Tiefschlag für Bitcoin? Großbritannien verbietet den Verkauf von Krypto-Derivaten an Privatkunden.

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Die Financial Conduct Authority (FCA) hat Unternehmen im Vereinigten Königreich verboten Krypto-Derivate und Exchange Traded Notes (ETN), an Kleinanleger zu verkaufen.

Jedes britische Unternehmen, das in oder außerhalb Großbritanniens tätig ist, wurde mit dieser Entscheidung der Verkauf von Produkten, dessen Preis sich auf Grundlage von Bitcoin oder anderen Kryptowährungen errechnet, untersagt.

Die Aufsichtsbehörde FCA hat hierzu einen Katalog neuer Regeln angekündigt, um zu verhindern, dass ehrliche Briten um ihre Ersparnisse betrogen werden, da sich aktuell noch zu wenige Menschen mit dieser neuen Generation von Kryptowährungen auskennen.

Sheldon Mills von der FCA sagte hierzu: Dieses Verbot spiegelt wider, wie ernst wir den potenziellen Schaden für Einzelhandelskunden bei diesen Produkten nehmen. Der Verbraucherschutz ist hier von größter Bedeutung.

Eine erhebliche Preisvolatilität, in Verbindung mit den inhärenten Schwierigkeiten der zuverlässigen Bewertung von Kryptoanlagen, bringt für Einzelhandelskunden ein hohes Risiko mit, Verluste durch den Handel mit Krypto-Derivaten zu erleiden. – Wir haben Beweise dafür, dass dies in erheblichem Umfang geschieht. Das Verbot bietet ein angemessenes Schutzniveau.

Die FCA kann Menschen nicht davon abhalten Bitcoin zu kaufen!

– Sie kann jedoch Verbote aussprechen Produkte zu verkaufen, die auf ihren Preisen basieren. Insofern stoppt sie nun den Verkauf von Derivaten und Exchange Traded Notes (ETNs), die auf unterschiedliche Arten von Preisbewegungen verschiedener Kryptoanlagen abhängig sind.

Das Verbot tritt am 6. Januar 2021 in Kraft.

Da der Verkauf von Derivaten und ETNs, die bestimmte Arten von Kryptoassets an Privatkunden weiterleiten, jetzt verboten ist, ist jedes Unternehmen, das diese Dienstleistungen für Privatkunden anbietet, wahrscheinlich ein Betrüger, sagte die FCA weiter.

Die FCA brachte das Verbot ein, da diese Produkte für Einzelhandelsverbraucher ungeeignet seien, da es nicht möglich sei, ihren Wert oder die damit verbundenen Risiken zuverlässig zu ermitteln. Die Hauptargumente der FCA waren diesbezüglich:

  • Der inhärente Charakter der zugrunde liegenden Vermögenswerte, d.h. das Fehlen verlässlicher Bewertungsgrundlagen
  • Die Prävalenz (Gesamtaufkommen) von Marktmissbrauch und Finanzkriminalität – zum Beispiel Cyberdiebstahl
  • Extreme Volatilität der Preisbewegungen von Kryptoanlagen
  • Unzureichendes Verständnis des Kryptomarktes durch Einzelhandelsverbraucher
  • Mangelnder legitimer Investitionsbedarf für Privatkunden, um überhaupt in diese Produkte zu investieren.

Zusammenfassend sagte die FCA, dass Verbraucher durch plötzliche und unerwartete Verluste Schaden erleiden könnten, wenn sie in diese Produkte investieren.

Das Verbot umfasst nicht nur den Verkauf dieser Produkte, sondern auch die Vermarktung und den Vertrieb.

Dieser Schritt scheint Teil der Bemühungen der Regulierungsbehörde zur Verbesserung des Marktes für Investmentkonsumenten zu sein, nachdem eine offizielle Aufforderung um Feedback der Branche gebeten hatte.

Erste Stimmen im Land lassen vermuten, das diese Neuregelung sehr gemischte Ansichten hervorruft, so brachten einige Tweets zu diesem Thema schon nach wenigen Minuten kontroverse Diskussionen mit sich.

Gegner sagen klar, das Investitionen immer mit Risiko verbunden sind und es Aufgabe des Investors selbst ist, sich bestmöglich zu informieren und seine eigene Risikobereitschaft abzuwägen.

Befürworter hingegen finden diesen Schritt eine richtige Entscheidung, da klare Regulierungen des Marktes schon lange überfällig sind und eine Massenadaption ohne Richtlinien nur schwer vorstellbar ist.

Bild@Pixabay / Lizenz

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