Bitcoin-ETF zurückgezogen: VanEck erklärt Entscheidung mit US-Shutdown

0
903
⏱ Lesezeit: 2 Minuten

VanECK-CEO Jan van Eck erklärte in einem CNBC-Interview, dass der Shutdown in den USA eine Bitcoin-ETF-Zulassung aktuell unmöglich mache. Sein Unternehmen hatte zusammen mit dem Blockchain-Startup SolidX einen solchen Fonds auf der CBOE BZX listen wollen, doch nun wurde der Antrag zurückgezogen.

Am Mittwoch wurde bekannt, dass die Chicagoer Börse CBOE BZX ihren Antrag auf Zulassung eines Bitcoin-ETFs zurückgezogen hat. Der börsengehandelte Fonds wäre von den Unternehmen SolidX und VanEck bereitgestellt worden. Die Börsenaufsichtsbehörde SEC sollte eigentlich am 27. Februar über Zulassung oder Ablehnung des Antrags entscheiden.

Jan van Eck gibt Shutdown die Schuld

VanEck-CEO Jan van Eck erklärte die Entscheidung in der CNBC-Show ETF Edge mit dem aktuellen Regierungsstillstand (Shutdown). Dieser habe es unmöglich gemacht, die Streitpunkte Marktmanipulation und Aufbewahrung (Custody) mit der SEC auszudiskutieren.

Die USA befinden sich gerade im bislang längsten Shutdown ihrer Geschichte. Das bedeutet, dass aktuell nur ein Teil des Beamtenapparats einsatzfähig ist. Der SEC stehen gerade nur rund 300 Mitarbeiter zur Verfügung, während es unter normalen Umständen etwa 4.500 wären. Der Shutdown war ausgelöst worden, weil die Demokratische Partei die Finanzierung einer Grenzmauer zu Mexiko blockiert hatte.

Sobald der Regierungsstillstand beendet ist, möchte van Eck einen neuen Antrag bei der SEC stellen. Er glaube, „ziemlich solide Antworten“ auf die Bedenken der Behörde zu haben.

Gold zieht Investoren von Kryptowährungen ab

Außerdem wies van Eck auf einen Zusammenhang zwischen Krypto- und Goldmarkt hin. 2017 habe ein großes Interesse an Digitalwährungen die Nachfrage nach Gold geschmälert, doch nun sei es andersherum. Eine aktuelle Umfrage unter 4.000 Bitcoin-Investoren habe ergeben, dass diese 2019 am liebsten in Gold investieren würden. VanEck betreibt mit dem GDX einen ETF für Goldminen.

Märkte regieren kaum

Obwohl viele Beobachter einen Bitcoin-ETF immer wieder als großen Katalysator für einen neuen Bullenmarkt anpreisen, scheinen die Investoren die Rücknahme des CBOE-Antrags gelassen zu nehmen. Bitcoin (BTC) steht aktuell bei knapp 3.600 US-Dollar und hat sich damit im Vergleich zum Vortag kaum bewegt.

Ungeachtet des Shutdowns hatte auch die Krypto-Investmentfirma Bitwise am 10. Januar einen neuen Antrag zur Zulassung eines Bitcoin-ETFs bei der SEC eingereicht. Der Fonds soll im Erfolgsfall an der NYSE Arca gelistet werden, einer Börse mit Sitz in Chicago.

Hältst du die Zulassung eines Krypto-ETFs noch in diesem Jahr für möglich? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

Hinterlasse einen Kommentar

Please enter your comment!
Please enter your name here