TRON-Gründer Justin Sun will Ethereum und EOS “retten”

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Justin Sun erbarmt sich der ETH- und EOS-Entwickler. | © Depositphotos
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Kurz nach einer Entlassungswelle bei dem Ethereum-Unternehmen ConsenSys hat TRON-Gründer Justin Sun angeboten, allen Ethereum- und EOS-Entwicklern zu helfen, die ihre Projekte zu TRON transferieren. Bereits einen Tag zuvor hatte die Spieleplattform BitGuild genau dies getan.

Während im aktuellen Bärenmarkt manches Krypto-Projekt den Gürtel enger schnallen muss, scheinen die Kassen bei TRON noch gut gefüllt zu sein. Justin Sun, Gründer und CEO der TRON-Foundation, kündigte heute an, einen Fonds für Ethereum- und EOS-Entwickler einzurichten, um sie vor dem „Zusammenbruch ihrer Plattform“ zu retten. Voraussetzung ist allerdings, dass die Empfänger dieser Hilfe ihre dezentralisierten Applikationen (dApps) auf die TRON-Plattform transferieren.

Entlassungen in Kryptobranche nehmen zu

Offenbar hatte Sun diese Idee ersonnen, nachdem er von den Entlassungen bei ConsenSys gehört hatte. Das auf die Entwicklung von Ethereum ausgerichtete Unternehmen mit Sitz in New York hatte am Donnerstag angekündigt, es werde sich von 13 Prozent seiner Mitarbeiter trennen. Bei einer Belegschaft von 1.200 Personen macht das 156 Entlassungen.

Die Exchange Coinbase hatte im vergangenen Monat 15 Angestellte vor die Tür gesetzt. Beim Konkurrenten Kraken mussten im September sogar 57 Mitarbeiter ihren Hut nehmen. Auch Jan-Heinrich Meyer, Leiter der Dash Embassy D-A-CH, berichtete im Interview mit dem Coin Kurier, dass seine Organisation wegen der aktuellen Marktlage ihre Aktivitäten zurückschrauben musste.

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Bei EOS scheint allerdings noch lange kein Geldmangel zu herrschen. EOS New York, einer der 21 Block Producer der Plattform, lehnte Justin Suns Angebot dankend ab. Man habe immer noch Milliarden Dollar von Risikokapitalgebern für EOS-Projekte vorrätig.

Erstes Spiel verkündet Umzug von Ethereum zu TRON

Wie im vorauseilenden Gehorsam hatte die Spieleplattform BitGuild bereits am Donnerstag verkündet, ihr soziales Videospiel Bitizens von Ethereum zu TRON zu verlegen. Bei diesem kann man einen Avatar individuell gestalten und mit ihm die virtuelle Stadt Bitropolis erkunden.

Als Begründung für diesen Schritt schrieb BitGuild heute, dass Ethereums Skalierungsschwierigkeiten zu „Überlastungsproblemen, langen Wartezeiten, hohen Gas-Gebühren und schlechter Stabilität“ geführt und dadurch viele dApp-Nutzer verprellt hätten.

Wegen der hohen Geschwindigkeit, der niedrigen Gebühren und der einfacheren dApp-Entwicklung und -Skalierung wolle man nun das „erste große Spiel im TRON-Netzwerk“ werden. Für die Übergangsphase wurde Bitizens vorübergehend vom Netz genommen.

Werden alle großen dApp-Plattformen den Kryptowinter überstehen oder werden sich letztendlich die Entwickler auf eine einzige festlegen? Welche hat aktuell die besten Überlebenschancen? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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