UNGLAUBLICH! Darum geben Hacker $25 Millionen in Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) zurück:

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Kurz nach dem Hack der DeFi-Plattform dForce haben die Angreifer kapituliert und ihr Diebesgut zurückgegeben. Sie waren von einer unerwarteten Seite unter Druck geraten: 

Exchange-Hacks können oft ein monate- oder gar jahrelanges Nachspiel mit sich bringen, wobei geschädigte Kunden nicht wissen, ob und wenn ja wie viel Geld sie wiedersehen werden. Der bekannteste Fall ist wohl die 2014 zusammengebrochene Exchange Mt. Gox, deren Entschädigungsprozess sich bis zum heutigen Tag hinzieht.

Angreifer geben gestohlene Coins nach DeFi-Hack zurück

Ganz anders entwickelt sich dagegen glücklicherweise der Fall des Decentraliced Finance (DeFi)-Kredit-Protokoll Lendf.me und des ihm zugrundeliegenden dForce-Netzwerks. Kürzlich war es Hackern gelungen, über 99 Prozent von dForce’ Einlagen zu stehlen.

Laut der Blockchain-Sicherheitsfirma PeckShield hatte das Diebesgut einen Wert von über 25 Millionen US-Dollar. Gut zehn Millionen davon entfielen auf WETH, eine tokenisierte Version von Ethereum (ETH). Gut vier Millionen waren HBTC und imBTC, also tokenisierte Bitcoin (BTC). Der Rest entfiel auf verschiedene Stablecoins, allen voran Tether (USDT).

Doch schon wenige später haben die Hacker die entwendeten Coins offenbar wieder zurückgegeben, wie die Nachrichtenseite The Block berichtete. Das taten sie jedoch nicht aus reiner Nächstenliebe, sondern weil sie unter Druck gesetzt wurden.

IP-Adresse der Hacker geknackt

Dahinter steckte 1inch.exchange ein bekannter DEX Aggregator. Deren CEO Sergej Kunz erklärte gegenüber The Block:

“Wir erhielten eine Anfrage der Polizei von Singapur und wir halfen dForce. Auf der Grundlage der Anfrage lieferten wir der Polizei die IP-Adressen und die sensiblen Meta-Informationen, die der Hacker durch Nutzung unseres CDNs [Content Delivery Network]
hinterlassen hatte.

Wir reagierten sehr schnell [auf die Anfrage der Polizei]… wir schützen die Benutzerdaten, aber in einem solchen Fall ist es ein Muss, der Polizei zu helfen… die Idee war, so viel Druck wie möglich auf den Hacker auszuüben.”

Die zurückgegebenen Coins waren nur noch etwa 24.3 Millionen US-Dollar wert, da der Markt in der Zwischenzeit gefallen war und die Hacker einige Tokens gegen andere getradet hatten.

DEX Aggregatoren wie die von White-Hat-Hackern entwickelte 1inch.exchange bieten ihren Nutzern die Möglichkeit, auf die Orderbücher mehrerer dezantrisierten Exchanges (DEX) gleichzeitig zuzugreifen. Damit lösen sie die Liquiditätsprobleme, von denen die dezentralen Börsen oftmals geplagt werden. Niedrige Liquidität an einem Handelsplatz stört nicht mehr, weil die Aggregatoren aus einem Portfolio an Exchanges die aktuell “flüssigste” auswählen oder sogar auf mehrere gleichzeitig zugreifen können. Nutzer haben immer noch die Vorteile einer DEX, nicht jedoch die Nachteile und Unannehmlichkeiten.

Wurdest Du schon einmal von einem Hacker angegriffen, der Deine Coins stehlen wollte? Schreib uns Deine Erfahrungen in die Kommentarspalte!

© Bild via Richard Patterson, Flickr.comLizenzComparitech

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