Widerlegt: Max Ottes Anti-Bitcoin (BTC)-Thesen aus “Weltsystemcrash”

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Max Otte, Autor des Bestsellers “Der Crash kommt”, bezeichnet in seinem neusten Buch ein Bitcoin (BTC)-Verbot, wie es 2017 in China beschlossen wurde, als “das einzig Richtige”. Seine Begründung dafür ist fadenscheinig. 

Der Ökonom Max Otte zählt wie “Mr. Dax” Dirk Müller zu den bekanntesten deutschen Propheten einer kommenden Weltwirtschaftskrise. Nachdem er 2006 in dem Buch “Der Crash kommt” die Finanzkrise von 2008 voraussagte, hat er nun mit seinem kürzlich erschienen Werk “Weltsystemcrash” nachgelegt.

Otte noch Bitcoin (BTC)-feindlicher als Dirk Müller?

Wie in Dirk Müllers Werk “Machtbeben” wird auch in “Weltsystemcrash” kräftig auf Bitcoin (BTC) herumgehackt. Doch während Müller hinter Kryptowährungen eine Verschwörung von Geheimdiensten zur Abschaffung des Bargelds wittert und voraussagt, dass ihr Wert auf null fallen werde, befürwortet Otte sogar staatliche Verbote von Digitalwährungen.

Er verweist darauf, dass China 2017 Exchanges schließen ließ, den privaten Handel mit Kryptowährungen verbot und dieses Jahr sogar über ein Verbot von Bitcoin-Mining nachdachte (was sich glücklicherweise nicht materialisierte).

Aus Ottes Sicht “eine sinnvolle Sache” und “das einzig Richtige”. Der Autor bedauert offenbar, dass ein solches Vorgehen hierzulande nicht möglich sei, weil “nur ein handlungsfähiger und nicht von Finanzinteressen gekaperter Staat” so etwas vollbringen könne.

Ottes fadenscheinige Anti-Bitcoin-Argumente

Doch warum ist Max Otte eigentlich so Bitcoin-feindlich eingestellt? Seine Argumente gegen BTC sind alles andere als schlagkräftig: So sei Bitcoin wegen des Stromverbrauchs durch Mining “umweltfeindlich”. Diese fadenscheinige Behauptung wurde vom Krypto-Experten Andreas Antonopoulos längst entkräftet. In Wirklichkeit kann Mining sogar erneuerbare Energien unterstützen, indem beispielsweise überschüssiger Strom aus Windkraft zum Schürfen von Bitcoin sinnvoll verwertet wird.

Otte behauptet weiterhin, dass Bitcoins Idee von einer begrenzten Geldmenge zwar “so schlecht nicht” sei, jedoch durch die Möglichkeit, neue Altcoins zu gründen, bedeutungslos werde. Dabei ignoriert der Ökonom völlig, dass Bitcoin immer noch zwei Drittel der gesamten Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen vertritt, obwohl laufend neue Coins gestartet werden. Die Bitcoin-Dominanz ist seit Anfang des Jahres sogar um 15 Prozent gestiegen.

Sicherlich kann jeder einen eigenen Altcoin starten, doch sofern dieser nicht mit ernsthaften Innovationen daherkommt, wird er bloß ein Schattendasein als weitgehend wertlose Kopie des Originals fristen.

Schließlich bezeichnete Otte Bitcoin als “intransparent”, was man wohl als Gipfel der Ironie betrachten darf. Schließlich lässt sich die Blockchain, auf welcher sämtliche Transaktionen einsehbar sind, von jedermann auf der Welt mithilfe von Block Explorern untersuchen. Auch sind die Regeln, nach denen Bitcoin operiert, im Code festgeschrieben und damit im Gegensatz zu undurchsichtigen Agenden von Zentralbanken völlig transparent.

Was glaubst Du warum Crash-Propheten eine Anti-Krypto-Linie vertreten? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Wikimedia.org, Lizenz

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