US-Kongress bringt Bitcoin-Reserve und Krypto-Steuerreform voran
Autor: Coinkurier Redaktion
Veröffentlicht:
Kategorie: Nachrichten
Zusammenfassung: US-Gremien treiben eine gesetzliche Bitcoin-Reserve und neue Krypto-Steuerregeln voran, während Quantencomputer und renditestarke Angebote langfristige Risiken bergen.
Die USA treiben ihre Krypto-Agenda voran: Eine gesetzliche Bitcoin-Reserve, neue Steuerregeln und institutionelle Verwahrung könnten den Markt nachhaltig verändern. Gleichzeitig rücken Quantencomputer, mögliche Kursziele von über 100.000 Dollar und neue Krypto-Angebote in den Fokus. Der Pressespiegel zeigt, welche Chancen, Risiken und politischen Weichenstellungen die Branche 2026 bewegen.
US-Repräsentantenhaus bringt Bitcoin-Reserve und Krypto-Steuergesetz voran
Der US-Finanzausschuss hat den American Reserve Modernization Act of 2026 (ARMA, H.R. 8957) mit 28 zu 21 Stimmen angenommen. Damit wurde erstmals ein Gesetzentwurf zur strategischen Bitcoin-Reserve von einem Ausschuss des US-Kongresses für das weitere Gesetzgebungsverfahren freigegeben, berichtet Blocktrainer.
Der am 21. Mai 2026 von Nick Begich und Jared Golden vorgestellte Entwurf soll die von US-Präsident Donald Trump per Executive Order geschaffene strategische Bitcoin-Reserve gesetzlich verankern. Die bereits im Besitz der US-Regierung befindlichen und für die Reserve qualifizierten Bitcoin sollen zentral zusammengeführt, gesichert und mindestens 20 Jahre gehalten werden.
Die überarbeitete Fassung erweitert die Definition der qualifizierten Bitcoin. Grundsätzlich sollen alle Bitcoin im Eigentum der US-Regierung einbezogen werden können, sofern sie nicht aufgrund gesetzlicher Vorgaben für andere Zwecke benötigt werden. Andere digitale Vermögenswerte sollen in einen separaten Digital Asset Stockpile übertragen werden.
Bei den Erlösen aus dem Verkauf, Tausch oder der Umwandlung dieser Vermögenswerte sieht die neue Fassung eine geänderte Reihenfolge vor. Zunächst sollen die Verwaltungskosten der Bitcoin-Reserve und des Digital Asset Stockpile gedeckt werden; darüber hinausgehende Einnahmen sollen dem US-Finanzministerium als allgemeine Einnahmen zufließen und zur Reduzierung der Staatsschulden beitragen.
Zusätzliche Bitcoin-Käufe dürfen nach dem Entwurf nicht durch Kreditaufnahme, zusätzliche Staatsschulden oder neue Steuern finanziert werden. Als mögliche budgetneutrale Wege sollen der Verkauf oder Tausch anderer digitaler Vermögenswerte, Bitcoin aus Beschlagnahmungen, Einziehungen, Geldstrafen oder Vergleichen sowie Kooperationen mit Bundesstaaten, privaten Unternehmen oder internationalen Partnern untersucht werden.
Die Mindesthaltefrist von 20 Jahren soll in der neuen Fassung ab dem Inkrafttreten des Gesetzes gelten. Das Finanzministerium soll dem Kongress unter anderem zwei Jahre vor Ablauf der Frist Empfehlungen zur weiteren Verwaltung der Reserve vorlegen und prüfen, ob nach Ablauf der Mindesthaltefrist innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren bis zu 10 % der Reserve veräußert werden sollten.
Auch die Transparenzvorgaben wurden angepasst. Die Bestände, Transaktionen und die Kontrolle der Private Keys sollen weiterhin durch kryptografische Nachweise öffentlich überprüfbar sein, die unabhängige Prüfung soll jedoch nicht mehr alle drei Monate, sondern einmal pro Jahr erfolgen.
Für digitale Assets, die durch einen Fork oder Airdrop an die Regierung gelangen, wurde die Haltefrist von fünf Jahren auf ein Jahr verkürzt. Außerdem sollen Bundesbehörden innerhalb von 60 Tagen nach Inkrafttreten eine vollständige Aufstellung ihrer Bitcoin und sonstigen digitalen Assets vorlegen und diese Bestandsaufnahme anschließend jährlich wiederholen.
Parallel dazu nahm der Ways and Means Committee den überarbeiteten Digital Asset Tax Certainty Act (H.R. 10357) mit 38 zu 5 Stimmen an. Das mehr als 100 Seiten umfassende Gesetzespaket soll unter anderem steuerliche Regeln für Stablecoins, eine vereinfachte Berechnung für breit gehandelte digitale Assets, Erleichterungen für bestimmte Netzwerk- und Transaktionsgebühren von bis zu 10 US-Dollar sowie Regelungen für Krypto-Spenden und Krypto-Leihgeschäfte enthalten.
Das Joint Committee on Taxation erwartet für die Ersatzfassung über den betrachteten Zeitraum einen leichten Nettoanstieg der Staatsseinnahmen von rund 500 Millionen US-Dollar. Beide Gesetzesvorhaben sind damit noch nicht beschlossen: Als nächste Schritte stehen die Behandlung im gesamten Repräsentantenhaus und anschließend die Zustimmung des Senats an.
Infobox – Blocktrainer: Der ARMA Act passierte den Finanzausschuss mit 28 zu 21 Stimmen, der Digital Asset Tax Certainty Act den Ways and Means Committee mit 38 zu 5 Stimmen. Die geplante Mindesthaltefrist für Bitcoin beträgt 20 Jahre ab Inkrafttreten des Gesetzes.
Wallstreet Online berichtet über Reservegesetz und EiCrypto-Angebot
Der U.S. Reserve Modernization Act (HR 8957) wurde laut Wallstreet Online am 16. September 2026 vom Finanzausschuss des US-Repräsentantenhauses mit 28 Ja- und 21 Nein-Stimmen verabschiedet. Der Gesetzentwurf soll einen formellen Rechtsrahmen für die Verwaltung digitaler Vermögenswerte durch die US-Bundesregierung schaffen.
Der Bericht beschreibt die strategische Bitcoin-Reserve als Ablageort für Bitcoin, die die Bundesregierung durch strafrechtliche und zivilrechtliche Einziehungen erlangt hat. Andere digitale Vermögenswerte sollen separat in der Digitalen Vermögensreserve verwaltet werden, während Bitcoin in der strategischen Reserve mindestens 20 Jahre gehalten werden müssten.
Wallstreet Online nennt für die US-Regierung schätzungsweise 324.527 Bitcoin im Wert von rund 24,7 Milliarden US-Dollar. Der Gesetzentwurf soll zudem das Eigentumsrecht und das Recht auf Selbstverwahrung von Bitcoin durch Einzelpersonen ausdrücklich definieren.
Nach Darstellung des Berichts wird die Kontrolle über private Schlüssel als grundlegendes Prinzip der finanziellen Souveränität, der Privatsphäre und der individuellen Freiheit im digitalen Zeitalter bezeichnet. Vor einem Inkrafttreten müsste der Entwurf jedoch noch vom gesamten Repräsentantenhaus und vom Senat verabschiedet sowie vom Präsidenten unterzeichnet werden.
Ein weiterer Schwerpunkt des Artikels ist die Plattform EiCrypto. Das Unternehmen wird als Bitcoin-basierte Cloud-Computing-Plattform beschrieben, die ein KI-gestütztes, vollständig verwaltetes Cloud-Computing-Servicemodell nutzt.
Nutzer sollen laut Wallstreet Online mit BTC, ETH und XRP an Netzwerk-Mining-Diensten teilnehmen können, ohne Mining-Maschinen zu kaufen oder deren Bereitstellung, Wartung und Betrieb zu übernehmen. Der Bericht stellt außerdem mögliche Erträge von mehr als 1.600 US-Dollar pro Tag in Aussicht.
EiCrypto nennt verschiedene Vertragsoptionen. Dazu gehören ein Einsteiger-Vertrag über 100 $ mit einer Laufzeit von 2 Tagen und einem Gesamtertrag von ca. 108 $, ein Basis-Vertrag über 800 $ mit einer Laufzeit von 5 Tagen und einem Gesamtertrag von ca. 852 $ sowie ein Basis-Vertrag über 1.800 $ mit einer Laufzeit von 10 Tagen und einem Gesamtertrag von ca. 2.039 $.
Weitere im Bericht genannte Angebote sind ein stabiler Vertrag über 5.000 $ mit einer Laufzeit von 20 Tagen und einem Gesamtertrag von ca. 6.480 $, ein stabiler Vertrag über 20.000 $ mit einer Laufzeit von 30 Tagen und einem Gesamtertrag von ca. 30.920 $ sowie ein fortgeschrittener Vertrag über 50.000 $ mit einer Laufzeit von 35 Tagen und einem Gesamtertrag von ca. 81.500 $.
Nach Aktivierung eines Vertrags sollen die Erträge nach 24 Stunden automatisch gutgeschrieben werden. Wallstreet Online berichtet außerdem von Ein- und Auszahlungsmöglichkeiten mit BTC, USDT, ETH, LTC, USDC, XRP, SOL, BNB, DOGE, ADA und BCH sowie einem Neukundenbonus von 15 $.
Infobox – Wallstreet Online: Der Reservegesetzentwurf erhielt 28 Ja- und 21 Nein-Stimmen. Der Bericht nennt 324.527 Bitcoin im Besitz der US-Regierung und eine Mindesthaltefrist von 20 Jahren. Die bei EiCrypto genannten Vertragsangebote reichen von 100 $ bis 50.000 $.
Quantencomputer rücken als langfristiges Risiko für Bitcoin in den Fokus
Yahoo Finanzen Deutschland berichtet über die Quantum Genesis Q Initiative des US-Energieministeriums. Dafür sollen bis zu 215 Millionen USD bereitgestellt werden, um eine Maschine zu entwickeln, die mindestens 100 logische Qubits und Hunderte Millionen verlässliche Operationen erreichen kann.
Das Programm strebt eine Umsetzung bis 2028 an und soll Privatunternehmen dazu bewegen, wissenschaftlich relevante, fehlertolerante Quantencomputer zu demonstrieren. Fehlertoleranz soll es ermöglichen, Berechnungen mithilfe von Fehlerkorrektur zuverlässig fortzusetzen.
Für Bitcoin ist die Entwicklung relevant, weil das Netzwerk elliptische Kurvenkryptografie verwendet, um die Berechtigung zum Ausgeben von Coins nachzuweisen. Ein ausreichend leistungsfähiger Quantencomputer könnte mithilfe von Shor's Algorithmus aus einem öffentlichen Schlüssel den privaten Schlüssel ermitteln.
Nach Angaben von Google-Forschern wären dafür beim in Bitcoin verwendeten 256-Bit-elliptischen-Kurven-System etwa 1.200 bis 1.450 logische Qubits erforderlich, abhängig vom Aufbau. Das Ziel des US-Energieministeriums von mindestens 100 logischen Qubits liegt damit noch darunter.
Yahoo Finanzen Deutschland verweist außerdem auf eine Berechnung von Glassnode. Danach liegen etwa 6,04 Millionen BTC, also 30,2 % des ausgegebenen Angebots, in Outputs, bei denen der öffentliche Schlüssel auf der Blockchain sichtbar ist.
Bitcoin-Entwickler diskutieren bereits über Schutzmaßnahmen. Die Entwürfe BIP 360 und BIP 361 sollen Wege aufzeigen, die Sichtbarkeit öffentlicher Schlüssel zu reduzieren und langfristig von den heutigen Signatursystemen abzurücken.
Eine solche Umstellung würde laut Bericht Wallets, Börsen, Verwahrstellen und Nutzer betreffen und könnte Jahre dauern. Der konkrete Zeitpunkt einer möglichen Gefährdung bleibt trotz der aktuellen Hardware- und Forschungsschätzungen unklar.
Infobox – Yahoo Finanzen Deutschland: Die Quantum Genesis Q Initiative soll bis zu 215 Millionen USD erhalten und bis 2028 umgesetzt werden. Das Programm zielt auf mindestens 100 logische Qubits, während für das Knacken des bei Bitcoin verwendeten Systems etwa 1.200 bis 1.450 logische Qubits geschätzt werden.
SpaceX, ETFs und geplante Krypto-Steuerreform im WiWo-Podcast
Die WirtschaftsWoche widmet sich in ihrem Podcast „Bitcoin & Beyond“ zunächst dem Börsengang der Weltraumfirma SpaceX. Der SpaceX-Boom wird als großes Börsenthema des Jahres 2026 beschrieben.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Anleger über ETFs am Wachstum einer Weltraum-Wirtschaft partizipieren können. Der Podcast analysiert, wie Investoren von diesen ETFs profitieren können oder welche Einschränkungen damit verbunden sind.
Im zweiten Teil geht es um Pläne der Bundesregierung, Investments in Kryptowährungen strenger zu besteuern. Die Steuerberaterin und Kryptoexpertin Marie Rinke erläutert mögliche Änderungen und beschreibt bislang übersehene Details der Regierungspläne.
Nach Darstellung der WirtschaftsWoche könnten diese Details insbesondere Anleger und Fans von Bitcoin und anderen Kryptowährungen betreffen. Der Podcast weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich nicht um Anlageberatung handelt, sondern um Information und Unterhaltung.
Infobox – WirtschaftsWoche: Der Podcast behandelt ETFs rund um die Weltraum-Wirtschaft sowie mögliche Änderungen bei der Besteuerung von Kryptowährungsinvestments. Als Expertin wird Marie Rinke genannt.
PlanB sieht Bitcoin in bullischem Territorium, Buterin setzt auf KI-Abwehr
ingenieur.de berichtet, dass Bitcoin trotz einer Zinserhöhung, des gescheiterten CLARITY Act und eines Kursrückgangs weiterhin über 76.000 $ notiert. Der Analyst PlanB sieht in der aktuellen Entwicklung ein seltenes Signal, das in der Geschichte von Bitcoin erst dreimal aufgetreten sei.
PlanB argumentiert mit seinem sogenannten Regenbogen-Chart, der den Bitcoin-Kurs abhängig vom Abstand zum langfristigen Preis-Durchschnitt einfärbt. Blau steht dabei für eine günstige Bewertung, während Rot als teuer gilt.
Nach seiner Darstellung erreichte Bitcoin im Sommer bei rund 65.000 $ ein Schnäppchen-Gebiet. PlanB erklärt, jeder Zyklus-Boden sei entstanden, als der Regenbogen blau geworden sei; wer bei den letzten drei Gelegenheiten gekauft habe, habe „generationenübergreifenden Reichtum“ aufgebaut.
ingenieur.de nennt für Bitcoin nach einem Rückgang um -2,02 % in den letzten sieben Tagen einen Kurs von rund 76.500 $. Dieser liege knapp -40 % unter dem Allzeithoch von 126.080 $.
Der CLARITY Act scheiterte im US-Senat mit 49 zu 50 Stimmen an der 60-Stimmen-Hürde. Zugleich wurde der Leitzins erstmals seit 2023 auf 3,75 bis 4,00 % angehoben.
PlanB verweist auf rund 1 Million BTC, die bei 62.000 bis 65.000 $ gekauft worden seien, sowie auf eine weitere Million bei 84.000 bis 87.000 $. Daraus ergäben sich laut Bericht eine Unterstützung durch Käufer im unteren Bereich und ein möglicher Verkaufsdruck durch Anleger, die im oberen Bereich auf einen verlustfreien Ausstieg warten.
Als entscheidende Marken nennt der Bericht 65.000 $ und 84.000 $. Unter 62.000 $ wäre die Vorhersage demnach hinfällig, während oberhalb von 87.000 $ der Weg zum Allzeithoch frei sein könnte.
Der zweite Schwerpunkt des Beitrags betrifft Vitalik Buterin. Der Ethereum-Erfinder setzt laut ingenieur.de 90 % seines Nettovermögens in Kryptowährungen und vertritt die Einschätzung, dass Cybersicherheit durch geeignete Verteidigungsmaßnahmen grundsätzlich zugunsten der Verteidigung wirken könne.
Buterin beschreibt eine Zukunft, in der künstliche Intelligenz Code schreibt und zugleich nachweist, dass dieser nicht geknackt werden kann. Dafür müssten jedoch vollständige Programme, Datenbanken, Netzwerke und sämtliche Zwischenschichten geprüft werden.
Infobox – ingenieur.de: Bitcoin notiert laut Bericht bei rund 76.500 $ und damit knapp -40 % unter dem Allzeithoch von 126.080 $. Als zentrale Kursbereiche werden 62.000 $, 65.000 $, 84.000 $ und 87.000 $ genannt. Vitalik Buterin hält laut Beitrag rund 90 % seines Nettovermögens in Kryptowährungen.
Bitcoin verteidigt 75.000 Dollar, Deutsche Bank plant Krypto-Verwahrung
Der Aktionär berichtet, dass Bitcoin den Rückschlag nach dem Scheitern des US-Clarity Act zunächst abgefedert und die Zone um 75.000 Dollar verteidigt hat. Der US-Senat hatte den Clarity Act mit 49 zu 50 Stimmen nicht vorangebracht.
Das Gesetz sollte unter anderem klären, welche digitalen Vermögenswerte als Wertpapiere und welche als Rohstoffe gelten. Eine solche Einordnung hätte der Krypto-Branche in den USA mehr Rechtssicherheit verschaffen sollen.
Bitcoin war nach der Abstimmung zeitweise unter 75.000 Dollar gefallen, stabilisierte sich laut Der Aktionär jedoch wieder in dieser Zone. Der Bericht wertet dies als Zeichen dafür, dass ein Teil der Enttäuschung bereits eingepreist gewesen sein könnte, betont aber, dass damit noch kein neuer Aufwärtstrend bestätigt sei.
Zusätzlichen Rückenwind könnte die stärkere Einbindung etablierter Banken liefern. Die Deutsche Bank plant laut Der Aktionär, noch 2026 einen regulierten Verwahrungsdienst für institutionelle und gewerbliche Kunden in Deutschland zu starten.
Vorgesehen sind zunächst Bitcoin, Ether sowie ausgewählte Stablecoins wie USDC, EURC und EURAU. Voraussetzung bleibt die regulatorische Freigabe.
Die Bank soll die Verwaltung der Wallets und Private Keys übernehmen. Dadurch könnten Vermögensverwalter, Hedgefonds, Unternehmen und weitere institutionelle Adressen die technischen und organisatorischen Hürden für einen Markteintritt reduzieren.
Beim langfristigen Ausblick verweist Der Aktionär auf Bitwise-CIO Matt Hougan. Er hält einen Anstieg von Bitcoin auf über 100.000 Dollar noch 2026 für realistisch und sieht bis 2035 ein Kursniveau von 1,3 Millionen Dollar als erreichbar an.
Hougans Argumentation basiert auf möglichen institutionellen Kapitalströmen. Pensionsfonds, Versicherer, Stiftungen und Staatsfonds verwalten laut seiner Einschätzung zusammen 100 bis 200 Billionen Dollar; bereits eine Bitcoin-Allokation von einem Prozent könnte erhebliche Mittel mobilisieren.
Langfristig müsse Bitcoin zudem rund ein Viertel des globalen Marktes für Wertaufbewahrung erobern, der bislang von Gold und Staatsanleihen dominiert werde. Der Aktionär nennt die Verteidigung der 75.000-Dollar-Marke ein positives Signal, verweist aber weiterhin auf regulatorische Fortschritte, tatsächliche institutionelle Zuflüsse und die Rückkehr über 100.000 Dollar als entscheidende Faktoren.
Infobox – Der Aktionär: Bitcoin verteidigte die Zone um 75.000 Dollar. Die Deutsche Bank plant noch 2026 einen regulierten Verwahrungsdienst für Bitcoin, Ether, USDC, EURC und EURAU, vorbehaltlich der regulatorischen Freigabe. Matt Hougan sieht Bitcoin noch 2026 über 100.000 Dollar und bis 2035 bei 1,3 Millionen Dollar.
Einschätzung der Redaktion
Die politische Aufwertung von Bitcoin in den USA ist strategisch bedeutsam, aber noch kein endgültiger Durchbruch. Eine gesetzliche Reserve könnte institutionelles Vertrauen stärken und den internationalen Wettbewerb um digitale Vermögenswerte verschärfen; solange die Zustimmung von Repräsentantenhaus, Senat und Präsident aussteht, bleibt der praktische Effekt jedoch begrenzt.
Für Anleger wiegt die regulatorische Entwicklung schwerer als kurzfristige Kursmodelle. Gleichzeitig zeigen die Quantencomputer-Debatte und der wachsende Verwahrungsbedarf, dass Bitcoin langfristig nicht nur an Nachfrage, sondern auch an technischer Anpassungsfähigkeit und regulatorischer Umsetzung gemessen wird.
Zusammenfassung: Die Nachricht markiert einen wichtigen politischen und infrastrukturellen Reifeschritt für Bitcoin, beseitigt aber weder die gesetzlichen Unsicherheiten noch die technologischen und marktbedingten Risiken.
Quellen:
- Erste Erfolge für Gesetzentwürfe zur Bitcoin-Reserve und Krypto-Steuern im US-Repräsentantenhaus
- Bitcoin-Souveränitätswende, Der „US Reserve Modernization Act 2026“ wurde genehmigt – BTC-Inhaber können künftig täglich bis zu 1.600 US-Dollar verdienen
- USA starten 215-Millionen-USD-Quantum-Initiative: Droht Bitcoin Gefahr?
- SpaceX-Boom lockt Anleger: Welche ETFs sich lohnen
- Bitcoin: Kult-Analyst verrät Krypto-Strategie – so entsteht jetzt „generationenübergreifender Reichtum“
- Bitcoin: 75.000 Dollar verteidigt – Bitwise-CIO mit Hammer-Kursziel