manipulierte Hardware-Wallets, weil dadurch selbst sicherheitsbewusste Anleger ihre Schutzmechanismen hinterfragen müssen. Für Immobilien, Aktien und Bitcoin gilt daher gleichermaßen: Renditechancen rechtfertigen keine Sorglosigkeit. Entscheidend sind Diversifikation, überprüfbare Verwahrung, realistische Erwartungen und ausreichend Liquidität.
Zusammenfassung: Die Chancen bleiben groß, doch Sicherheitsrisiken, Hebel und politische Eingriffe machen eine vorsichtige und breit diversifizierte Strategie unverzichtbar.
Quellen:
- Neue Steuerpläne: Ist nach Bitcoin und Gold nun Wohneigentum dran?
- Kryprodiebstahl mit Ledger-Wallet: Was bekannt ist
- Krypto-Märkte: Hohes Liquidationsrisiko laut Daten für das dritte Quartal
- Nach Bitcoin und Nvidia: Mit antizyklischem Instinkt zu neuen Kursraketen
- Das lässt den DAX anziehen - Netflix, Bitcoin, Nvidia, Apple, Fed, Aixtron, UniCredit, Commerzbank
- Bitcoin-Frührente: Endlich finanziell frei – mit nur 0,21 BTC?