XRP unter Druck: Regulierung und Fed belasten, KI-Zahlungen geben Hoffnung
Autor: Coinkurier Redaktion
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Kategorie: Nachrichten
Zusammenfassung: XRP steht durch das gescheiterte CLARITY-Gesetz, höhere Zinsen und Kursverluste unter Druck, erhält aber Unterstützung durch ETF-Zuflüsse, regulatorischen Warenstatus und neue KI-Zahlungsanwendungen.
XRP steht zwischen politischer Fantasie, regulatorischer Ernüchterung und technologischen Zukunftsplänen: Während die gescheiterte CLARITY-Abstimmung und höhere Zinsen den Kurs belasten, sorgen ETF-Zuflüsse und neue KI-Zahlungsanwendungen für Hoffnung. Der Pressespiegel zeigt, welche Kräfte den XRP-Markt bis zu den US-Midterms 2026 prägen könnten.
XRP zwischen Wahlhoffnung, Regulierungsschock und neuen Anwendungsfällen
Rückblick auf die Rally nach der US-Wahl 2024
XRP notierte im November 2024 wenige Tage vor der US-Präsidentschaftswahl bei rund 0,50 US-Dollar. Nach dem Wahlsieg von Donald Trump kletterte der Kurs bis Januar 2025 auf 3,40 US-Dollar – ein Plus von rund 580 Prozent innerhalb weniger Wochen, wie Finanzen.net berichtet.
Parallel überschritt Bitcoin erstmals die Marke von 100.000 US-Dollar, während Solana im Januar 2025 neue Rekordstände markierte. Finanzen.net stellt deshalb die Frage, ob sich ein ähnliches Muster bei den US-Midterms am 3. November 2026 wiederholen könnte.
Aktuell notierte XRP laut Finanzen.net bei 1,29 US-Dollar, mit einem Minus von 0,98 Prozent in den letzten 24 Stunden, Stand 17.09.2026. Als wichtiger politischer Faktor gilt Ripple-Chef Brad Garlinghouse, der laut dem Bericht regelmäßig bei Krypto-Veranstaltungen im Weißen Haus auftritt.
Auch die Kryptobranche engagiert sich demnach stark im Wahlkampf: Bis Anfang September 2026 flossen rund 200 Millionen US-Dollar in die Wahlkämpfe kryptofreundlicher Kandidaten für die Midterms. Die britische Bank Standard Chartered nennt für XRP bis zum Jahr 2028 ein Kursziel von 12,50 US-Dollar.
Dem stehen historische Grenzen gegenüber. Der bisherige Rekordstand von XRP liegt laut Finanzen.net bei 3,84 US-Dollar, obwohl der Token bereits mehr als ein Jahrzehnt gehandelt wird.
Zusammenfassung: XRP stieg nach der US-Wahl 2024 binnen weniger Wochen um rund 580 Prozent. Für den 3. November 2026 wird entscheidend, wie kryptofreundliche Kandidaten bei den Midterms abschneiden.
CLARITY-Votum belastet XRP
Der US-Senat blockierte den CLARITY Act am 15. September mit 49 zu 50 Stimmen. Die notwendige Schwelle wurde damit verfehlt, berichtet Wallstreet Online.
Nach dem Votum verlor XRP innerhalb von 24 Stunden neun Prozent und fiel auf 1,28 Dollar. Laut Yahoo Finance betrug der Rückgang 9,4 Prozent, womit XRP deutlich stärker nachgab als Bitcoin.
Auch andere Unternehmen aus dem Kryptosektor gerieten unter Druck: Coinbase verlor 8,65 Prozent, Circle elf Prozent. Auf Polymarket sank die Wahrscheinlichkeit, dass der CLARITY Act 2026 zum Gesetz wird, von 82 Prozent im Februar auf sieben Prozent.
Gleichzeitig hatte Grayscale am 14. September sein Digital Assets Next Gen Portfolio veröffentlicht. XRP erhielt darin eine Gewichtung von 26,11 Prozent und war damit die zweitgrößte Position hinter Ethereum mit 42,34 Prozent. Bitcoin war in dem Korb nicht enthalten.
Die SEC und die CFTC hatten XRP am 17. März 2026 gemeinsam mit 15 weiteren digitalen Vermögenswerten als digitale Ware eingestuft. Dieser Status wurde durch die gescheiterte Abstimmung nicht berührt. Zudem handelten in den USA fünf XRP-Spot-ETFs mit kumulierten Zuflüssen von 1,7 Milliarden Dollar.
Am 17. September wurde XRP laut Wallstreet Online bei 1,29 Dollar gehandelt. Das 24-Stunden-Volumen lag bei 4,86 Milliarden Dollar. Die Unterstützung wurde bei 1,25 bis 1,30 Dollar gesehen, der Widerstand bei 1,40 Dollar.
Zusammenfassung: Das CLARITY-Votum löste einen deutlichen XRP-Rückgang aus. Während der breite Markt verkaufte, gewichtete Grayscale XRP mit 26,11 Prozent in seinem neuen Portfolio.
Fed-Zinserhöhung verschärft den Druck
FinanzNachrichten.de berichtet von einem weiteren Belastungsfaktor für XRP. Am 16. September erhöhte die Federal Reserve den Leitzins einstimmig um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent – laut dem Bericht die erste Zinserhöhung seit Juli 2023.
Das gescheiterte CLARITY-Votum und die Zinserhöhung trafen XRP in kurzer Folge. Der Kurs fiel innerhalb weniger Stunden von 1,40 auf 1,28 Dollar.
Die technische Unterstützung wurde bei 1,25 bis 1,28 Dollar gesehen. Der 50-Tage-EMA lag bei 1,284 Dollar und wurde als letzter Puffer bezeichnet. Ein Bruch unter 1,25 Dollar könnte laut FinanzNachrichten.de weiteren Verkaufsdruck auslösen und den Weg in Richtung 1,15 Dollar öffnen.
Trotz des Kursrückgangs verzeichneten die Spot-XRP-ETFs weiterhin Zuflüsse. Für XRP ergibt sich damit ein gemischtes Bild aus anhaltendem institutionellem Interesse und makroökonomischem Gegenwind.
FinanzNachrichten.de verweist außerdem darauf, dass ein Anstieg von 1,28 auf 1,40 Dollar rund neun Prozent ausmachen würde. Die Marktkapitalisierung wird in dem Bericht mit 80 Milliarden Dollar angegeben.
Zusammenfassung: XRP wurde durch das gescheiterte Gesetz und die Zinserhöhung der Federal Reserve belastet. Die Marke von 1,25 Dollar gilt laut Quelle als zentrale technische Unterstützung.
75 Prozent der XRP-Halter unter Wasser
Wallstreet Online berichtet in einer weiteren Meldung, dass XRP innerhalb von 48 Stunden zwei schwere Rückschläge erlitt. Am 15. September blockierte der US-Senat den CLARITY Act mit 49 zu 50 Stimmen, am 16. September erhöhte die Federal Reserve den Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent.
Am 17. September pendelte XRP bei 1,30 Dollar. Damit lag der Kurs deutlich unter dem Zyklushoch von 3,65 Dollar. Laut dem Bericht standen drei von vier Haltern beziehungsweise 75 Prozent der Halter unter Wasser.
Das Gesetz hätte den Rohstoffstatus von XRP im US-Bundesrecht verankern sollen. Dieser Status beruht laut Wallstreet Online auf einer gemeinsamen SEC-CFTC-Auslegung vom März 2026 und könnte durch eine neue Kommission per Abstimmung geändert werden.
Der Token verlor nach dem Votum 9,4 Prozent an einem Tag, während Bitcoin lediglich 1,2 Prozent einbüßte. Die Meldung beschreibt den fehlenden regulatorischen Rückenwind als wesentlichen Belastungsfaktor für XRP.
Zusammenfassung: XRP fiel auf 1,30 Dollar und lag deutlich unter dem Zyklushoch von 3,65 Dollar. 75 Prozent der Halter standen laut Wallstreet Online im Minus.
Ripple erweitert den XRP Ledger für KI-Zahlungen
Ripple arbeitet laut BTC-ECHO an Zahlungen zwischen KI-Agenten. Mit Version 1.1 des XRPL AI Starter Kits unterstützt der XRP Ledger nun auch das Machine Payments Protocol, das von Stripe und Tempo entwickelt wurde.
KI-Agenten sollen künftig selbstständig Daten oder digitale Dienste kaufen und bezahlen können. XRP und der Stablecoin RLUSD sollen dabei als Zahlungsmittel eingesetzt werden.
Der Ablauf sieht vor, dass ein KI-Agent für einen kostenpflichtigen Dienst automatisch einen Preis erhält, die Zahlung bestätigt und anschließend die gewünschte Leistung bekommt. Eine einzelne Transaktion über den XRP Ledger soll laut RippleX innerhalb von drei bis fünf Sekunden abgeschlossen werden und weniger als einen Cent kosten.
Für häufige Zahlungen stehen zusätzlich Payment Channels zur Verfügung. Dabei werden mehrere Zahlungen gesammelt und später zusammengeführt, anstatt jede einzelne Nutzung sofort auf der Blockchain abzurechnen.
Ripple bindet das Starter Kit an mehrere offene Standards an. Neben dem Machine Payments Protocol von Stripe und Tempo wird der Open Wallet Standard unterstützt, über den KI-Anwendungen Wallets über verschiedene Blockchains hinweg verwalten können. Seit Juni ist außerdem x402 für XRP und RLUSD integriert.
BTC-ECHO weist allerdings darauf hin, dass sich die Software teilweise noch in der Beta-Phase befindet. Konkrete zahlende Kunden für die neue MPP-Integration wurden bislang nicht genannt.
Zusammenfassung: Ripple will XRP und RLUSD für automatisierte Zahlungen zwischen KI-Agenten positionieren. Die Software befindet sich teilweise noch in der Beta-Phase, und konkrete zahlende Kunden wurden bislang nicht genannt.
| Aspekt | Angabe aus den Quellen |
|---|---|
| Aktueller XRP-Kurs | 1,28 Dollar bis 1,30 Dollar |
| Unterstützung | 1,25 bis 1,28 Dollar beziehungsweise 1,25 bis 1,30 Dollar |
| Widerstand | 1,40 Dollar |
| CLARITY-Abstimmung | 49 zu 50 Stimmen |
| Fed-Leitzins | 3,75 bis 4,00 Prozent |
| Grayscale-Gewichtung von XRP | 26,11 Prozent |
| XRP-Spot-ETF-Zuflüsse | 1,7 Milliarden Dollar |
| Transaktionsdauer im XRP Ledger | drei bis fünf Sekunden |
| Transaktionskosten laut RippleX | weniger als einen Cent |
Einschätzung der Redaktion
XRP bleibt kurzfristig vor allem ein Spielball politischer Entscheidungen, Zinsen und Marktstimmung. Das gescheiterte Gesetz zeigt, wie empfindlich die Bewertung auf regulatorische Unsicherheit reagiert; die hohe Zahl verlustreicher Halter erhöht zugleich das Risiko weiteren Verkaufsdrucks.
Die institutionellen Zuflüsse und die Einstufung als digitale Ware bilden zwar ein solides Fundament, kompensieren den makroökonomischen Gegenwind derzeit aber nicht vollständig. Strategisch wichtiger als politische Kursfantasie könnte die technische Nutzung für KI-Zahlungen werden. Dieses Potenzial ist jedoch erst dann belastbar, wenn aus der Beta-Phase reale Nutzer, Transaktionsvolumen und zahlende Kunden entstehen.
Kernaussage: XRP verfügt über relevante institutionelle und technologische Ansatzpunkte, bleibt kurzfristig jedoch stark von Regulierung, Zinsen und der tatsächlichen Adoption neuer Anwendungen abhängig.
Quellen:
- XRP nach US-Wahl 2024 fast versiebenfacht: Kommt nach den Midterms die Ripple-Rally für Krypto-Anleger?
- XRP Kurs stürzt 9 Prozent ab nach CLARITY-Votum: Warum Grayscale trotzdem 26 Prozent gewichtet
- XRP bekommt neuen Use Case: Ripple setzt auf KI-Zahlungen
- XRP Prognose nach dem Doppelschlag: Warum der Kurs bei 1,28 Dollar hängt und was jetzt zählt
- XRP Kurs fällt auf 1,30 Dollar nach doppeltem Schlag: Warum 75 Prozent der Halter unter Wasser stehen
- Krypto News heute: Grayscale gibt XRP 26 % im neuen Portfolio — Senat stimmt über CLARITY Act ab