Union stemmt sich gegen Bitcoin-Steueränderung – Markt bleibt unter Druck
Autor: Coinkurier Redaktion
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Kategorie: Nachrichten
Zusammenfassung: Die Union signalisiert Widerstand gegen die geplante Abschaffung der steuerfreien Krypto-Haltefrist, während Bitcoin trotz eines Optionenverfalls von 15,9 Milliarden US-Dollar weitgehend stabil bleibt.
Die Krypto-Woche bietet reichlich Zündstoff: Während in Berlin der Streit um die steuerfreie Haltefrist für Bitcoin eskaliert, kämpfen Anleger mit einem milliardenschweren Optionenverfall und uneinheitlichen Kursbewegungen. Welche politischen Entscheidungen und Marktsignale jetzt den Ton angeben, zeigt der aktuelle Pressespiegel.
Union signalisiert Widerstand gegen geplante Bitcoin-Steueränderung
Die Finanzpolitiker von CDU/CSU stellen sich laut Informationen der BILD offenbar gegen die geplante Abschaffung der steuerfreien Haltefrist für Bitcoin und Kryptowährungen. Wie der Blocktrainer am 27.09.2026 berichtet, formiert sich innerhalb der Union Widerstand gegen zusätzliche Belastungen.
Im Frühjahr 2025 war während der Koalitionsverhandlungen bereits bekannt geworden, dass die SPD die steuerfreie Haltefrist abschaffen möchte. Die Union hatte sich dagegen positioniert, sodass die Abschaffung nicht in den Koalitionsvertrag aufgenommen wurde. Ende 2025 erklärte der CDU-Abgeordnete Lukas Krieger, seine Partei setze sich für die Beibehaltung der Einjahresfrist für steuerfreie Gewinne ein.
„Wir brauchen aber Rechtssicherheit für Anleger und Unternehmen, und wir setzen [uns] als CDU/CSU hier beispielsweise weiterhin klar für die Beibehaltung der Einjahresfrist für steuerfreie Gewinne ein.“
Lukas Krieger (CDU/CSU), zitiert vom Blocktrainer
Im weiteren Verlauf änderten sich die Signale aus der Union. Ende Juni stellte der CSU-Abgeordnete Thomas Silberhorn die Abschaffung der Haltefrist in einer Antwort offenbar als bereits beschlossene Sache dar. Der CDU-Abgeordnete Lars Ehm schrieb in einer E-Mail, aus dem Koalitionsvertrag lasse sich weder eine konkrete Festlegung auf die Abschaffung noch eine verbindliche Zusage zum unveränderten Fortbestand der bisherigen Regelung ableiten.
Nach dem Bericht der BILD lehnen nahezu alle CDU-Ministerpräsidenten neue Belastungen ab. Da Steuergesetze, deren Aufkommen ganz oder teilweise den Ländern oder Gemeinden zufließt, der Zustimmung des Bundesrats bedürfen, könnten die Länder entsprechende Gesetzentwürfe blockieren.
Auch innerhalb der Bundestagsfraktion soll der Widerstand erheblich sein. Während alle 12 CDU/CSU-Abgeordneten im Agrarausschuss die neue Zuckersteuer ablehnen, stellen sich die CDU/CSU-Finanzpolitiker laut BILD geschlossen gegen die Reform der Einkommensteuer sowie gegen die Änderung der Krypto-Steuer. Zu den genannten Finanzpolitikern gehören unter anderem Olav Gutting und Fritz Güntzler.
Ein fertiger Referentenentwurf des Finanzministeriums liegt laut Blocktrainer weiterhin nicht vor. In der durchgesickerten Version sollen vor 2027 gekaufte Coins weiterhin unter die alte Regelung fallen. Für Bitcoin-Sparer wäre es dennoch vorteilhafter, wenn die Haltefrist darüber hinaus bestehen bliebe.
Der Blocktrainer verweist außerdem auf politische Risiken für die Union. Laut aktuellen Umfragen kommt die CDU/CSU bundesweit nur noch auf um die 20 %, während 79 % der Deutschen laut ZDF-Politbarometer der Meinung sind, dass Friedrich Merz als Bundeskanzler einen eher schlechten Job mache. In Deutschland gibt es laut Studien rund 9 Millionen Krypto-Halter.
- Die CDU/CSU-Finanzpolitiker sollen sich gegen die Änderung der Krypto-Steuer stellen.
- CDU-Länder könnten Gesetze im Bundesrat blockieren.
- Ein fertiger Referentenentwurf des Finanzministeriums liegt weiterhin nicht vor.
- Vor 2027 gekaufte Coins sollen laut durchgesickerter Version weiterhin unter die alte Regelung fallen.
Zusammenfassung: Die geplante Abschaffung der steuerfreien Haltefrist hat laut Blocktrainer noch mehrere politische Hürden zu nehmen. Offizielle Stellungnahmen aus der Union, die den Widerstand gegen die Reform bestätigen, liegen dem Bericht zufolge bislang nicht vor.
Bitcoin steigt am Sonntagnachmittag leicht, mehrere Altcoins geben nach
Der Kryptomarkt zeigte sich am Sonntagnachmittag überwiegend stabil. Nach Angaben von Finanzen.net stieg Bitcoin um 17:11 Uhr um 0,09 Prozent auf 84.488,61 US-Dollar, nachdem der Kurs am Vortag bei 84.412,72 US-Dollar gelegen hatte.
Der finanzen.net Top 10 Crypto-ETP verzeichnete eine Tagesveränderung von -0,6 Prozent und notierte bei 11,23 EUR. Bei mehreren großen Kryptowährungen lagen die Kurse dagegen unter den Werten des Vortags.
| Bitcoin | 84.488,61 US-Dollar | +0,09 Prozent |
| Litecoin | 70,63 US-Dollar | -2,76 Prozent |
| Ethereum | 2.687,44 US-Dollar | -0,31 Prozent |
| Bitcoin Cash | 329,18 US-Dollar | -2,00 Prozent |
| Ripple | 1,514 US-Dollar | -0,95 Prozent |
| Monero | 544,25 US-Dollar | -2,74 Prozent |
| Cardano | 0,2527 US-Dollar | kaum verändert |
| Stellar | 0,2141 US-Dollar | -1,14 Prozent |
| Tron | 0,3336 US-Dollar | unverändert |
| Binancecoin | 775,06 US-Dollar | +0,23 Prozent |
| Dogecoin | 0,0967 US-Dollar | kaum verändert |
| Solana | 121,62 US-Dollar | +0,18 Prozent |
| Avalanche | 10,94 US-Dollar | +0,76 Prozent |
| Chainlink | 14,01 US-Dollar | -0,95 Prozent |
| Sui | 1,229 US-Dollar | +5,54 Prozent |
Besonders deutlich bewegte sich Sui nach oben. Der Kurs stieg von 1,165 US-Dollar am Vortag um 5,54 Prozent auf 1,229 US-Dollar. Litecoin fiel dagegen von 72,63 US-Dollar auf 70,63 US-Dollar, während Monero von 559,57 US-Dollar auf 544,25 US-Dollar nachgab.
Ethereum sank von 2.695,67 US-Dollar auf 2.687,44 US-Dollar. Bitcoin Cash fiel von 335,91 US-Dollar auf 329,18 US-Dollar. Bei Ripple ging es von 1,528 US-Dollar auf 1,514 US-Dollar nach unten.
Zusammenfassung: Bitcoin legte am Sonntagnachmittag leicht zu und notierte bei 84.488,61 US-Dollar. Unter den genannten Kryptowährungen verzeichnete Sui mit einem Plus von 5,54 Prozent den stärksten Anstieg, während Litecoin und Monero deutlich nachgaben.
Bitcoin-Optionen im Wert von 15,9 Milliarden Dollar verfallen
Rund 15,9 Milliarden Dollar in Bitcoin-Optionen verfallen laut Wallstreet Online auf Deribit. Der Bericht bezeichnet dies als den größten Quartalsverfall des Jahres 2026; das Volumen entspricht 37 Prozent des gesamten offenen Interesses.
Bitcoin hatte Anfang der Woche kurzzeitig 87.300 Dollar erreicht und damit den höchsten Stand seit Januar markiert. Danach führten steigende Anleiherenditen zu einem Rückgang auf 84.000 Dollar. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg auf 5,11 Prozent, nachdem der Flash-PMI mit 58,4 den höchsten Wert seit Juli 2021 erreicht hatte.
Bitcoin startete die Woche bei 86.214 Dollar und berührte am 22. September 87.300 Dollar. Der 14-Tage-RSI stieg auf 72,24 und lag damit im überkauften Bereich. Am 23. September fiel Bitcoin von 85.900 Dollar auf ein Tief von 82.873 Dollar, bevor sich der Kurs bei 84.000 Dollar stabilisierte.
| Bitcoin-Wochenstart | 86.214 Dollar |
| Wochenhoch | 87.300 Dollar |
| Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen | 5,11 Prozent |
| Flash-PMI | 58,4 |
| Bitcoin-Marktkapitalisierung | 1,69 Billionen Dollar |
| Put-Call-Verhältnis | 0,69 |
| Bitcoin-Optionen mit Verfall | rund 16 Milliarden Dollar |
| Anteil am offenen Interesse | 37 Prozent |
Das Put-Call-Verhältnis liegt bei 0,69 und deutet laut Wallstreet Online auf eine Positionierung zugunsten höherer Kurse hin. 98 Prozent aller Put-Optionen seien praktisch wertlos.
Wal-Adressen mit 100 bis 1.000 BTC haben laut Santiment seit dem 15. Juli insgesamt 113.950 BTC hinzugefügt. CoinDCX setzt das September-Ziel bei 87.500 Dollar und nennt für Oktober einen Basisfall von 90.000 Dollar. Der angegebene Korridor reicht von 82.281 bis 90.000 Dollar.
Wallstreet Online betont zugleich, dass Bitcoin bei einer Marktkapitalisierung von 1,69 Billionen Dollar für eine Verdopplung Jahre und nicht Wochen benötigen würde. Im Artikel wird anschließend ein Presale-Projekt namens Pepeto vorgestellt, das eine Cross-Chain-Brücke zwischen Solana, Ethereum, BNB Chain, Arbitrum und Base anbietet.
Nach Angaben des Artikels dauert eine Übertragung über diese Brücke weniger als eine Minute und kostet außer den Gasgebühren nichts. PepetoSwap erhebt demnach keine Handelsgebühr. Ein Risikoprüfer überprüft bei jedem Token 42 Punkte und erstellt eine Bewertung von 0 bis 100.
Der Presale soll laut Wallstreet Online mehr als 10,38 Millionen Dollar eingebracht haben. Der Preis wird mit 0,000000188 Dollar pro Coin angegeben. Die Verträge hätten ein vollständiges SolidProof-Audit bestanden.
- Der größte Quartalsverfall des Jahres 2026 umfasst rund 15,9 Milliarden Dollar.
- Wal-Adressen mit 100 bis 1.000 BTC kauften seit dem 15. Juli 113.950 BTC.
- Das September-Ziel von CoinDCX liegt bei 87.500 Dollar.
- Der Oktober-Basisfall liegt bei 90.000 Dollar.
Zusammenfassung: Trotz des Rücksetzers von 87.300 Dollar auf 84.000 Dollar zeigen das Put-Call-Verhältnis von 0,69 und die Käufe der Wal-Adressen eine nach oben gerichtete Markterwartung. Gleichzeitig bleibt die Entwicklung laut Wallstreet Online davon abhängig, ob der Ausverkauf am Anleihemarkt pausiert oder sich vertieft.
DAX soll mit Plus in die Woche starten, Bitcoin und Ethereum im Fokus
Der DAX dürfte laut Börse Online mit einem Plus von 0,2 Prozent in die Woche starten. Am Freitag war der deutsche Leitindex um 0,6 Prozent auf 25.409 Punkte gestiegen und hatte die Woche mit einem Plus von 0,4 Prozent beendet.
Nachlassende Ölpreise und Hoffnungen auf Gespräche zwischen den USA und Iran stützten den Markt zuletzt. Börse Online nennt außerdem Donald Trump, SpaceX, Michael Burry, Bitcoin, Ethereum, Nio, den Euro und die UBS als Themen zum Wochenstart.
Zusammenfassung: Für den DAX wird zum Wochenbeginn ein Anstieg von 0,2 Prozent erwartet. Der Index hatte die Vorwoche bei 25.409 Punkten beendet, nachdem er am Freitag um 0,6 Prozent gestiegen war.
Einschätzung der Redaktion
Die politische Unsicherheit zur Krypto-Besteuerung ist für Anleger relevanter als die kurzfristig geringe Bitcoin-Bewegung. Solange weder ein fertiger Referentenentwurf noch eine eindeutige politische Mehrheit vorliegt, bleibt die steuerliche Planungssicherheit eingeschränkt. Ein Festhalten an der Einjahresfrist würde den deutschen Standort für langfristige Krypto-Anleger attraktiver machen; eine Abschaffung könnte dagegen Verkäufe vorziehen und Investitionen bremsen. Der Optionsverfall und die hohen Anleiherenditen erhöhen zusätzlich das kurzfristige Schwankungsrisiko, ohne den längerfristigen Trend eindeutig vorzugeben.
Infobox: Schwerpunkt
Politische Klarheit bei der Krypto-Besteuerung dürfte für Anleger und Marktvertrauen wichtiger sein als die aktuellen Tagesbewegungen. Kurzfristig bleibt mit erhöhter Volatilität zu rechnen.
Quellen:
- Laut BILD-Informationen: CDU/CSU-Finanzpolitiker stellen sich gegen Bitcoin-Steuer
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