Vermögensverwalter Fidelity startet Krypto-Plattform für institutionelle Investoren

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Der Vermögensverwalter Fidelity hat eine Plattform für institutionelles Krypto-Investoren gegründet. | © Depositphotos

Fidelity, einer der größten Finanzdienstleister weltweit, hat ein Tochterunternehmen für den Handel und die Lagerung von Kryptowährungen gegründet. Fidelity Digital Assets richtet sich ausdrücklich an institutionelle Investoren und nicht an Privatanleger. Fidelity war bereits 2017 eine Partnerschaft mit Coinbase eingegangen.

Mit Fidelity ist ein Schwergewicht der Finanzbranche in den Kryptomarkt eingestiegen. Der Verwalter von Vermögen im Wert von über 7 Billionen US-Dollar gab am Montag die Gründung des Tochterunternehmen Fidelity Digital Assets in einer Pressemitteilung bekannt.

Ein Zugangspunkt für institutionelle Investoren

Fidelity Digital Assets nimmt ausdrücklich institutionelle Investoren wie Hedgefonds ins Visier. Für Privatanleger gäbe es bereits zahlreiche Angebote, bei den Institutionen habe aber bislang eine Lücke geklafft. Obwohl letztere laut einer Studie von Greenwich Associates zu 70 Prozent an die Zukunft von Kryptowährungen glaubten, hielten sich Firmen bislang zurück.

Das neue Unternehmen soll das nun ändern, vor allem durch eine sichere Aufbewahrung (Custody) für „Bitcoin, Ether und andere digitale Vermögenswerte“. Das Digitalgeld soll dazu in Cold Storage, also sicher vom Internet getrennt, gelagert und durch weitere Sicherheitsmaßnahmen geschützt werden. Details dazu gab Fidelity Digital Assets in einem ebenfalls gestern auf Medium veröffentlichten Whitepaper bekannt.

Fidelitys Krypto-Erfahrung

Fidelity hatte bereits 2016 ein Auge auf Kryptowährungen geworfen. Seit jenem Jahr ermöglicht das Unternehmen Spenden in Bitcoin an seinen Wohltätigkeitsfond Fidelity Charitable. Im vergangenen Jahr ging die Firma eine Partnerschaft mit der Exchange Coinbase ein. Dadurch wurde es Tradern, die Fidelity nutzen, möglich, sich ihren Kryptobesitz anzeigen zu lassen. Ebenfalls 2017 schwärmte Fidelty-CEO Abigail Johnson auf der Consensus-Konferenz: „Ich liebe dieses Zeug – Bitcoin, Ethereum, Blockchain-Technologie – und was die Zukunft bereit hält.“

Tom Jessop, Leiter von Fidelity Digital Assets, verfügt zudem über beträchtliche persönliche Erfahrung. Bevor er im Januar zu Fidelity wechselte, war er Präsident des Krypto-Startups Chain. Auch für die große Investmentbank Goldman Sachs hatte er in der Vergangenheit 17 Jahre lang gearbeitet.

Werden die institutionellen Investoren sich nun leichter in die Kryptowelt locken lassen? Schreib uns deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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