Wie Bitcoin den globalen Energiemarkt liberalisieren wird

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Für den Ökonom Saifedean Ammous ist der Energieverbrauch von Proof of Work eine positive Sache. | © YouTube: Tone Vays
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Der Ökonom Saifedean Ammous schreibt dem Stromverbrauch durch Bitcoin-Mining positive Effekte zu. Dieser sorge nämlich dafür, dass mehr Energiequellen genutzt und staatliche Subventionen abgebaut würden. Dadurch entstünde ein globaler und liberaler Energiemarkt. 

Es ist und bleibt ein beliebtes Gesprächsthema von Bitcoin (BTC)-Skeptikern, dass der Energieverbrauch durch Bitcoin-Mining viel zu groß sei. Saifedean Ammous, Ökonomieprofessor und Autor des Buches „The Bitcoin Standard“, dreht den Spieß um und schreibt dem energieintensiven Proof of Work-Prozess sogar positive Effekte zu.

Wie er Ende Januar auf der Unconfiscatable Conference in Las Vegas ausführte, existiere ein verbreiteter Irrglaube, dass Energie eine begrenzte Ressource sei, von der man bei jedem Gebrauch etwas wegnehme. Tatsächlich stünde prinzipiell unendlich viel Energie zur Verfügung. Die Erde empfange z.B. jeden Tag so viel Solarenergie, dass damit der jährliche Bedarf der Menschheit hunderte Male gedeckt werden könnte.

Ein globaler Energiemarkt

Allein der Norden Kanadas habe das Potential, ein Vielfaches der momentanen weltweiten Energieproduktion zu liefern. Allerdings seien solche potenziell ertragreichen Gebiete bislang nicht erschlossen worden, da es nicht genug Investitionen gegeben habe. Dank Bitcoin-Mining existiere allerdings nun eine Finanzierungsmöglichkeit für neue Kraftwerke, vor allem hydroelektrische Staudämme.

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Dadurch entstünde ein „Mechanismus zum Transferieren, Produzieren und Verkaufen von Energie rund um die Welt“. Ein globaler Markt werde sich entwickeln, von dem jeder Energieproduzent profitieren könne. Dadurch werde auch die weltweite Energieproduktion massiv zunehmen, sodass von einer durch Bitcoin ausgelösten Knappheit keine Rede sein könne.

Das Ende staatlicher Energie-Subventionen

Diese Entwicklung habe zudem den Nebeneffekt, dass staatliche Energiesubventionen bald „extrem schwierig durchzusetzen“ seien. Wer auch immer Zugriff auf den vergünstigten Strom habe, würde damit nämlich mehr und mehr Bitcoin schürfen können, bis der Anbieter schließlich Pleite gehen würde.

Regierungen würden keine andere Wahl haben, als ihre nationalen Energiemärkte zu liberalisieren, was wiederum zu einem liquideren Weltmarkt führen würde. „Die Vorteile davon in Sachen Effizienz werden wahrscheinlich enorm sein“, so Ammous‘ abschließendes Urteil.

(Der Video-Abschnitt zu Bitcoin und Energie beginnt ca. ab Minute 51)

Wie stehst Du zu Ammous‘ Thesen? Hältst du einen derartig liberalisierten Energiemarkt für wünschenswert? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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