USA: Anwärter für Leitung des Finanz-Komitees will Kryptowährungen regulieren

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Krypto-Regulierungen könnten weiter anziehen | © Depositphotos
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Der republikanische Abgeordnete Bill Huizenga hat sich dafür ausgesprochen Kryptowährungen und ICOs besser zu regulieren. Er nimmt nicht grundsätzlich eine negativen Standpunkt zu Kryptowährungen ein, jedoch müssten Investoren besser geschützt und Klarheit über die Zuständigkeit der Finanzbehörden geschaffen werden.

Bill Huizenga könnte bald eine wichtige Rolle für die Zukunft von Kryptowährungen in den USA und darüber hinaus spielen. Der republikanische Abgeordnete aus dem Bundesstaat Michigan gilt als aussichtsreicher Kandidat für die Leitung des Komitees für Finanzdienstleistungen des Repräsentantenhauses. Der bisherige Vorsitzende Jeb Hensarling aus Texas wird zu den Halbzeitwahlen diesen Herbst nicht mehr antreten und seine Stelle räumen.

In einem Interview mit dem Medien-Konglomerat Bloomberg stellte der Politiker aus Michigan kürzlich seine Positionen und Pläne vor. Er gab sich eher wirtschaftsliberal. Als er jedoch nach einem Themenfeld gefragt wurde, in dem mehr oder strengere Regeln nötig wären, kam er auf ICOs und Kryptowährungen zu sprechen.

(Ab Minute 10:40)

Ausgewogene Sicht der Dinge

Bislang sei die Lage noch sehr undurchsichtig. Die Aufsichtsbehörden SEC und CFTC müssten sich noch einig darüber werden, wie Kryptogeld in die bisherigen Kategorien einzuordnen sei.

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Während die SEC für den Wertpapierhandel zuständig ist, überwacht die CFTC die Optionsmärkte. Bislang fallen Kryptowährungen nicht eindeutig in den Zuständigkeitsbereich einer dieser Behörden. Dazu hatte Huizenga eine Metapher aus dem Tierreich parat: „Jeder versucht herauszufinden ob es sich um Fisch oder Geflügel handelt. Es stellt sich heraus: Es ist vielleicht ein Schnabeltier“.

Man müsse für den Schutz der Investoren sorgen, dürfe allerdings nicht das Wachstum abwürgen, da Blockchain-Technologie sehr nützlich sein werde. Man müsse moderne Gesetze schaffen, anstatt eine neue Entwicklung in alte Schemata zu pressen.

Der Abgeordnete schließt nicht aus, dass de Aufsichtsbehörden mehr Macht bekommen könnten. Allerdings sei es wichtiger, erst einmal Klarheit über die Zuständigkeiten herzustellen. Persönlich halte Huizenga keine Kryptowährungen. Er habe sich dagegen entschieden, in irgendeine Wertanlage zu investieren, für die er als Gesetzgeber verantwortlich ist.

Demokraten könnten nächste Wahl gewinnen

Sollten die Republikaner bei den Halbzeitwahlen allerdings ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verlieren, würde wahrscheinlich die demokratische Abgeordnete Maxine Waters aus Kalifornien den Vorsitz im Komitee für Finanzdienstleistungen übernehmen.

Huizenga befürchtet, dass Waters ihre Position missbrauchen könnte, um ihre eigentliche Aufgabe zu vernachlässigen und stattdessen die Präsidentschaft von Donald Trump anzufechten. Sie gilt als besonders radikale Gegnerin des US-Präsidenten und hat jüngst erst dazu aufgerufen Mitglieder der Trump-Administration öffentlich anzugreifen und zu belästigen. Zu Kryptowährungen hat sich die 79-Jährige bislang noch nicht öffentlich geäußert.

Könnte Bill Huizenga eine positive Kraft für die Zukunft von Kryptogeld sein? Oder wäre es sogar besser, wenn eine fast 80 Jahre alte Frau, die sich scheinbar kaum für das Thema interessiert, zuständig wäre?  Schreib uns deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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