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XRP steht zwischen starkem Kursdruck und weitreichenden Neuerungen: Während Upgrades, Lending-Pläne und eine behobene Sicherheitslücke die Entwicklung des XRP Ledgers prägen, belasten Liquidationen, ETF-Abflüsse und makroökonomische Risiken den Markt. Der Pressespiegel ordnet die wichtigsten Meldungen ein und beleuchtet zudem den umstrittenen Pepeto-Presale.
XRP zwischen Kursdruck, Ledger-Upgrades und Sicherheitsdebatte
Der XRP-Markt stand am 9. Oktober 2026 im Zeichen eines deutlichen Kursrückgangs. Laut Wallstreet Online fiel XRP auf 1,33 Dollar und verlor innerhalb von 24 Stunden 6,68 Prozent. Dabei wurden Long-Positionen im Wert von 2,61 Millionen Dollar über Binance, Bybit und OKX liquidiert.
Der Rückgang erfolgte trotz mehrerer technischer Neuerungen im XRP Ledger. Am 8. und 9. Oktober gingen drei Protokoll-Upgrades live, darunter PermissionDelegation V1.1, Batch V1.1 und fixBatchV1_2. Batch V1.1 bündelt bis zu acht Transaktionen in einem atomaren Vorgang, der entweder vollständig gelingt oder vollständig scheitert.
Auch die Einführung von Evernorth unter dem Kürzel XRPN an der Nasdaq konnte den Verkaufsdruck nicht ausgleichen. Das Unternehmen brachte 473 Millionen Token an die traditionelle Börse. Zusätzlich verwies Wallstreet Online auf die Freigabe von einer Milliarde XRP aus dem Escrow am 1. Oktober.
Die Analysteneinschätzungen blieben uneinheitlich. Standard Chartered senkte seine Prognose von 8 auf 2,80 Dollar, während für Oktober eine Spanne zwischen 1,17 und 1,74 Dollar genannt wurde. XRP hatte innerhalb von 90 Tagen 46 Prozent zugelegt, lag jedoch 59 Prozent unter dem Allzeithoch von 3,65 Dollar.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| XRP-Kurs am 9. Oktober | 1,33 Dollar |
| Tagesverlust | 6,68 Prozent |
| Liquidierte Long-Positionen | 2,61 Millionen Dollar |
| Allzeithoch | 3,65 Dollar |
| Marktwert | 88 Milliarden Dollar |
| Erwartete Oktober-Spanne | 1,17 bis 1,74 Dollar |
Zusammenfassung: Trotz drei Ledger-Upgrades, des Nasdaq-Starts von Evernorth und eines Kursanstiegs von 46 Prozent in 90 Tagen geriet XRP unter Druck. Als Belastungsfaktoren werden Liquidationen, ETF-Abflüsse, die Escrow-Freigabe und die gesenkte Prognose genannt.
XRP-Lending: Streit über das Potenzial des XRP Ledgers
Yahoo Finanzen Deutschland berichtet über eine Diskussion zwischen Ripple-CTO-Emeritus David Schwartz und Flare-CEO Hugo Philion zur künftigen Bedeutung von XRP-Lending. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie groß der Markt für Kreditvergabe und Kreditaufnahme auf oder im Umfeld des XRP Ledgers werden kann.
Lending soll es ermöglichen, Vermögenswerte direkt auf der Blockchain zu verleihen und zu leihen. Validatoren stimmen noch über XLS-66 ab. XRPL Commons teilte laut Yahoo Finanzen Deutschland mit, dass Lending bald live geht; außerdem wurde ein Hackathon in New York angekündigt, der sich mit Lending und Borrowing beschäftigen soll.
Schwartz erklärte, dass bislang niemand mit der Funktion gearbeitet habe und deshalb gerade für Entwicklerinnen und Entwickler viele Möglichkeiten bestünden. Er halte Lending für spannend, weil es neu sei, verwies aber zugleich auf das bestehende Schema für ausgegebene Vermögenswerte.
„Ich denke, es kommt darauf an, ob Sie mehr Innovation auf Protokollebene meinen oder die Nutzung dessen, was schon im Protokoll vorhanden ist.“
Philion sieht das Potenzial größer und verweist auf externe Infrastruktur, die mit dem XRP Ledger verbunden werden kann. Flare setzt dabei auf „Protocol Managed Wallets“ und den Flare Confidential Compute Stack. Halter sollen dadurch Coins aus nativen XRPL-Wallets verleihen können, ohne die Risiken herkömmlicher Cross-Chain-Bridges einzugehen.
Nach Angaben von Yahoo Finanzen Deutschland wurden bereits 7,95 Millionen USD im Ripple-Stablecoin RLUSD aufgenommen. Als Besicherung dienten 10,8 Millionen Wrapped-XRP (FXRP). Drei Adressen hielten etwa 93% dieser Schulden in Morpho-Pools; Sentora stellte die Liquidität bereit.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Aufgenommenes RLUSD | 7,95 Millionen USD |
| Besicherung | 10,8 Millionen Wrapped-XRP (FXRP) |
| Anteil der drei Adressen | etwa 93% |
| RLUSD-Angebot | etwa 2,53 Milliarden USD |
Zusammenfassung: XRP-Lending befindet sich laut Yahoo Finanzen Deutschland vor einem möglichen Start der nativen Funktion. Die Diskussion zwischen David Schwartz und Hugo Philion zeigt unterschiedliche Einschätzungen zum Umfang des Marktes, während bestehende Flare-basierte Anwendungen bereits Nachfrage erkennen lassen.
Sicherheitslücke hätte die Erzeugung neuer XRP ermöglicht
Eine seit vermutlich 2015 bestehende Schwachstelle im XRP Ledger hätte Angreifern ermöglichen können, unbegrenzt neue XRP zu erzeugen. Darüber berichten BTC-ECHO und BeInCrypto. Hinweise darauf, dass die Lücke tatsächlich ausgenutzt wurde, lagen laut den Berichten nicht vor.
Entdeckt wurde der Fehler durch den Sicherheitsforscher Cayden Liao und Veria AI. Die Meldung erfolgte am 22. September 2026 über das Bug-Bounty-Programm des XRP Ledgers. Betroffen waren xrpld 3.4.0 und frühere Versionen.
Der Fehler lag in der Zahlungsabwicklung des Netzwerks und konnte über den integrierten Marktplatz ausgenutzt werden. Ein Angreifer hätte einige Hundert Konten eröffnen und jeweils eine kleine Menge eines Tokens im Tausch gegen eine sehr große Menge XRP anbieten können.
Eine einzige gezielt vorbereitete Zahlung hätte anschließend alle Angebote gleichzeitig abwickeln können. Durch einen Integer-Overflow hätte ein interner Zähler seine maximale Grenze überschritten und sich auf eine sehr kleine Zahl zurückgesetzt. Verkäufer hätten ihre vollständigen XRP-Beträge erhalten, während der Käufer nur einen Bruchteil hätte bezahlen müssen.
Besonders problematisch war, dass auch die Sicherheitsprüfung denselben fehlerhaften Berechnungsmechanismus verwendete. Die Entwickler konnten laut BTC-ECHO nachweisen, dass die auf diese Weise erzeugten XRP anschließend tatsächlich ausgebbar gewesen wären.
RippleX veröffentlichte am 25. September die Softwareversion 3.4.1. Die Fehlerbehebung trat unmittelbar mit der Installation in Kraft und wurde nicht über das übliche Abstimmungsverfahren der Validatoren aktiviert.
Normalerweise müssen mehr als 80 Prozent der vertrauenswürdigen Validatoren eine Änderung über einen Zeitraum von zwei Wochen unterstützen. RippleX begründete den Verzicht auf die Abstimmung mit dem Risiko, dass die Schwachstelle während einer regulären Abstimmung über Wochen sichtbar geblieben wäre.
„Das ist das erste Mal, dass eine Anpassung der Transaktionsverarbeitung absichtlich auf diese Weise ausgeliefert wurde, seit das Änderungssystem vor mehr als zehn Jahren eingeführt wurde.“
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Möglicher Beginn der Schwachstelle | 2015 |
| Meldung über das Bug-Bounty-Programm | 22. September 2026 |
| Veröffentlichung von Version 3.4.1 | 25. September |
| Betroffene Versionen | xrpld 3.4.0 und früher |
| Übliche Validatoren-Schwelle | mehr als 80 Prozent |
| Üblicher Abstimmungszeitraum | zwei Wochen |
Zusammenfassung: Eine kritische Schwachstelle hätte die Erzeugung und Ausgabe neuer XRP ermöglicht. RippleX reagierte mit Version 3.4.1 und setzte die Behebung erstmals seit Einführung des Abstimmungssystems vor mehr als zehn Jahren ohne reguläre Validatoren-Abstimmung um.
Weitere XRP-Prognose: Upgrades treffen auf ETF- und Fed-Risiken
FinanzNachrichten.de meldet, dass XRP trotz drei innerhalb von 24 Stunden aktivierter Protokoll-Upgrades auf 1,41 Dollar fiel. Der Tagesverlust betrug 4,4 Prozent. Gleichzeitig seien 1,6 Milliarden Token auf Binance geflossen, was im Artikel als Zeichen für starken Verkaufsdruck eingeordnet wird.
PermissionDelegationV1_1 wurde am 8. Oktober aktiviert, Batch V1.1 und fixBatchV1_2 folgten am 9. Oktober. PermissionDelegationV1_1 ermöglicht es Konten, bestimmte Befugnisse an andere Adressen zu delegieren, ohne den Hauptschlüssel weiterzugeben.
Batch V1.1 bündelt bis zu acht Transaktionen in einem Vorgang. Die erste Version war zurückgezogen worden, nachdem Entwickler einen Fehler bei der Signaturprüfung gefunden hatten. Laut FinanzNachrichten.de stimmten zunächst nur 30 von 35 Validatoren zu.
Die ETF-Nachfrage brach laut dem Bericht um 94 Prozent ein. Die Spot-ETFs verwalteten 1,45 Milliarden Dollar, während die Zuflüsse bei 4,74 Millionen Dollar lagen. CoinDCX nannte 1,62 Dollar als Oktober-Kursziel.
Zusätzlichen Druck könnte die Fed-Sitzung am 27. Oktober ausüben. Im Artikel wird eine Wahrscheinlichkeit von 64 Prozent für eine Zinserhöhung genannt. Analysten erwarteten für XRP eine Spanne zwischen 1,39 und 1,74 Dollar.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| XRP-Kurs im Bericht | 1,41 Dollar |
| Tagesverlust | 4,4 Prozent |
| Auf Binance geflossene Token | 1,6 Milliarden Token |
| ETF-Nachfragerückgang | 94 Prozent |
| Spot-ETF-Verwaltung | 1,45 Milliarden Dollar |
| Spot-ETF-Zuflüsse | 4,74 Millionen Dollar |
| Fed-Sitzung | 27. Oktober |
| Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung | 64 Prozent |
| Erwartete XRP-Spanne | 1,39 bis 1,74 Dollar |
Zusammenfassung: Die technische Weiterentwicklung des XRP Ledgers stand einem schwachen Marktumfeld gegenüber. FinanzNachrichten.de nennt sinkende ETF-Nachfrage, Token-Zuflüsse zu Binance und die erwartete Fed-Entscheidung am 27. Oktober als zentrale Einflussfaktoren.
Kapitalflüsse und Presale-Berichte rund um Pepeto
In den Beiträgen von Wallstreet Online und FinanzNachrichten.de wird neben der XRP-Entwicklung auch der Pepeto-Presale ausführlich thematisiert. Der Presale-Preis wird mit 0,000000188 Dollar angegeben; insgesamt seien 10,38 Millionen Dollar eingezahlt worden.
Den Angaben zufolge betreibt Pepeto eine live Börse namens PepetoSwap. Für Trades wird eine Gebühr von null Dollar genannt. Außerdem wird eine Cross-Chain-Bridge beschrieben, die Token zwischen Ethereum, BNB Chain, Solana, Base und Arbitrum in weniger als einer Minute bewegen soll.
Wallstreet Online nennt für PepetoSwap ein tägliches Volumen von 50 Millionen Dollar. FinanzNachrichten.de beschreibt zusätzlich einen Sicherheitsscanner, der 42 Datenpunkte aus Token-Verträgen liest und unter anderem Mint-Fallen, Pause-Funktionen, versteckte Besitzerschlüssel und gefälschte Halter-Zahlen prüfen soll.
SolidProof habe den gesamten Code geprüft und verifiziert. In den Artikeln werden außerdem ein ehemaliger Binance-Experte im Entwicklerteam sowie der Mitbegründer des ersten Pepe-Coins als Projektunterstützer genannt.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Presale-Preis | 0,000000188 Dollar |
| Einzahlungen in den Presale | 10,38 Millionen Dollar |
| Gebühr bei PepetoSwap | null |
| Genanntes tägliches Volumen | 50 Millionen Dollar |
| Geprüfte Datenpunkte des Scanners | 42 |
| Genannte Blockchains | Ethereum, BNB Chain, Solana, Base und Arbitrum |
Zusammenfassung: Die genannten Beiträge stellen Pepeto als Presale-Projekt mit Börse, Cross-Chain-Bridge und geprüftem Code dar. Die Angaben stammen aus den werblich geprägten Passagen der Beiträge von Wallstreet Online und FinanzNachrichten.de.
Einschätzung der Redaktion
Die entscheidende Erkenntnis ist die wachsende Kluft zwischen technischer Weiterentwicklung und wirtschaftlicher beziehungsweise sicherheitsbezogener Belastbarkeit. Upgrades wie Delegation, Batch-Verarbeitung und Lending können die Nutzbarkeit des XRP Ledgers erhöhen, ersetzen aber weder ausreichende Liquidität noch ein überzeugendes Sicherheits- und Governance-Niveau.
Besonders kritisch ist, dass eine potenziell unbegrenzte XRP-Erzeugung möglich gewesen wäre und die Behebung außerhalb des regulären Abstimmungsverfahrens erfolgte. Die schnelle Reaktion war sachlich nachvollziehbar, macht jedoch deutlich, dass technische Innovation mit strengeren Prüfungen, transparenter Kommunikation und belastbaren Notfallprozessen einhergehen muss.
Für den XRP-Kurs bleiben daher Kapitalflüsse, Marktliquidität und das Vertrauen in die Sicherheitsarchitektur kurzfristig wichtiger als die Zahl neuer Funktionen. Lending kann langfristig zusätzliche Nachfrage schaffen, erhöht aber zugleich die Anforderungen an Besicherung, Konzentrationsrisiken und Risikokontrolle. Werblich dargestellte Presale-Projekte sollten davon klar getrennt und besonders sorgfältig geprüft werden.
Infobox: Wichtigste Erkenntnis: XRP besitzt erhebliches Entwicklungspotenzial, doch kurzfristig überwiegen Vertrauens-, Liquiditäts- und Sicherheitsfragen. Der nachhaltige Wert der Upgrades wird sich erst durch breite Nutzung und nachweisbare Robustheit zeigen.
Quellen:
- XRP News: Kurs stürzt auf 1,33 Dollar — drei Ledger-Upgrades und ein Nasdaq-Debüt ändern nichts
- David Schwartz vs. Flare-CEO: Wie groß kann XRP-Ledger-Lending werden?
- XRP in Gefahr: Ein einziger Angriff hätte Milliarden-Token erzeugt
- XRP Prognose Oktober 2026: Drei Upgrades gehen live, doch der Kurs fällt auf 1,41 Dollar
- Der Gesamtbestand von 100 Billion XRP war durch einen zehn Jahre alten Fehler fast gefährdet
- XRP Prognose Oktober: Drei Upgrades am selben Tag, doch ein Token zieht mehr Kapital an



















