VeriBlock: Ein Drittel aller Bitcoin-Transaktionen sichert andere Blockchains ab

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Gut ein Drittel aller Bitcoin (BTC)-Transaktionen geht aktuell auf das Konto des Projekts VeriBlock. Dieses will durch sogenanntes Proof of Proof (PoP)-Mining andere Blockchains sichern, indem es ihre Daten in die BTC-Blockchain schreibt.

Die Bitcoin (BTC)-Blockchain wird aktuell immer stärker genutzt. Vergangenen Mittwoch wurden laut Blockchain.com 354.000 Transaktionen verarbeitet. Seit letztem Januar hatte es nicht mehr so viele Zahlungen an einem Tag gegeben. Die durchschnittliche BTC-Blockgröße erreichte am Dienstag sogar einen neuen Spitzenwert von 1,3 Megabyte.

Das bedeutet allerdings nicht unbedingt, dass immer mehr Menschen Bitcoin als Währung im täglichen Gebrauch einsetzen würden. Tatsächlich beansprucht ein einziges Blockchain-Projekt namens VeriBlock ein gutes Drittel aller BTC-Transaktionen für sich. Laut Bitcoin.com stieg der Anteil sogar zeitweise auf ganze 45 Prozent.

Quelle: testnet.explore.veriblock.org

Schutz für gefährdete Blockchains

VeriBlock hat es sich auf die Fahnen geschrieben, Altcoins sicherer zu machen. Viele kleinere Kryptowährungen sind anfällig für 51-Prozent-Attacken. Sie werden nämlich zu wenig geschürft und haben entsprechend nicht genug Hashpower. Bitcoin ist dagegen dank seiner vielen Miner und seiner hohen Hashrate nahezu unangreifbar.

VeriBlock macht sich diesen Umstand durch ein Konzept namens Proof of Proof (PoP) zunutze. Dabei werden die Daten anderer Blockchains in Bitcoins digitalem Grundbuch gespeichert. Somit haben diese kleineren Coins eine Rückversicherung, falls sie selbst Opfer eines Angriffs werden sollten.

VeriBlock-Miner erhalten für die Durchführung von PoP die projekteigene Kryptowährung tVBK. Dabei steht das „t“ für Test. Denn obwohl VeriBlock seit Mitte September Daten in die Bitcoin-Blockchain schreibt, befindet sich das Projekt offiziell noch in der TestNet-Phase.

Alle bislang geschürften tVBK sollen beim Start des MainNets übernommen werden. Allerdings ist noch unklar, wann es soweit sein wird. Bereits Ende November hieß es auf der Wiki-Seite des Projekts, man mache sich für den Start des MainNets bereit. Auf Twitter und Facebook hat VeriBlock schon seit September nichts Neues mehr veröffentlicht.

„Hash-Piraterie“ oder legitime Nutzung der BTC-Blockchain?

Die Meinungen zur Legitimität von VeriBlock gehen weit auseinander. BTC-Echo spricht beispielsweise von „Hash-Piraterie“ und „Speicherplatz-Kannibalismus“, die es zu verhindern gelte. Man habe ja schließlich im Dezember 2017 gesehen, wozu überfüllte BTC-Blöcke führen würden: Transaktionsgebühren von bis zu 40 US-Dollar.

Dagegen schreibt Bitcoin.com, dass es im Grunde egal sei, wozu ein Nutzer die Bitcoin-Blockchain verwende, so lange er die Gebühren bezahle. Jeder möge seine subjektiven Einschätzungen dazu haben, was Spam sei und was nicht. Aber da Bitcoin ohne Erlaubnis (permissionless) nutzbar sei, könne man keine Verwendungsmöglichkeiten verbieten, so das Online-Magazin.

Die BTC-Transaktionsgebühren sind diesen Monat auf ein Vierjahrestief gefallen.  Sollten sie wieder ansteigen, könnte VeriBlocks Geschäftsmodell schlicht unrentabel werden und sein Anteil an den Transaktionen damit von ganz allein zurückgehen. Bislang hat das Projekt offenbar nichts Schlimmeres angerichtet, als Minern etwas zusätzliche Nachfrage bereitzustellen.

Was hältst du von VeriBlocks Konzept? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Credit: BeatingBetting.co.uk, Flickr.comLizenz

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