Weltbank und IWF nutzen interne Pseudo-Kryptowährung

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Die Finanz-Institutionen Weltbank und Internationaler Währungsfonds (IWF) verwenden offenbar einen nicht handelbaren internen Token namens „Learning Coin“. Damit sollen Mitarbeiter belohnt werden, die sich zur Blockchain-Technologie weiterbilden.

Die Weltbank und der Internationale Währungsfonds (IWF), zwei bedeutende Institutionen des internationalen Fiatgeld-Finanzsystems, nutzen offenbar eine Art interne Pseudo-Kryptowährung, den Learning Coin. Das berichtete die Financial Times (FT) am Wochenende.

Dabei handelt es sich offenbar um einen Token, der auf einem privaten Blockchain-Netzwerk der beiden Institutionen basiert. Er kann nicht gegen andere Coins oder Fiatwährungen gehandelt werden und ist daher keine wirkliche Kryptowährung.

Blockchain-Wissen praktisch erfahren

Wie der Name schon andeutet, soll der Learning Coin als Bildungs-Instrument dienen. Mitarbeiter von IWF und der Weltbank können sich über eine zugehörige App zum Thema Distributed Ledger Technology (DLT) informieren und werden für Lernerfolge mit Learning Coins bezahlt. Die Entwickler arbeiten außerdem an Möglichkeiten die Tokens in Belohnungen umzutauschen.

Der Financial Times zufolge soll durch das Projekt eine „starke Wissensbasis“ bezüglich der Blockchain-Technologie aufgebaut werden. Laut IWF seien Zentralbanken, Regulatoren und Finanz-Institutionen nämlich aktuell dazu gezwungen, “eine wachsende Wissenslücke zwischen Gesetzgebern, Entscheidungsträgern, Ökonomen und der Technologie anzuerkennen“.

IWF-Chefin: Kryptowährungen „bringen das System ins Wanken“

Erst vergangene Woche hatte IWF-Direktorin Christine Lagarde in einem Interview erklärt, dass Kryptowährungen das Finanz-System „ins Wanken“ bringen könnten und nannte dabei die Bank JPMorgan Chase mit ihrem JPM-Stablecoin als Beispiel.

Der IWF sei vor allem an der Bewahrung von Vertrauen und Stabilität interessiert, so Lagarde. Innovation dürfe das System nicht so stark erschüttern, dass die nötige Stabilität verloren ginge. Das müsse man mit Regulationen sicherstellen.

Der Ökonom Saifdean Ammous, Autor des Buches „The Bitcoin Standard“, konnte über diese Aussagen nur spotten: Der IWF habe sich selbst für ein von vornherein instabiles Finanzsystem „gebaut auf Regierungs-Shitcoins“ entschieden.

https://twitter.com/saifedean/status/1116394961488842752

Werden IWF und Weltbank durch ihr Learning Coin-Projekt schließlich zu der Erkenntnis kommen, dass Kryptowährungen Fiatgeld überlegen sind? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Shiny Things, Flickr.com, Lizenz

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