Wall Street Analyst Keiser besteht darauf: Bitcoin korreliert umgekehrt zum US-Dollar!

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Keisers jüngste Kommentare zu Bitcoin wurden durch Bemerkungen eines Twitter-Nutzers angeregt, der die weit verbreitete Ansicht infrage stellt, dass Kryptowährungen gegen das globale Finanzsystem immun sind. 

Berichte, wonach globale Bankenriesen Kriminellen fast zwei Jahrzehnte lang beim Geldwaschen geholfen haben, haben am Montag, dem 21. September, den Zusammenbruch der globalen Aktienmärkte ausgelöst. Zusammen mit Aktien fielen auch Kryptowährungen, was zu erneuten Bedenken führte, dass digitale Vermögenswerte mit dem globalen Finanzwesen verflochten sind.

Diese Bedenken werden jedoch von Max Keiser, einem Bitcoin-Pionier und Wall Street-Analysten, zurückgewiesen, der darauf besteht, dass sich Bitcoin anders verhält.

In einem Tweet äußert ein Follower Keisers seine Besorgnis darüber, dass Bitcoin jedes Mal, wenn die Aktienmärkte fallen, regelrecht zu bluten beginnt. Der Benutzer besteht darauf, dass Bitcoin, wenn es jemals erfolgreich sein soll, sich vom Daumen des Bankingsystems lösen muss.

In seiner Antwort argumentiert Keiser, dass Bitcoin wie Gold umgekehrt mit dem USD korreliert – * nicht * mit dem Aktienmarkt. In einer Warnung an die Bitcoiner sagt KeiserLass dich nicht von Zufälligkeiten täuschen.

Genau wie bei Keiser, sind viele Bitcoin-Unterstützer der festen Überzeugung, dass die Top-Kryptowährung einen anderen Weg einschlägt als die Aktien von Unternehmen. Sie verweisen auf den Verlauf von BTC kurz nach dem Absturz über 40% am 12. März, dem sogenannten schwarzen Donnerstag. Zum Zeitpunkt des Crashs, fielen auch die globalen Märkte stark ins Minus, doch Bitcoin erholte sich viel schneller, als jedwede Aktie, ganz zu schweigen vom S&P 500.

Der Wert von Bitcoin hat sich zwischen März und September 2020 nahezu verdoppelt.

Am 21. März wurde Bitcoin mit 5.792 US-Dollar gehandelt. Am Ende des gestrigen Abends, dem 23. September, schloß der führende digitale Vermögenswert bei 10.250 USD. Im Vergleich dazu schloss der Dow Jones Industrial Average, der in den USA weit verbreitete Referenzindex für Blue-Chip-Aktien, am 20. März bei 19.173 Punkten. Genau ein halbes Jahr später schloss der Index den Tag  bei 27.147 Punkten, was einem Wachstum von 41,5% gegenüber dem Wert im März entspricht.

Es sind anscheinend diese Daten, die einige Bitcoiner davon überzeugen, dass die führende Kryptowährung eine umgekehrte Beziehung zu Fiat-Währungen wie dem US-Dollar aufweist.

Korrelationen jedoch, vor allem umgekehrte, sind in der Regel immer als eine temporäre Erscheinung anzusehen und nie als 100% verlässlich zu verstehen. Grade im Kryptomarkt, der im Vergleich zu Aktien noch im Säuglingsstadium steckt, sollte man mit marktübergreifenden Thesen sehr vorsichtig sein, da vor allem völlig unterschiedliche Volatilitäten und Liquiditäten vorherrschen.

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