XRP unter Druck: Hack-Folgen treffen auf regulatorische Ripple-Fortschritte
Autor: Coinkurier Redaktion
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Kategorie: Nachrichten
Zusammenfassung: XRP bleibt wegen Hack-Folgen, schwacher Charttechnik und nachlassender ETF-Zuflüsse unter Druck, während Ripple bei RLUSD, Banklizenz und Verwahrung vorankommt.
XRP steht an einem entscheidenden Wendepunkt: Während Ripple bei RLUSD, Banklizenz und Verwahrung regulatorische Fortschritte erzielt, belasten Hack-Folgen, schwache Charttechnik und nachlassende ETF-Zuflüsse den Token. Welche Marken jetzt zählen, warum XRP nicht eingefroren werden konnte und welchen Einfluss die US-Midterms haben könnten, zeigt der Pressespiegel.
XRP zwischen Hack-Folgen, schwacher Charttechnik und regulatorischen Fortschritten
Der XRP-Markt steht laut mehreren Quellen im Spannungsfeld zwischen den Folgen des Binance-Hacks, technischen Warnsignalen, nachlassenden ETF-Zuflüssen und Fortschritten im regulierten Ripple-Geschäft. Während Ripple bestimmte RLUSD-Bestände einfrieren konnte, blieb XRP selbst unangetastet. Gleichzeitig notierte XRP in mehreren Berichten bei rund 1,25 US-Dollar und stand damit unter wichtigen charttechnischen Marken.
Ripple konnte RLUSD einfrieren, XRP blieb außerhalb der Kontrolle
BTC-ECHO berichtet, dass die Angreifer beim Binance-Hack unter anderem 233,46 Millionen XRP im Wert von rund 296 Millionen US-Dollar sowie 88,5 Millionen RLUSD erbeuteten. Ripple fror am 29. Oktober um 22:01 Uhr UTC 40,5 Millionen RLUSD ein, die den Angreifern zugeordnet wurden.
Rund 48 Millionen RLUSD waren zu diesem Zeitpunkt bereits über dezentrale Börsen getauscht und damit außer Reichweite. Bei XRP war ein Eingreifen dagegen nicht möglich: Die 233 Millionen Token bewegten sich zwischen 20:05 und 20:09 Uhr UTC aus fünf Binance-Wallets, also innerhalb von vier Minuten.
Der Unterschied liegt laut BTC-ECHO im Aufbau der beiden Vermögenswerte. RLUSD wird von einer Ripple-Tochter emittiert und verfügt über Funktionen zum Blockieren einzelner Adressen. XRP ist dagegen die native Währung des XRP Ledger und hat keinen Herausgeber mit entsprechenden Rechten.
Ripple kann deshalb weder eine XRP-Adresse sperren noch eine gültige Transaktion rückgängig machen. Börsen können gestohlene XRP einfrieren, sobald die Token auf ihren eigenen Konten landen, haben jedoch keinen Zugriff auf unabhängige Wallets.
„Ripple kann weder eine Adresse sperren noch eine gültige Transaktion rückgängig machen“, berichtet BTC-ECHO unter Verweis auf die offizielle Dokumentation des Netzwerks.
| Vermögenswert | Angabe aus der Quelle |
|---|---|
| Erbeutete XRP | 233,46 Millionen XRP |
| Wert der erbeuteten XRP | rund 296 Millionen US-Dollar |
| Erbeutete RLUSD | 88,5 Millionen RLUSD |
| Eingefrorene RLUSD | 40,5 Millionen RLUSD |
| Bereits getauschte RLUSD | Rund 48 Millionen RLUSD |
Infobox: Ripple konnte 40,5 Millionen RLUSD einfrieren, besitzt aber keine Möglichkeit, XRP-Transaktionen zu stoppen oder rückgängig zu machen. Die unterschiedliche Kontrollmöglichkeit ergibt sich aus der jeweiligen technischen Konstruktion der beiden Assets.
XRP-Kurs unter Druck: 1,25 US-Dollar als wichtige Marke
BTC-ECHO schreibt, dass XRP nach der Schwäche am Kryptomarkt und dem Binance-Hack zwischenzeitlich auf ein Mehrmonatstief gefallen ist. Nach einer Stabilisierung lag der Kurs dem Bericht zufolge bei 1,25 US-Dollar und damit im Monatsvergleich 16 Prozent niedriger.
Die charttechnische Analyse stellt insbesondere die Marke von 1,25 US-Dollar in den Mittelpunkt. Sie muss laut BTC-ECHO verteidigt werden, während auf der Ober- und Unterseite weitere relevante Chartlevels beobachtet werden.
Auch Cryptonews.net meldet XRP bei rund 1,25 US-Dollar. Nach dem Rückgang im Oktober um etwa 16 Prozent lag der Token 0,76 Prozent unter dem Wert der vorherigen 24 Stunden, nachdem er sich von einem Rückgang in Richtung 1,20 US-Dollar erholt hatte.
Der Relative-Stärke-Index lag laut Cryptonews.net bei etwa 37. Damit blieb XRP unter der neutralen Marke von 50, aber über der konventionellen Schwelle von 30 für überverkaufte Bedingungen. Zugleich wurde der MACD-Momentumindikator als negativ beschrieben.
| Technischer Wert | Angabe aus der Quelle |
|---|---|
| Aktueller XRP-Kurs | rund 1,25 US-Dollar |
| Rückgang im Oktober | etwa 16 Prozent |
| RSI | etwa 37 |
| Unmittelbare Unterstützung | 1,23 bis 1,24 US-Dollar |
| Weitere Unterstützung | 1,20 US-Dollar |
| Möglicher nächster Abwärtsbereich | nahe 1,10 US-Dollar |
Die gleitenden Durchschnitte lagen laut Cryptonews.net sämtlich über dem aktuellen Kurs. Der 20-Tage-EMA lag nahe 1,31 US-Dollar, der 50-Tage-EMA bei etwa 1,34 US-Dollar, der 100-Tage-EMA bei rund 1,33 US-Dollar und der 200-Tage-EMA nahe 1,37 US-Dollar.
Ein anhaltender Bruch unter 1,20 US-Dollar könnte dem Bericht zufolge den Bereich nahe 1,10 US-Dollar in den Fokus rücken. Von 1,25 US-Dollar aus entspräche dies einem weiteren Abwärtsmove von rund 12 Prozent, wobei die Quelle ausdrücklich darauf hinweist, dass dies kein sicheres Ziel sei.
Auf der Oberseite gilt laut Cryptonews.net 1,27 US-Dollar als erste Rückeroberungsmarke. Der Bereich von 1,30 bis 1,31 US-Dollar bündelt den Widerstand des absteigenden Kanals mit dem 20-Tage-EMA. Darüber könnten 1,34 US-Dollar und anschließend 1,36 bis 1,37 US-Dollar relevant werden.
Infobox: Die zentrale kurzfristige Unterstützungszone liegt bei 1,23 bis 1,24 US-Dollar. Unter 1,20 US-Dollar könnte laut Cryptonews.net der Bereich nahe 1,10 US-Dollar relevant werden, während auf der Oberseite zunächst 1,27 US-Dollar und danach 1,30 bis 1,31 US-Dollar überwunden werden müssten.
Technische Warnsignale und mögliche Verkaufsdynamik
Cryptonews.net verweist auf einen bärischen Crossover der gleitenden Durchschnitte. Der 50-Tage-EMA fiel unter den 200-Tage-EMA, was häufig als „Todeskreuz“ bezeichnet wird. Die Quelle betont zugleich, dass es sich um ein EMA-Signal handelt und nicht notwendigerweise um dasselbe Muster bei einfachen gleitenden Durchschnitten.
Zusätzliche Volatilität könnte durch gehebelte Positionen entstehen. CryptoinsightUK zufolge stieg das Open Interest um 6,7 Prozent, während sich der XRP-Preis um 0,15 Prozent verbesserte. Positive Funding-Raten deuteten dem Bericht zufolge darauf hin, dass Händler für das Halten bullischer Positionen zahlten.
Bei einem starken Kursrückgang könnten gehebelte Positionen, die nicht mehr ausreichend hinterlegt sind, automatisch geschlossen werden. Dies könnte zusätzlichen Verkaufsdruck auf einen bereits schwachen Markt ausüben.
Analyst Ali Martinez stellte laut Cryptonews.net am 2. November fest, dass sich die vierstündigen Bollinger-Bänder von XRP auf ihr engstes Niveau seit August verengt hätten. Ein vierstündiger Schluss über 1,27 US-Dollar wurde als bullisch und ein Schluss unter 1,23 US-Dollar als bärisch bewertet. Die Verengung signalisiert laut Quelle mögliche Volatilität, jedoch nicht deren Richtung.
Infobox: Die technische Lage bleibt angespannt. Ein Bruch unter 1,23 US-Dollar könnte bärisch interpretiert werden, während ein vierstündiger Schluss über 1,27 US-Dollar als bullisches Signal gilt. Die enge Bollinger-Bandbreite weist auf mögliche Volatilität hin, legt aber keine Richtung fest.
Banklizenz und Verwahrung stärken vor allem RLUSD
Sharedeals.de berichtet über die finale Genehmigung der Ripple National Trust Bank durch die US-Bankenaufsicht OCC. Ripple hatte den Antrag im Juli 2025 gestellt und im Dezember 2025 eine bedingte Zusage erhalten.
Die Bank soll die Reserven des Stablecoins RLUSD verwalten, als Sicherheitentreuhänder für dessen Inhaber auftreten und digitale Vermögenswerte für Unternehmenskunden verwahren. In derselben Woche nahm BNY XRP und RLUSD in seine Verwahrplattform auf, während Moody's RLUSD ein Investment-Grade-Rating von A2 vergab.
Auf XRP wirkte sich die Meldung laut Sharedeals.de jedoch nur begrenzt aus. XRP stieg innerhalb von 24 Stunden um 0,5 Prozent auf 1,29 US-Dollar. Die Quelle führt die verhaltene Reaktion darauf zurück, dass die Bank vor allem das Stablecoin- und Verwahrungsgeschäft stärkt, XRP selbst aber nicht im Aufgabenprofil der Bank vorkommt.
Infobox: Die Banklizenz gilt laut Sharedeals.de als wichtiger Schritt für Ripples reguliertes US-Finanzgeschäft. Einen unmittelbaren zusätzlichen Nachfrageimpuls für XRP sieht die Quelle daraus jedoch kaum, da der Schwerpunkt auf RLUSD und Verwahrung liegt.
ETF-Zuflüsse steigen weiter, verlieren aber an Dynamik
Die US-Spot-XRP-ETFs verzeichneten laut Sharedeals.de im Oktober Nettozuflüsse von 18,83 Millionen US-Dollar. In der letzten Oktoberwoche beliefen sich die Zuflüsse auf 4,32 Millionen US-Dollar, während sich die Zuflüsse seit dem Start auf 1,81 Milliarden US-Dollar summierten.
Im Mai, dem bislang stärksten Monat des Jahres, flossen laut der Quelle 131,94 Millionen US-Dollar in die Fonds. Am 29. Oktober kamen 8,43 Millionen US-Dollar hinzu, davon 5,57 Millionen US-Dollar beim Produkt von Franklin Templeton und 2,86 Millionen US-Dollar beim ETF von Bitwise.
Cryptonews.net berichtet ebenfalls von Investmentzuflüssen. Demnach zogen US-Spot-XRP-ETFs im Oktober 18,83 Millionen US-Dollar an, trotz des Kursrückgangs des Tokens.
| ETF-Kennzahl | Angabe aus der Quelle |
|---|---|
| Nettozuflüsse im Oktober | 18,83 Millionen US-Dollar |
| Zuflüsse in der letzten Oktoberwoche | 4,32 Millionen US-Dollar |
| Zuflüsse seit dem Start | 1,81 Milliarden US-Dollar |
| Zuflüsse im Mai | 131,94 Millionen US-Dollar |
| Zuflüsse am 29. Oktober | 8,43 Millionen US-Dollar |
| Franklin Templeton am 29. Oktober | 5,57 Millionen US-Dollar |
| Bitwise am 29. Oktober | 2,86 Millionen US-Dollar |
Sharedeals.de bewertet die monatlichen Zuflüsse gemessen an der XRP-Marktkapitalisierung von rund 79,17 Milliarden US-Dollar als gering. Die Zuflüsse könnten den Kurs in der Nähe von 1,25 US-Dollar stabilisieren, reichten nach Einschätzung der Quelle jedoch nicht für eine Trendwende aus.
Infobox: Die Spot-XRP-ETFs verzeichnen weiterhin Zuflüsse, deren Dynamik laut Sharedeals.de jedoch nachlässt. Die im Oktober gemeldeten 18,83 Millionen US-Dollar stehen den 131,94 Millionen US-Dollar aus dem bislang stärksten Monat Mai gegenüber.
Escrow-Freigabe und bewegte Hack-Bestände erhöhen den Angebotsdruck
Sharedeals.de berichtet, dass Ripple am 1. November planmäßig 1 Milliarde XRP in zwei Tranchen zu je 500 Millionen Token aus dem Escrow freigegeben hat. Eine Freigabe aus dem Escrow sei laut Quelle noch kein Verkauf.
Am 2. November wurden zudem 233,46 Millionen XRP aus einer Wallet, die mit dem Binance-Hack in Verbindung steht, auf sechs neue Adressen verteilt. Der Markt könnte dadurch mit zusätzlichem Verkaufsdruck rechnen, so Sharedeals.de.
Ende Oktober fiel XRP zeitweise unter 1,20 US-Dollar, nachdem der Kurs Anfang des Monats noch bei rund 1,50 US-Dollar gelegen hatte. Das Angebot von XRP wird laut Quelle zusätzlich durch die laufende Ausweitung belastet.
| Angebotskennzahl | Angabe aus der Quelle |
|---|---|
| Maximales Angebot | 100 Milliarden XRP |
| Umlaufmenge | 63,35 Milliarden XRP |
| Jährliche Angebotsinflation | 5,42 Prozent |
| Escrow-Freigabe am 1. November | 1 Milliarde XRP |
| Tranchen | zu je 500 Millionen Token |
| Verteilte XRP am 2. November | 233,46 Millionen XRP |
| Neue Adressen | sechs |
Infobox: Neben der Escrow-Freigabe von 1 Milliarde XRP wurden 233,46 Millionen XRP aus einer mit dem Binance-Hack verbundenen Wallet auf sechs neue Adressen verteilt. Sharedeals.de sieht darin einen möglichen zusätzlichen Belastungsfaktor für den Kurs.
US-Wahl als möglicher Kurstreiber für Bitcoin, XRP und Solana
CryptoTicker.io richtet den Blick auf die US-Midterms am Dienstag, dem 3. November. Die Amerikaner wählen laut Quelle alle 435 Abgeordneten des Repräsentantenhauses und 35 Senatoren. Für den Kryptomarkt ist die Wahl demnach auch deshalb relevant, weil ein wichtiges US-Kryptogesetz im Senat liegt.
Die Prognosemärkte Kalshi und Polymarket gaben den Demokraten am 30. Oktober eine Wahrscheinlichkeit von 92 bis 94 Prozent für das Repräsentantenhaus und rund 69 Prozent für den Senat. Die Umfragemodelle zeigten laut CryptoTicker.io in dieselbe Richtung, wobei das Rennen um den Senat deutlich knapper sei.
Zum Zeitpunkt des Berichts notierte Bitcoin bei rund 78.000 US-Dollar, XRP lag nach dem Verlust der Marke von 1,30 US-Dollar über 1,20 US-Dollar und Solana stand bei etwa 94 US-Dollar. Laut CryptoTicker.io rechnete keiner dieser Kurse mit einem kryptofreundlichen Kongress.
Die Kryptobranche gab in diesem Wahlzyklus mehr als 170 Millionen US-Dollar aus, überwiegend über das Fairshake PAC. Davon entfielen über 60 Millionen US-Dollar auf ein einzelnes Rennen: Sherrod Brown sollte nicht aus Ohio in den Senat zurückkehren.
Fünf Wahlszenarien laut CryptoTicker.io
- Demokraten gewinnen Repräsentantenhaus und Senat: Der CLARITY Act, der im Juli 2025 mit 294 zu 134 Stimmen durch das Haus ging und am 15. September im Senat mit 49 zu 50 scheiterte, würde in dieser Form nicht zurückkehren. Für Bitcoin wäre die Reaktion laut CryptoTicker.io weitgehend neutral, während XRP ohne klaren Weg zu Marktstrukturregeln am langsamsten zurückkommen könnte. Solana wäre leicht negativ, weil ETF-Pipeline und Tokenisierungsprojekte von derselben Rechtssicherheit abhängen.
- Demokraten holen das Haus, Republikaner halten den Senat: Die geteilte Regierung würde den Senat als Flaschenhals bestehen lassen. Bitcoin wäre laut Quelle neutral, XRP und Solana könnten etwas besser abschneiden als im ersten Szenario, weil die Tür für ein Marktstrukturgesetz 2027 offen bliebe.
- Republikaner halten beide Kammern: Die Prognosemärkte sahen dieses Ergebnis deutlich unter 10 Prozent. Bitcoin könnte sich laut CryptoTicker.io in Richtung des Widerstands bei 80.000 US-Dollar bewegen, XRP wäre der prozentual größte Gewinner der drei und könnte die Marke von 1,30 US-Dollar wieder erreichen. Solana könnte von einer erneuten Dynamik bei ETF- und institutionellen Themen profitieren.
- Das Senatsrennen in Ohio entscheidet alles: Schlägt Brown Jon Husted, wäre die teuerste Wette der Branche in diesem Zyklus gescheitert. Hält Husted, wäre die Fairshake-Strategie bestätigt. Gerade für XRP könnte die Entscheidung in Ohio laut Quelle den Chart stärker bewegen als das Gesamtergebnis im Senat.
- Umstrittener oder verzögerter Auszählungsprozess: Bleibt die Mehrheitsfrage in mehreren Bundesstaaten tagelang offen, könnte die Unsicherheit die Marktreaktion verstärken. Bitcoin würde laut CryptoTicker.io dann seine eigenen Marken handeln, mit 76.000 US-Dollar als Unterstützung und 80.000 US-Dollar als Widerstand.
CryptoTicker.io nennt außerdem den Arbeitsmarktbericht am 6. November und die MSCI-Entscheidung zu Bitcoin-Treasury-Unternehmen am 11. November als wichtige Termine. Die Quelle kommt zu dem Schluss, dass US-Kryptorecht sich langsam verändert und Positionsgröße sowie Geduld wichtiger seien als eine kurzfristige Prognose.
Infobox: Die US-Midterms könnten laut CryptoTicker.io vor allem über die Zukunft der US-Kryptoregulierung auf Bitcoin, XRP und Solana wirken. Als zentrale Kursmarken nennt die Quelle 76.000 US-Dollar als Bitcoin-Unterstützung und 80.000 US-Dollar als Widerstand.
Bitcoin fällt unter 77.000 US-Dollar, XRP bewegt sich kaum
CoinDesk berichtet, dass Bitcoin am Dienstagmorgen in Asien um 2 Prozent auf knapp unter 77.000 US-Dollar fiel. Damit wurde die Erholung vom Montag ausgelöscht, während die meisten führenden Kryptowährungen ebenfalls nachgaben.
Der Rückgang erfolgte vor dem Hintergrund eines sich vertiefenden Ausverkaufs bei US-Chipherstellern. Der Nasdaq 100 war laut CoinDesk in den Korrekturbereich gerutscht, während Anleger auf die Ergebnisse der US-Zwischenwahlen warteten, die mit der Öffnung der asiatischen Märkte am Mittwoch erwartet wurden.
| Vermögenswert oder Index | Entwicklung laut CoinDesk |
|---|---|
| Bitcoin | minus 2 Prozent auf knapp unter 77.000 US-Dollar |
| ZEC | minus fast 10 Prozent auf etwa 1.140 US-Dollar |
| HYPE | minus 5 Prozent auf etwa 84 US-Dollar |
| SOL | minus 3 Prozent auf etwa 92 US-Dollar |
| BNB | minus 2 Prozent und unter 700 US-Dollar |
| Ether | minus etwa 2 Prozent und knapp über 2.250 US-Dollar |
| XRP | kaum verändert bei 1,25 US-Dollar |
| TRX | plus etwa 2 Prozent |
Der Index der US-Chiphersteller verlängerte seinen dreitägigen Einbruch auf 12 Prozent. Der Nasdaq 100 lag laut CoinDesk 10 Prozent unter seinem Höchststand, während der S&P 500 um 0,5 Prozent fiel.
Auch die asiatischen Märkte standen unter Druck. Der südkoreanische Kospi fiel um mehr als 3 Prozent, der MSCI Asia Pacific Index sank um fast 1 Prozent. Die japanischen Märkte blieben wegen eines Feiertags geschlossen.
Infobox: Bitcoin fiel laut CoinDesk um 2 Prozent auf knapp unter 77.000 US-Dollar. XRP bewegte sich dagegen kaum und lag bei 1,25 US-Dollar. Der Rückgang stand im Zusammenhang mit dem Druck auf den Chip-Sektor, einer Korrektur beim Nasdaq 100 und der Unsicherheit vor der US-Mittelwahl.
Pressespiegel-Fazit: Unternehmensfortschritte treffen auf Token-Gegenwind
Die Berichte zeichnen ein einheitliches Bild: Ripple baut sein reguliertes Geschäft aus, doch diese Fortschritte kommen bisher nur begrenzt beim XRP-Kurs an. Die Banklizenz, die Verwahrung durch BNY und das Investment-Grade-Rating A2 für RLUSD stärken vor allem den Stablecoin- und Verwahrbereich.
Auf der Token-Seite stehen dagegen ein Kurs von rund 1,25 US-Dollar, ein Rückgang von 16 Prozent im Oktober, technische Warnsignale, nachlassende ETF-Dynamik und zusätzlicher Angebotsdruck. Die kurzfristige Entwicklung hängt laut den Quellen insbesondere davon ab, ob die Unterstützungszone bei 1,23 bis 1,24 US-Dollar hält und ob XRP die Marke von 1,27 US-Dollar zurückerobern kann.
Parallel bleibt die US-Politik ein möglicher Impulsgeber. Die Midterms könnten die Aussichten für den CLARITY Act und künftige Marktstrukturregeln beeinflussen. Für Bitcoin kommen laut den Berichten zudem die Entwicklung des Nasdaq 100, die US-Makrodaten und die anstehenden Termine am 6. November und 11. November hinzu.
Zusammenfassung: XRP profitiert derzeit nicht automatisch von Ripples regulatorischen Erfolgen. Die Quellen nennen 1,23 bis 1,24 US-Dollar als wichtige Unterstützung, 1,27 US-Dollar als erste Rückeroberungsmarke und 1,30 bis 1,31 US-Dollar als bedeutenden Widerstandsbereich.
Einschätzung der Redaktion
Die entscheidende Erkenntnis ist die zunehmende Entkopplung zwischen Ripple als reguliertem Finanzdienstleister und XRP als frei handelbarem Token. Fortschritte bei RLUSD, Verwahrung und Bankinfrastruktur stärken zwar das institutionelle Umfeld, erzeugen aber keinen unmittelbaren Kaufdruck bei XRP.
Kurzfristig überwiegen daher technische und marktstrukturelle Risiken. Solange XRP die Zone von 1,23 bis 1,24 US-Dollar nicht überzeugend verteidigt und 1,27 US-Dollar nicht zurückerobert, bleibt eine nachhaltige Trendwende wenig belastbar. Die regulatorischen Fortschritte sind strategisch relevant, dürften den Kurs aber erst dann stärker unterstützen, wenn daraus nachweisbar höhere Nutzung oder Nachfrage nach XRP entsteht.
Kernaussage: Ripples Geschäftsentwicklung verbessert die langfristige Ausgangslage, kompensiert aktuell jedoch weder den Verkaufsdruck noch die schwache Charttechnik von XRP.
Quellen:
- XRP außer Reichweite? Was der Binance-Hack über Ripple zeigt
- US Midterms morgen: 5 Szenarien für Bitcoin, XRP und Solana
- XRP-Kurs: Warum die Gefahr eines anhaltenden Ripple-Abverkaufs zunimmt
- XRP-Preis steht nach dem 16%-Crash im Oktober vor verschärfter technischer Warnung
- XRP: Banklizenz erteilt, lohnt der Einstieg bei 1,25 US-Dollar?
- Bitcoin fällt unter 77.000 USD, da der Chip-Sektor vor der US-Mittelwahl weiter unter Druck gerät