Was uns dieses Video aus Venezuela über Bitcoins Zukunft verrät

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Ein kleiner Bub spielt in einem Berg aus Fiatgeld, den offensichtlich ein Lastwagen auf einer Straße ausgekippt hat. Was lustig aussieht, ist das Zeugnis einer traurigen Hyperinflation im ehemals reichen Venezuela. Mehr denn je macht es daher Sinn, auch dezentrale Devisen wie Bitcoin in seinem Portfolio zu halten.

Die venezolanische Währungskrise ebbt nicht ab. Der “Souveräne Bolívar”, die Landeswährung des lateinamerikanischen Krisenstaates, verzeichnete alleine im Jahre 2018 eine Inflation von mehr als einer Millionen (!) Prozent. Als wäre das nicht schon mehr als genug, hat Präsident Maduro aktuell auch noch eine faustdicke Staatskrise zu bewältigen. Der Oppositionsführer Juan Guaidó hat sich im Exil selbst zum neuen Staatschef ernannt – mit Rückendeckung von westlichen Politikern, darunter auch Donald Trump.

Eine unkonventionelle Methode zur Krisenbewältigung war Maduros jüngste Anstrengung den Souveränen Bolívar als Nationalwährung mit dem Petro (PTR), einer nationalen Kryptowährung, zu ersetzen. So gab z.B. der venezolanische Vizepräsident Delcy Rodriguez im Oktober in einer Pressekonferenz in Caracas bekannt, dass Passgebühren nur noch in Petro bezahlt werden könnten.

Unser Kontakt nach Venezuela beschrieb den Petro als eine einzige “Mogelpackung”. Er kennt niemanden, der PTR besitzen, geschweige denn als Währung einsetzen würde. Auf den Straßen würde vor allem mit dem US-Dollar bezahlt werden. Aber auch Kryptowährungen würden zunehmend an Beliebtheit gewinnen. Vor allem Bitcoin und Dash. Unsere Quelle schürft sogar selbst Ether, da Stromkosten in dem krisengeplagten Land sehr gering sind.

Die Lektion für Bitcoin aus der Causa Venezuela

Die wichtigste Erkenntnis, welche man als Bitcoiner aus der Währungskrise in Venezuela mitnehmen sollte, ist folgende: Der Wert von Fiatgeld bemisst sich nicht nach Angebot und Nachfrage, sondern ausschließlich danach, ob eine Regierung dem Willen der internationalen Machtblöcke, darunter der USA, spurt oder nicht. Sobald die Politiker diesen nicht mehr genehm sind, werden diese entweder gestürzt, oder das Land wird vom internationalen Währungsmarkt abgeschnitten und eine Hyperinflation erzwungen.

Als Privatperson kann man an diesen Dynamiken wenig ändern. Man kann sich allerdings selbst ein Stück weit absichern, indem man einen kleinen Teil seines Ersparten in dezentrale Devisen wie Bitcoin investiert.

Hältst Du eine ähnliche Währungskrise auch in Europa für denkbar? Teile es uns in der Kommentarspalte mit!

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