Strategy verkauft Bitcoin, während Kryptomarkt und Yen unter Druck stehen
Autor: Coinkurier Redaktion
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Kategorie: Nachrichten
Zusammenfassung: Strategy verkauft 1.690 Bitcoin für STRC-Rückkäufe, während BIP-110 kaum Unterstützung findet und Krypto-Fonds trotz ruhiger Kurse hohe Zuflüsse verzeichnen.
Strategy verkauft Bitcoin, eine neue Abspaltung kämpft um Relevanz und Marex öffnet den Derivatemarkt für Krypto-Sicherheiten. Gleichzeitig sorgt die schwache Wirkung der Yen-Intervention für neue Signale für Bitcoin und globale Risikoanlagen. Der Pressespiegel zeigt, welche Entwicklungen den Kryptomarkt aktuell bewegen.
Strategy verkauft Bitcoin und kauft STRC zurück
Quelle: Blocktrainer
Strategy hat in der vergangenen Woche 1.690 Bitcoin für 108,6 Millionen US-Dollar verkauft. Die gesamten Erlöse flossen in den Rückkauf von STRC-Aktien, während die Cash-Reserve von 4 Milliarden auf 4,65 Milliarden US-Dollar vergrößert wurde.
Aus dem eingereichten 8-K-Filing geht hervor, dass Strategy 1.152.020 STRC-Aktien zu einem durchschnittlichen Kaufkurs von circa 94,27 US-Dollar zurückgekauft hat. Von dem Rückkaufprogramm, das theoretisch jederzeit angepasst werden kann, verbleiben damit noch 785,2 Millionen US-Dollar.
Die Bitcoin-Verkäufe wurden mit einem Durchschnittskurs von 64.262 US-Dollar je BTC abgewickelt. Gleichzeitig emittierte Strategy neue MSTR-Stammaktien für insgesamt 653,1 Millionen US-Dollar und erhöhte damit die Cash-Reserve auf 4,65 Milliarden US-Dollar.
| Verkaufte Bitcoin | 1.690 BTC |
| Erlös aus dem Bitcoin-Verkauf | 108,6 Millionen US-Dollar |
| Zurückgekaufte STRC-Aktien | 1.152.020 |
| Durchschnittlicher STRC-Kaufkurs | circa 94,27 US-Dollar |
| Cash-Reserve | 4,65 Milliarden US-Dollar |
| Abdeckung der Zins- und Dividendenzahlungen | 2,7 Jahre |
Strategy ist laut Blocktrainer seit Ende Mai Nettoverkäufer von Bitcoin. Seitdem wurden insgesamt 6.948 BTC verkauft und 3.657 BTC hinzugekauft. Die Bitcoin-Reserve sank vom Höchststand von 847.363 auf 840.447 BTC, während seit Jahresauftakt unter dem Strich noch 167.947 BTC netto hinzukamen.
Das Management betont laut dem Bericht weiterhin das Ziel, Nettokäufer von Bitcoin sowie Nettoemittent von STRC zu bleiben. Die Verkäufe sollen demnach dazu beitragen, das Vertrauen in STRC wiederherzustellen und langfristig weitere Bitcoin-Käufe zu ermöglichen.
STRC soll durch eine Dividende von 12 % pro Jahr und Rückkäufe bei einem Zielkurs von 100 US-Dollar stabilisiert werden. Neue STRC-Aktien sollen erst ab diesem Kurs direkt am Markt emittiert werden, um mit den Erlösen Bitcoin zu kaufen.
Als offene Frage bezeichnet Blocktrainer, ob sich bei 100 US-Dollar ausreichend Käufer für STRC finden. Die Dividendenrendite von 12 % bei halbmonatlicher Ausschüttung, die Cash-Reserve von 4,65 Milliarden US-Dollar und die Bitcoin-Bilanz reichten bislang offenbar noch nicht vollständig aus, um die Nachfrage auf das Zielniveau zu bringen.
Zum Börsenstart handelte STRC ungefähr bei 95,4 US-Dollar. Die MSTR-Aktie lag bei circa 100 US-Dollar und damit über 80 % unter ihrem Allzeithoch. Die seit Jahresauftakt erzielte „BTC Yield“ sank laut Blocktrainer von 13,3 % im Mai auf 1,7 %.
Infobox: Strategy verkaufte 1.690 BTC für 108,6 Millionen US-Dollar und finanzierte damit den Rückkauf von 1.152.020 STRC-Aktien. Die Cash-Reserve beträgt 4,65 Milliarden US-Dollar und deckt 2,7 Jahre an Zins- und Dividendenzahlungen ab.
Bitcoin-Abspaltung BIP-110 erzeugt nur zwei Blöcke
Quelle: Wallstreet Online
Die Abspaltung der Bitcoin-Blockchain mit der Kennung BIP-110 erzeugte in rund acht Stunden lediglich zwei Blöcke. Die Hauptkette kam im gleichen Zeitraum auf 48 Blöcke, wodurch die geringe Unterstützung für die Abspaltung deutlich wurde.
Die Signalphase begann bei Block 961.632. Unterstützende Knoten lehnen seitdem Blöcke ohne Zustimmung ab, doch nur 2,53 Prozent der zuletzt erzeugten Blöcke standen hinter dem Vorschlag; erforderlich wären 55 Prozent gewesen.
BIP-110 sieht vor, Bilder, Texte und andere Daten ohne Zahlungsbezug für ein Jahr aus Bitcoin-Transaktionen zu verbannen. Die Minderheitskette übernahm die Schwierigkeit von Bitcoin, verfügt laut Wallstreet Online jedoch über zu wenig Rechenleistung für einen regelmäßigen Betrieb.
Bei dem aktuellen Tempo würde die nächste Anpassung dieser Schwierigkeit rund 350 Tage benötigen. Beide Ketten akzeptieren dieselben Transaktionen, weshalb der Verkauf abgespaltener Münzen laut dem Bericht sogar echte Bitcoin gefährden kann.
| Blöcke der Abspaltung in rund acht Stunden | 2 |
| Blöcke der Hauptkette | 48 |
| Unterstützung für BIP-110 | 2,53 % |
| Erforderliche Unterstützung | 55 % |
| Geschätzte Zeit bis zur nächsten Schwierigkeitsanpassung | rund 350 Tage |
| Bitcoin-Kurs am 9. August 2026 | rund 65.177 Dollar |
Der Bitcoin-Kurs reagierte kaum auf die Abspaltung und stand am 9. August 2026 bei rund 65.177 Dollar. Zuvor hatte Bitcoin am Sonntagmorgen unter 65.000 Dollar notiert, wie Wallstreet Online unter Berufung auf Investing.com berichtet.
Parallel dazu sammelten amerikanische Fonds in fünf Sitzungen 853,5 Millionen Dollar ein. Insgesamt flossen innerhalb einer Woche 1,1 Milliarden Dollar in US-Fonds, wobei BlackRock allein 693,7 Millionen Dollar aufnahm.
Trotz dieser Zuflüsse bewegte sich BTC innerhalb von 24 Stunden um weniger als ein Prozent. Wallstreet Online stellt die ruhige Kursentwicklung der hohen Aktivität rund um alternative Krypto-Projekte und Vorverkäufe gegenüber.
Infobox: BIP-110 erzeugte in rund acht Stunden zwei Blöcke gegenüber 48 Blöcken der Hauptkette. Die Unterstützung lag bei 2,53 Prozent und damit unter den erforderlichen 55 Prozent; zugleich flossen 853,5 Millionen Dollar in fünf Sitzungen in US-Bitcoin-Fonds.
Strategy verkauft erneut Bitcoin und steht unter Kritik
Quelle: finanzen.net
Strategy hat erneut Bitcoin verkauft und zugleich über den Verkauf eigener Aktien mehr als 653 Millionen US-Dollar eingenommen. Laut finanzen.net veräußerte der Konzern rund 1.690 Bitcoin und verkaufte 6,59 Millionen eigene Aktien.
Die Strategy-Aktie schloss am Montag an der NASDAQ 2,68 Prozent tiefer bei 97,33 US-Dollar. Der Schritt verstärkt laut dem Bericht die Abkehr vom bisherigen Bild eines Unternehmens, das Bitcoin ausschließlich anhäuft.
Rund 650 Millionen US-Dollar aus dem Aktienverkauf flossen in die Barreserve, die Strategy mit 4,65 Milliarden US-Dollar beziffert. Die restlichen gut drei Millionen US-Dollar wurden dem Kassenbestand zugeführt.
Die rund 108 Millionen US-Dollar aus dem Bitcoin-Verkauf setzte Strategy für den Rückkauf von gut 1,15 Millionen STRC-Vorzugsaktien ein. Die Bitcoin wurden zu durchschnittlich rund 64.300 US-Dollar je Coin verkauft, während der Einstandsschnitt der verbliebenen 840.447 Bitcoin bei gut 75.000 US-Dollar liegt.
Finanzen.net ordnet den Verkauf als weiteren Schritt in einer Serie von Bitcoin-Verkäufen im Jahr 2026 ein. Besonders schwer wog demnach ein Verkauf von rund 3.588 Coins für gut 216 Millionen US-Dollar Ende Juni und Anfang Juli.
Zusätzliche Kritik kam Anfang August vom Milliardär und Bergbau-Finanzier Frank Giustra. In einer Debatte auf X bezeichnete Giustra Michael Saylor als „das Schlimmste, was Bitcoin je passiert ist“ und kritisierte das Anhäufungsmodell von Strategy als werbewirksam sowie von Gier und FOMO getrieben.
„Michael Saylor sei das Schlimmste, was Bitcoin je passiert ist.“
Saylor erklärte laut finanzen.net Anfang August, sein früheres Credo, man solle notfalls eine Niere verkaufen, aber den Bitcoin behalten, gelte für private Sparer und nicht für ein börsennotiertes Unternehmen wie Strategy. Seine persönlichen Bestände habe er demnach nie angerührt.
Unter dem laufenden Aktienrückkaufprogramm stehen Strategy noch rund eine Milliarde US-Dollar für eigene Stammaktien sowie gut 785 Millionen US-Dollar für Vorzugspapiere zur Verfügung. Als nächster belastbarer Datenpunkt gilt laut Bericht der Stand der Barreserve im kommenden Filing.
Infobox: Strategy verkaufte rund 1.690 BTC zu durchschnittlich rund 64.300 US-Dollar je Coin. Die Barreserve beträgt 4,65 Milliarden US-Dollar; für Rückkäufe stehen noch rund eine Milliarde US-Dollar bei Stammaktien und gut 785 Millionen US-Dollar bei Vorzugspapieren zur Verfügung.
Marex will Bitcoin und Ethereum als Initial Margin akzeptieren
Quelle: Yahoo Finanzen Deutschland
Die Marex Group plant, noch in diesem Jahr Bitcoin und Ethereum als Sicherheit für Initial Margin bei Derivaten zu akzeptieren. Das Unternehmen erweitert damit sein im Vormonat angekündigtes Stablecoin-Programm.
Mitte Juli hatte Marex bekannt gegeben, dass Kunden USDC, den von Circle ausgegebenen und an den Dollar gekoppelten Stablecoin, als Initial Margin hinterlegen können. Die erste durch Stablecoins besicherte Initial-Margin-Transaktion wurde mit Prime Trading LLC abgewickelt; Coinbase stellte Verwahrung, Fiat-Umwandlung und Reporting-Infrastruktur bereit.
„Ja, wir planen, noch in diesem Jahr BTC und ETH zu akzeptieren“, erklärte Stephen Hood, Leiter des Amerika-Clearings bei Marex, gegenüber Investing.com.
Die Einführung von Bitcoin und Ethereum soll zunächst begrenzt erfolgen. Marex will die Erweiterung laut Hood ausbauen, sobald die Möglichkeit besteht, die Sicherheiten bei Börsen und Clearinghäusern zu hinterlegen.
Die erste USDC-Transaktion war auf ein Volumen von 10 Millionen begrenzt, da es sich um ein eintägiges Ereignis handelte. Hood erklärte, dass sich das Limit im Oktober ändern werde, ohne einen konkreten neuen Wert zu nennen.
| Geplante Kryptowährungen als Initial Margin | Bitcoin und Ethereum |
| USDC-Transaktionslimit bei der ersten Transaktion | 10 Millionen |
| Geplanter Beginn der Akzeptanz von BTC und ETH | noch in diesem Jahr |
Die Nachfrage nach dieser Möglichkeit komme aus dem gesamten Kundenstamm, erklärte Hood. Sie stamme ursprünglich von Hedgefonds, Market Makern, Investoren in US-Staatsanleihen und Unternehmen aus dem Bereich der dezentralen Finanzen.
Das Programm folgt auf einen „No-Action Letter“ der US-Aufsichtsbehörde für den Handel mit Rohstoff-Futures aus dem Dezember 2025. Dieser gestattet Futures Commission Merchants unter bestimmten Bedingungen, digitale Vermögenswerte, die nicht als Wertpapiere gelten, als Kunden-Margin-Sicherheiten für von der CFTC regulierte Derivate zu akzeptieren.
Zum Risikomanagement hat Marex laut Yahoo Finanzen Deutschland ein Rahmenwerk aus Risikosteuerung, institutioneller Verwahrung und operativen Verfahren geschaffen. Dazu gehören Zulassungskriterien, Wallet-Governance, Transaktionsgenehmigungen und Cybersicherheit.
Infobox: Marex plant noch in diesem Jahr die Akzeptanz von Bitcoin und Ethereum als Initial Margin. Die erste USDC-Transaktion war auf 10 Millionen begrenzt; das Programm wird zunächst nur in begrenztem Umfang auf BTC und ETH ausgeweitet.
Yen-Intervention verliert Wirkung und beeinflusst Bitcoin
Quelle: BeInCrypto
Der Wechselkurs USD/JPY stieg am Montag auf 158,93 und erreichte damit den höchsten Stand im August. Damit machte das Währungspaar einen Großteil der durch die Intervention ausgelösten Yen-Rallye wieder rückgängig.
Japan hatte am 30. und 31. Juli über das Finanzministerium und die Bank of Japan insgesamt knapp 88 Milliarden USD für Yen-Käufe ausgegeben. Am ersten Tag kostete die Maßnahme ungefähr ¥8,45 Billionen, was etwa 53 Milliarden USD entspricht; am folgenden Tag kamen etwa 34 Milliarden USD hinzu.
| USD/JPY am Montag | 158,93 |
| Ausgaben Japans am 30. und 31. Juli | knapp 88 Milliarden USD |
| Erster Interventionstag | ¥8,45 Billionen beziehungsweise etwa 53 Milliarden USD |
| Zweiter Interventionstag | etwa 34 Milliarden USD |
| USD/JPY vor der Intervention | knapp 164 |
| USD/JPY Anfang August | etwa 157,3 |
Erstmals seit 1998 schlossen sich auch die Vereinigten Staaten einer koordinierten Yen-Stützung an. Washington verkaufte dafür Euro gegen Yen über die New York Fed; die US-Seite gab Berichten zufolge diesmal 5 bis 10 Milliarden USD aus, verglichen mit 833 Millionen USD im Jahr 1998.
Goldman Sachs sieht laut BeInCrypto einen Grund für die begrenzte Wirkung darin, dass japanische Investoren weiterhin in hohem Tempo ausländische Anleihen kauften. Kapital verlasse Japan demnach schneller, als es die offiziellen Stellen zurückholen könnten.
Japan meldete im Juni ein Leistungsbilanzdefizit von ¥92,3 Milliarden beziehungsweise 580,7 Millionen USD. Ökonomen hatten einen Überschuss von etwa ¥1,51 Billionen beziehungsweise 9,5 Milliarden USD erwartet.
Im ersten Halbjahr 2026 erzielte Japan dank starker Chip-Exporte dennoch einen Rekordüberschuss von ¥17,43 Billionen beziehungsweise 109,7 Milliarden USD. Der Yen blieb laut dem Bericht im August die schwächste große Währung.
Die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen stieg laut TradingView am Montag auf 2,807 %. Seit Januar erhöhte sie sich damit von unter 2 % auf ein Mehrjahreshoch.
Die Bank of Japan belässt ihren Leitzins aktuell bei 1 %. Zugleich warnte sie, dass die Kerninflation über dem Ziel von 2 % liegen könnte. Eine mögliche Zinsentscheidung im September wird laut BeInCrypto als wichtiger Impulsgeber für Yen und Bitcoin betrachtet.
Die Entwicklungen wirken sich auch auf den Kryptomarkt aus, weil Carry-Trades günstige Yen-Kredite zur Finanzierung von Anlagen nutzen. Eine Veränderung der Zinsdifferenzen kann daher die Nachfrage nach Risikoanlagen und damit auch Bitcoin beeinflussen.
Infobox: USD/JPY stieg auf 158,93, nachdem Japan knapp 88 Milliarden USD für Yen-Käufe ausgegeben hatte. Die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen lag bei 2,807 %, der Leitzins der Bank of Japan bei 1 %.
Einschätzung der Redaktion
Strategy befindet sich in einem strategischen Spannungsfeld: Der Aufbau einer hohen Liquiditätsreserve stärkt kurzfristig die finanzielle Belastbarkeit, zugleich untergraben wiederholte Bitcoin-Verkäufe das bisherige Kernversprechen des Geschäftsmodells. Entscheidend wird sein, ob die Rückkäufe von STRC tatsächlich Vertrauen und Nachfrage stabilisieren. Bleibt der Kurs unter dem Zielniveau, droht ein Kreislauf aus Verkaufsdruck, sinkender BTC-Wachstumsdynamik und wachsender Skepsis gegenüber der Kapitalstrategie.
Kernaussage: Die Maßnahme erhöht die kurzfristige Stabilität, schwächt aber die Glaubwürdigkeit einer uneingeschränkten Bitcoin-Akkumulationsstrategie.
Einschätzung der Redaktion
BIP-110 hat derzeit keine ausreichende Netzwerkwirkung und ist praktisch eine Randerscheinung. Die geringe Blockproduktion und fehlende Rechenleistung machen die Abspaltung technisch und wirtschaftlich fragil. Das größere Risiko liegt weniger in einer unmittelbaren Kurswirkung als in möglicher Verwirrung über die gültige Kette und in Sicherheitsproblemen beim Umgang mit den abgespaltenen Coins.
Kernaussage: BIP-110 besitzt aktuell kaum Unterstützung und stellt vor allem ein potenzielles Sicherheits- und Verwechslungsrisiko dar.
Einschätzung der Redaktion
Die Kritik an Strategy gewinnt an Gewicht, weil das Unternehmen sein öffentlich vermitteltes Muster sichtbar verändert: Bitcoin wird nicht mehr ausschließlich als strategische Reserve behandelt, sondern bei Bedarf zur Finanzierung anderer Kapitalmaßnahmen eingesetzt. Das ist nicht automatisch irrational, erhöht jedoch die Abhängigkeit von Marktvertrauen, Aktienbewertungen und der Nachfrage nach STRC. Für Anleger wird damit die Finanzierungsstruktur wichtiger als die reine Bitcoin-Menge.
Kernaussage: Strategy entwickelt sich von einem reinen Bitcoin-Käufer zu einem komplexen Finanzierungsvehikel mit deutlich höherem Ausführungs- und Vertrauensrisiko.
Einschätzung der Redaktion
Die geplante Annahme von Bitcoin und Ethereum als Initial Margin ist ein wichtiger Schritt für die institutionelle Integration digitaler Vermögenswerte. Ihre Bedeutung hängt jedoch maßgeblich von Verwahrung, Bewertungsabschlägen, Liquidationsregeln und der Skalierbarkeit ab. Ein begrenzter Start dürfte deshalb weniger eine sofortige Marktveränderung als ein Signal für die zunehmende Einbindung von Kryptowährungen in regulierte Derivateinfrastrukturen sein.
Kernaussage: Die Initiative stärkt die institutionelle Akzeptanz, bleibt zunächst aber wegen begrenzter Umsetzung und strenger Risikokontrollen von überschaubarer Reichweite.
Einschätzung der Redaktion
Die nachlassende Wirkung der Yen-Intervention zeigt, dass Währungsstabilität nicht dauerhaft durch punktuelle Devisenkäufe gesichert werden kann, wenn Kapitalströme und Zinsdifferenzen dagegenstehen. Für Bitcoin entsteht dadurch ein zweischneidiger Einfluss: Eine mögliche geldpolitische Straffung kann Risikoanlagen belasten, während anhaltende Währungs- und Finanzierungsspannungen zugleich die Nachfrage nach alternativen Wertaufbewahrungsmitteln fördern können. Der entscheidende Impuls dürfte von der weiteren Entwicklung der japanischen Zinsen und der Carry-Trades ausgehen.
Kernaussage: Der Yen bleibt ein relevanter makroökonomischer Risikofaktor für Bitcoin, weil Interventionen allein die zugrunde liegenden Kapitalströme nicht dauerhaft umkehren.
Quellen:
- Strategy hat 1.690 Bitcoin verkauft, um STRC zurückzukaufen – Kann Michael Saylor bald wieder zum Käufer werden?
- Bitcoin News, warum eine Abspaltung in acht Stunden nur zwei Blöcke schaffte
- Strategy-Aktie: Nächster Bitcoin-Verkauf, während ein Milliardär gegen Saylor wettert
- Exklusiv: Marex plant noch in diesem Jahr die Akzeptanz von Bitcoin und Ethereum als Initial Margin
- Amerika stabilisierte den Yen: Der Markt dreht den Effekt um, Bitcoin ist betroffen
- Bitcoin Prognose bei 64.800 Dollar, BTC-Volatilität fällt auf Jahrestief