US-Zentralbank: Bitcoin (BTC) ist bloß Narrengold!

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Die US-Zentralbank Federal Reserve hat in einem aktuellen Bericht den Anspruch vieler Krypto-Fans, Bitcoin (BTC) sei digitales Gold, scharf angegriffen. In Krisenzeiten solle man besser US-Staatsanleihen kaufen:

Bitcoin (BTC) und Gold verbindet so einiges: Beide sind ein dezentraler Wertspeicher, werden (vor allem unter Libertären) als Alternativen zum Fiatgeldsystem angesehen und müssen aufwendig “geschürft” werden.

Eine große Frage, die sich wahrscheinlich erst nach vielen weiteren Jahren von Bitcoins Existenz zufriedenstellend klären lassen wird, besteht allerdings darin, ob BTC wie Gold einen “sicheren Hafen” (Safe Haven) darstellt, also in Krisenzeiten seinen Wert behält oder gar steigert.

Federal Reserve: Bitcoin (BTC) versagt, Staatsanleihen sind toll

Die US-Zentralbank Federal Reserve, genauer gesagt ihre Zweigstelle in Kansas City, hat kürzlich einen Bericht zu dieser Angelegenheit veröffentlicht, der BTC in ein sehr schlechtes Licht rückt.

Darin wurde die Performance von Gold, zehnjährigen US-Staatsanleihen (Treasury Bonds) und Bitcoin untersucht. Bei ersteren beiden wurden Zahlen von 1995 bis 2020 herangezogen. Für Bitcoin (dessen Blockchain ja erst 2009 startete), wurde 2012 angefangen.

Die Zentralbank zieht (wahrscheinlich wenig überraschend), das Fazit, dass die Staatsanleihen der optimale sichere Hafen seien. Gold erreichte Platz zwei und Bitcoin fiel durch:

“Insgesamt deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass 10-jährige Anleihen im Allgemeinen ein Safe-Hafen-Verhalten gezeigt haben, Gold hat gelegentlich ein Safe-Hafen-Verhalten gezeigt, und Bitcoin hat seit seiner Einführung nie ein Safe-Hafen-Verhalten gezeigt. Darüber hinaus scheint die Einführung von Bitcoin die Safe-Hafen-Eigenschaften von Staatsanleihen oder Gold nicht wesentlich verändert zu haben. Stattdessen scheint sich Bitcoin zeitweise eher wie eine Risikoanlage als wie ein sicherer Hafen verhalten zu haben.”

Bitcoin (BTC) wird in Zukunft “härter” als Gold sein

Diese Daten mögen für die Vergangenheit Gültigkeit haben, doch schaut man in die Zukunft, ergibt sich ein anderes Bild. Während der US-Dollar durch exzessive Krisenmaßnahmen von Federal Reserve und Trump-Regierung entwertet werden könnte, wird Bitcoin in naher Zukunft einen ähnlichen Härtegrad wie Gold erlangen, und in gut vier Jahren bereits deutlich härter als das berühmte Edelmetall sein.

“Härte” meint hier das Verhältnis zwischen der bereits geschürften Menge und der aktuellen Fördermenge (Stock to Flow-Ratio). Gold ist wertvoll, weil jährlich nur eine kleine Menge der Erde abgetrotzt werden kann.

Wie sogar die Bayerische Landesbank anerkennt, wird Bitcoin nach dem Halving im nächsten Monat eine mit Gold vergleichbare Stock to Flow-Ratio haben. Da sich die Halbierung der Blockbelohung bis 2140 (wenn der letzte BTC geschürft sein dürfte) rund alle vier Jahre wiederholen wird, kann Bitcoin nur immer härter werden. Laut BayernLB dürfte aber schon das aktuelle Halving den Preis auf 90.000 US-Dollar bringen.

Findest Du, dass die Bezeichnung “digitales Gold” in auf Bitcoin anwendbar ist? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Marco Verch Professional Photographer and Speaker, Flickr.comLizenz

3 Kommentare

  1. Bitcoin 90.000 $? Wer träumt denn da. Eher wird Bitcoin auf 5 $ gehen.
    Beim nächsten schwarzen Schwan, wie einem großen magnetischen Sturm wie dem Carrington Ereignis von 1859, wird der Bitcoin nur noch 0 $ Wert sein. Weil es monatelang und jahrelang keinen Strom mehr geben wird. Aber die Goldmünze wird ihren Wert behalten.

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