Warum und woran Bitcoin (BTC) tatsächlich scheitern könnte:

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Der Zcash-Gründer Zooko Wilcox stellt ein Szenario vor, nach welchem Bitcoin in seiner Mission, die Welt dank Peer-to-Peer-Technologie zu dezentralisieren, scheitert:

Bitcoin (BTC) ist hier um zu bleiben! Über diesen Satz sind sich wohl alle Krypto-Nachrichtenmagazine einig. Wie denn aus sonst? Wer startet schon einen Blog zu einem Themengebiet, an dessen Zukunft er nicht glaubt? Richtig, niemand! Diese natürliche Voreingenommenheit kann zuweilen aber auch den Blick vor der Option vernebeln, dass das große Projekt des dezentralen Onlinegeldes scheitern könnte.

Für gewöhnlich schallen einem drei Schreckensszenarien über die Zukunft der Kryptowährung aus den Mainstream-Medien entgegen: 1. Bitcoin befindet sich nur in einem temporären Bullenmarkt. 2. Bitcoiner stecken in einer neuen Tulpenmanie fest. 3. Bitcoin wird ein ähnliches Schicksal nehmen, wie die Dotcom-Blase.

Es gibt, laut dem Zcash-Gründer Zooko Wilcox, aber noch ein viertes pessimistisches Szenario, welches bei genauerer Betrachtung eine reelle Gefahr für Bitcoin darstellt: Bitcoin könnte langfristig ein Schattendasein in der Weltökonomie fristen und lediglich von experimentierfreudigen Nerds genutzt werden. Dieses Schicksal ereilte auch Linux bzw. die Free and Open-Source Software (FOSS)-Bewegung welche sich in den 90er Jahren formierte.

Zwar wird Linux noch immer genutzt, allerdings fast nur von Techies. Wilcox meint dazu:

“Linux scheiterte damit das dominante Betriebssystem zu werden. Jetzt wird es nur noch zur Sicherung das Backends von Facebook, Amazon und Google genutzt. Die eigentliche Mission hat Linux total verfehlt. Der eigentliche Sinn und Zweck von Linux war, Microsoft, Apple, Facebook und Google komplett zu ersetzen und alle frei zu machen!”

Der Zcash-Gründer bedauert zudem, dass Linux-Befürworter die Niederlage nicht eingestehen, sondern im Nachhinein verklärend als Erfolg verbuchen:

“Leider neigen gescheiterte soziale Bewegungen dazu, die Geschichte im Nachhinein abzuwandeln und vorzutäuschen doch eigentlich einen Erfolg errungen zu haben”

Wie optimistisch bist Du bezüglich Bitcoins Zukunft? Teile es uns in der Kommentarspalte mit!

© Bild via The CryptoReportTeam, Flickr.comLizenz

2 Kommentare

  1. Die Frage ist, werden sich echte Stablecoins durchsetzen? Sie sind als Zahlungsmittel aufgrund neuer und modernerer Blockchaintechnik schneller und damit viel ökonomischer. Es reicht auch nicht die Unterlegung mit dem Wert “X”. Der innere Wert muß auch steigen. 2020 wird vielleicht die Weiche für den OneGram und seinem Nachfolger gestellt. Beide kommen aus der selben Schmiede. Man will sich überraschen lassen.

  2. Linux ist weder gescheitert, noch nicht gescheitert. Es hat seine Anwendungen: Android ist Linux, alle professionellen Anwendungen in der Wissenschaft sind auf Linux/Unix. Das gesamte www baut auf Linux-Struktur auf. Viet opensource-Programme, wie Firefox, sind auf Windows portiert. Naja, und Bitcoin ist letztlich auch die Umsetzung dieser Idee.
    PS: Google war in den 1990ern noch nicht. 😉

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